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Der große Tod

Szenen des Krieges

06.05.-01.08.2021


Alte Galerie, Schloss Eggenberg, Eggenberger Allee 90, 8020 Graz

 

Kuratiert von Karin Leitner-Ruhe und Christine Rabensteiner
Eröffnung: 06.05.2020
Laufzeit: 07.05.–01.08.2021

 

Info Ausstellung: +43-316/8017-0
Info Presse: +43-316/8017-9213 und DW -9211
presse@museum-joanneum.at


Die Frühe Neuzeit ist geprägt von Krieg und dessen dramatischen Folgen für Land und Leute. Die Kunst, vor allem die populäre Druckgraphik, überliefert uns ein eindringliches und oft erschütterndes Bild davon. Ausgehend von Stefano della Bellas Allegorie Der große Tod und Jacques Callots berühmter Serie Die großen Schrecken des Krieges zeigt das Kupferstichkabinett der Alten Galerie, ergänzt durch Gemälde, Bücher und kulturhistorische Objekte, Szenen des Krieges und des Friedens: Ausbildung, Kriegsgründe und Propaganda, Schlachten und Belagerungen sind ebenso dokumentiert wie das Leben im Lager, Kriegsverbrechen und deren Bestrafung, Ausbeutung und Terror der Zivilbevölkerung, die Masse der Verwundeten, Vertriebenen und Armen.

 

Anhand der berühmten Serie Die großen Schrecken des Krieges des lothringischen Künstlers Jacques Callot aus dem 17. Jahrhundert lassen sich Stationen eines Krieges ablesen, die sich bei einer derartigen Auseinandersetzung stetig wiederholen. So steht am Anfang der Ausstellung die Vorbereitung zu einer Konfrontation. Auslöser für eine militärische Handlung waren zumeist ein Vertragsbruch oder Gebietsansprüche. Letztendlich erfolgte die Kriegserklärung. Es folgten Kriegszüge, Schlachten und Belagerungen. Europa war in den Jahrhunderten der Frühen Neuzeit überzogen von Kriegsschauplätzen. Aber nicht nur an vorderster Front wurde gekämpft. Übeltäter, Deserteure, Überläufer wurden gefangen genommen, verurteilt und gehenkt, erschossen oder geköpft. In Kampfpausen und im Hinterland wurde geplündert, zerstört und die Bevölkerung ausgeraubt. Die Zivilbevölkerung war neben dem in die Schlacht ziehenden einfachen Soldaten die größte Gruppe, die Verluste auf sich nehmen musste.

Der große Tod– gekonnt von Stefano della Bella ins Bild gesetzt – zog über das Land. Sterbende, Leichen, Bettler*innen säumten die Straßen.

Ein ganz anderes Bild zeigte das Leben im Lagerund abseits der Schlachtfelder. Frauen und Tiere zogen im Tross mit. Es wurde im Lager geheiratet und Familien gründeten sich. Die Druckgraphik dokumentierte, illustrierte und kritisierte die vielen Themen rund um den Krieg. So wird die Ausstellung hauptsächlich mit Druckgraphiken aus dem Kupferstichkabinett der Alten Galerie bestückt werden. Gemälde, Kleinplastiken, aber auch historische Bücher und kulturhistorische Objekte werden die Präsentation ergänzen.

Bildmaterial

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Abbildungen


Georg Philipp Rugendas d. Ä. (1666 – 1742), "Geburt im Soldatenlager",
Georg Philipp Rugendas d. Ä. (1666 – 1742), "Geburt im Soldatenlager",

Schabkunst, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner


Georg-Philipp-Rugendas-d-AE-Geburt-im-Soldatenlager.jpg (1.28 MB)

Jacques Callot (1592–1635), Der Galgenbaum, aus der Reihe "Die großen Schrecken des Krieges",
Jacques Callot (1592–1635), Der Galgenbaum, aus der Reihe "Die großen Schrecken des Krieges",

Radierung, Alte Galerie, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner


Jacques-Callot-Der-Galgenbaum.jpg (8.55 MB)

Stefano della Bella (1610 – 1664), "Der große Tod"
Stefano della Bella (1610 – 1664), "Der große Tod"

Radierung Foto: UMJ/N. Lackner


Stefano-della-Bella-Der-grosse-Tod.jpg (1.96 MB)

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