Rosegger-Geburtshaus Alpl: Kluppeneggerhof

Kindheitsort eines Dichters


Ort: Rosegger-Geburtshaus, Alpl

1. November 2017 bis 23. März 2018 geschlossen

Der österreichische Volksdichter Peter Rosegger wurde am 31. Juli 1843 als erstes von sieben Kindern in diesem einfachen Bergbauernhaus aus dem 18. Jahrhundert geboren. Die Lebensverhältnisse waren äußerst bescheiden: Über der Feuerstelle in der Rauchkuchl wurde gekocht, die zentrale Stube wurde zum Essen und Schlafen, aber auch als Arbeitsraum genutzt. Zahlreiche Einrichtungsgegenstände, die ein Zeugnis des einfachen bäuerlichen Lebens im 19. Jahrhundert geben, können hier betrachtet werden.

Noch heute erreicht man das Rosegger-Geburtshaus nur zu Fuß: Ein halbstündiger Spaziergang durch die Alpler Waldlandschaft führt hinauf zum Gebäudeensemble, das aus Wohnhaus, Stallungen sowie Scheune, Feldkasten und einer Flachsdörrhütte besteht.

Peter Rosegger schöpft in seinen Texten oft aus den Erinnerungen an die Kindheit am Alpl und prägte für diesen Ort den Begriff der „Waldheimat“. In seinem Geburtshaus machte er auch erste literarische Gehversuche, denen ein umfangreiches schriftstellerisches Werk folgen sollte.

Bildergalerie

Geschichte des Rosegger-Geburtshauses Alpl

In Peter Roseggers Kindheit galt der „vordere Kluppenegger“, mit seinen etwas mehr als 58 Joch als Bauernhof mittlerer Größe. Er bestand aus dem Wohngebäude, Stallungen für etwa 20 Rinder, 8 Schweine, 25 Schafe und Hühner und mehreren Wirtschaftsgebäuden wie Getreidescheunen, Heu- und Strohstadeln, Flachsbrechelhütte und Getreidemühle.

Der Trambaum in der großen Stube verweist auf die Fertigstellung des Wohnhauses im Jahr 1744. Kurze Zeit später kam der erste Roßegger – in der ursprünglichen Schreibung des Namens mit ß –, der Urgroßvater Peters, durch Heirat auf den „vorderen Kluppenegger“, der 1493 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Dessen Sohn Ignaz Roßegger starb früh und hinterließ 1829 dem damals noch minderjährigen Lorenz Roßegger den Hof. In der großen Stube kam am 31. Juli 1843 Peter als Sohn des Lorenz und der Maria Roßegger zur Welt.

Im Laufe der Jahre kam es durch Missernten, Viehseuchen und Krankheiten zur Verschuldung des Hofes, der 1868 schließlich verkauft werden musste. Die Eltern zogen mit den beiden jüngsten Kindern zunächst in die hintere Stube des Wohnhauses und später in das Ausgedinge am Freßnitzbach, zu welchem eine kleine Wirtschaft mit Feldern, Wiesen und Wirtschaftsgebäuden gehörte.

Das Gehöft wechselte im Laufe der Jahre mehrfach seine Besitzer. Zu Peter Roseggers 70. Geburtstag versuchten Freunde das Geburtshaus samt umliegendem Besitz zurückzukaufen, scheiterten jedoch an dem geforderten Preis.

1927 erwarb das Land Steiermark den Kluppeneggerhof. Das Wohnhaus war mittlerweile verfallen, die umgebenden Gebäude nur noch Ruinen. Zwei Jahre später wurde das Verwalterhaus errichtet, für dessen Grundfeste Steine des Geburtshauses verwendet wurden. In den 70er-Jahren wurde die Brechelhütte und anlässlich der Landesausstellung 1993 der „Umadumstall“ anhand vorhandener Mauerreste und Skizzen Peter Roseggers rekonstruiert und wieder errichtet.

Rosegger-Geburtshaus, Große Stube

Führungsanfragen



Gerne nehmen wir Ihre Anfragen zu Vermittlungsprogrammen (Führungen, Workshops etc.) entgegen – bitte kontaktieren Sie uns mindestens eine Woche vor dem gewünschten Termin und Ort (Alpl oder Krieglach). Sie erreichen uns zu den Museumsöffnungszeiten unter Telefon: +43-3855/2375 oder E-Mail: info-rosegger@museum-joanneum.at

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Entdecken Sie anhand persönlicher Alltagsgegenstände, Briefe und Dokumente interessante und amüsante Details aus Peter Roseggers Leben und Schaffen.

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Peter Rosegger Geburtshaus & Museum

Geburtshaus, Alpl 42, 8671 Alpl
& Museum, Roseggerstraße 44, 8670 Krieglach, Österreich
T +43-3855/2375
info-rosegger@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten

24. März 2018 bis 31. Oktober 2018

Rosegger-Geburtshaus Alpl
Di-So, Feiertag 10 - 16 Uhr

Rosegger-Museum Krieglach
Di-Sa, Feiertag 10 - 16 Uhr