Inverting Battlefields

Karl Karner: Performance mit Gästen

05.07.2018 10:00-11:30



Karl Karner (AT)
Zeit bleiben für die Nächsten

 

Stadtpark Feldbach
Performance, Skulptur und Installation

 

„Nach wie lange wird ein Denkmal zum ‚Unmal‘ / die Zeit denkt in
ihrer Zeit und verschwindet in der Zukunft / Helden und Steine sind
ähnlich, haben sechs Buchstaben…“ (Karl Karner)
Was sind Denkmäler, aus welcher Veranlassung wurden sie von wem
errichtet, welche Bedeutung haben sie als festgesetzte Erinnerung
für wen und wie lange?
Karl Karner hinterfragt deren Relevanz und dauerhaften Aufstellungssinn,
schwerfällige Materialien und damit die Veränderlichkeit
von Geschichte und Geschichtsschreibung.
Mit dem Hinweis auf die Begrenztheit des Lebens und die Besetzung
von Parks und Landschaft durch Monumente, die nicht mehr
wahrgenommen werden, setzt er dem Heldenmythos Flüchtigkeit
und Vergänglichkeit entgegen. Mit Blick auf steinerne Denkmäler,
die keinen Frieden erzeugen, entwickelt er gemeinsam mit Gästen
für den Stadtpark miniaturhafte Skulpturen und performative
Setzungen als Gesten der Leichtigkeit und des Verschwindens,
als Zeichen verzeihenden Vergessens, um Platz für eine bewusste
und zeitgemäße Auseinandersetzung und damit einen neuen
Denkmalbegriff zu schaffen.

 

* 1973 in Feldbach. Ausbildung: Kunstgießer; 2007 – 2012 Studium an der
Akademie der bildenden Künste in Wien, Klasse Heimo Zobernig.

Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark

Marienplatz 1/1
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9265
kioer@museum-joanneum.at