4. Newsletter zum Projekt

Wie bereits mehrmals berichtet, beschäftigt sich das EU-Projekt "PalaeoDiversiStyria" seit Ende 2016 mit der Entwicklung der Landwirtschaft, aber auch den damit verbundenen Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten der Menschen von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. Dabei arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Archäologie, Botanik und Zoologie Hand in Hand.

Aus diesen Erkenntnissen entstand die neue Dachmarke HERITERRA

Zusammen mit Experten und Expertinnen aus den Bereichen Landwirtschaft, Gastronomie aber auch Handwerk sollen unter dieser Marke neue Produkte aus alten Pflanzensorten und Rezepten entwickelt und in das Sortiment der Betriebe aufgenommen werden. Die wertgebenden Zutaten, Materialien oder Herstellungstechniken sollen sich dabei möglichst nah am historischen Vorbild orientieren. Sie stellen so eine Verbindung zwischen dem Menschen und dem reichen archäologischen Erbe seines Lebensraums her.

 

HERITERRA – der Name kombiniert den englischen Begriff "Heritage" mit dem lateinischen Ausdruck für Erde – steht nicht nur für Qualität und Regionalität, sondern auch für die historische Diversität, die sich über Jahrtausende entwickelt hat.

Abb. 1: Römische Köstlichkeiten. Foto: A. Vintar.

Als kleinen Leckerbissen stellen wir heute das Rezept eines "steinzeitlichen Knäckebrots vor":

 

Zutaten:

  • 300 g Einkornmehl
  • 50 g feingeriebene Haselnüsse
  • 150 – 200 g Wasser
  • Grobes Salz
  • 1 Esslöffel Honig
  • 40 g Mohnkörner
  • 1 Teelöffel Salz

 

Geben Sie das Mehl und die Haselnüsse in eine Schüssel und fügen Sie einen Löffel Salz und Mohn hinzu. Geben Sie Wasser bei, bis ein dicker und fester Teig entsteht, der daraufhin in 8 Teile geschnitten wird. Rollen Sie mit einem Nudelwalker den Teig so dünn wie möglich aus. Legen Sie die 8 Teigfladen in eine Auflaufform mit Backpapier und bestreuen Sie den Teig mit dem groben Salz.

Bei einer Temperatur von 180°C 5 Minuten backen. Daraufhin wird die Temperatur auf 160°C verringert und für weitere 10 Minuten gebacken.

Die gebackenen Brötchen werden auf dem Gitter gekühlt, um vollständig zu trocknen. Sie eignen sich hervorragend als Snack oder Beilage.

Abb. 2: Ein steinzeitliches Knäckebrot zum Nachbacken. Foto: A. Vintar.

Ein Rückblick auf 2018

 

In der zweiten Hälfte des Jahres 2018 konnten wir an zahlreichen Veranstaltungen in ganz Slowenien teilnehmen. In den Frühlingsmonaten begrüßten wir den 1. Weltbienentag, ermutigten Läufer, beim 2. Pohorje-Lauf das kulturelle Erbe zu erkunden, und feierten die Sommer-Museumsnacht mit Kinderworkshops, Vorträgen und verschiedenen anderen Aktivitäten.

Mit würzigen Weinen, die nach römischen und mittelalterlichen Rezepten zubereitet wurden, haben wir die Gaumen der Besucher bei der Veranstaltung Vino in vrtnice 2018 im Botanischen Garten Pivola verwöhnt.

In den Sommertagen des Lent Festivals haben Kinder als richtige Archäologinnen und Archäologen sowie als Botanikerinnen und Botaniker in unseren Workshop Art Camp im Maribor City Park begeistert geforscht.

Das Ende des Sommers war von der Teilnahme an der internationalen Agrar- und Lebensmittelmesse AGRA in Gornja Radgona geprägt.

Während der Europäischen Kulturerbe-Tage (DEKD) und der Kulturerbe-Woche (TKD) im September wurden unsere neuen interessanten Erkenntnisse und Projektpläne gemeinsam mit dem Špital-Museum in der örtlichen Grundschule vorgestellt und an die breite Öffentlichkeit in Gornja Radgona vermittelt.

Die Herbstatmosphäre verstärkten wir auch mit der Eröffnung einer Fotoausstellung im Botanischen Garten, in der wir einige der leckeren Projektprodukte vorbereiteten und die Teilnehmer einluden, mit der Marke HERITERRA am Projektnetzwerk teilzunehmen.

Präsentation des Projekts auf der Agra 2018

 

In der letzten Augustwoche 2018 wurden zahlreiche Besucher der 56. internationalen Lebensmittelmesse AGRA in Gornja Radgona auf unterhaltsame und interaktive Weise mit dem Projekt und der Marke vertraut gemacht. Der Präsentationsstand war ein echtes Erlebnis für Kinder und Junggebliebene, die in die Rolle eines römischen Kriegers oder Steinzeitjägers schlüpfen konnten.

Archäologiemuseum, Schloss Eggenberg

Eggenberger Allee 90
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9560
archaeologie@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
02. April bis 31. Oktober Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr
01. November bis 31. März 2020

geschlossen, nur im Rahmen einer Führung und nach Voranmeldung zugänglich.


01. April 2020 bis 31. Oktober 2020 Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr
01. November 2020 bis 31. März 2021

geschlossen, nur im Rahmen einer Führung und nach Voranmeldung zugänglich.


 

Zusätzliche Termine entnehmen Sie bitte dem Kalender.  

 

13. April 2020
1. Juni 2020
26. Oktober 2020

24. bis 25. Dezember
24. bis 25. Dezember 2020