Die blühende Sprache des Geldes

Florale Motive auf Münzen und Banknoten

22.05. - 31.10.2026

Bildinformationen

Laufzeit

22.05. - 31.10.2026

Eröffnung

21.05.2026 19:00

Ort

Münzkabinett

Kuratiert von

Karl Peitler und Marc Philipp Wahl

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Über die
Ausstellung

Bereits im antiken Griechenland wurden Blumen und Pflanzen auf Münzen dargestellt. Die Tradition der Darstellung von floralen Motiven auf Münzen lässt sich über das Mittelalter bis in die Neuzeit weiterverfolgen. Auch auf Banknoten sind Blumen oder Pflanzen beliebte Motive.

 

Die Ausstellung Die blühende Sprache des Geldes bietet einen Überblick über Münzen und Banknoten mit Blumen- und Pflanzenbildern von der griechischen Antike bis zum Euro und entschlüsselt die Botschaften, die in diesen Darstellungen stecken. Im Zentrum der Schau stehen Münzen und Medaillen, bei denen Lilien, Rosen, Alpenblumen, Palmen und Lorbeerkränze wichtige Darstellungselemente sind. Die gezeigten Münzen mit floralen Motiven stammen nicht nur aus Europa, sondern auch aus Amerika, Asien und Ozeanien. Es ist ein weiter Blick auf die faszinierende Vielfalt der Welt des Geldes, der sich in der Ausstellung auftut. Außerdem bietet die Schau einen Bereich, in dem die Münzen und Banknoten thematisch gebündelt sind – von der Konstruktion nationaler Identitäten über Einzigartigkeit bis zur Unabhängigkeit.

 

In der Ausstellung treten die Münzen und Banknoten mit Kunstwerken und Interventionen des Künstlers Ryts Monet in Dialog, der sich in seinen Arbeiten immer wieder mit der Ikonografie des Geldes beschäftigt und die Blume auf Banknoten und Münzen und ihre wandelbare Aneignung und Identifikation untersucht.

Rahmenprogramm

Im Rahmen von BLOOM werden in der Ausstellung künstlerische Arbeiten von Ryts Monet integriert.

Im Rahmen von BLOOM 2026, Münzkabinett

Ryts Monet

Arbeiten

22.05.–31.10.2026

Für das Münzkabinett und die Ausstellung Die blühende Sprache des Geldes hat Ryts Monet Arbeiten integriert, die Natur, Wertsysteme und Bildproduktion in ein gemeinsames Beziehungsgeflecht setzen und dabei die Sammlung des Münzkabinetts als Ausgangspunkt erweitern.

Riserva Aurea (Orchids), zusammengesetzte Banknoten, Papier, Glas, 50 × 70 cm, 2026
Kunst = Kapital², farbiger Kugelschreiber auf Papier, 70 × 50 cm, 2026
In God We Trust, digitaler Collage-Druck auf Tapete, verschiedene Maße, 2015
Frottages (Serie), Farbstift auf Papier, 21 × 29,7 cm je Element, 2026

In Ryts Monets Riserva Aurea (Orchids) (2026) arrangiert der Künstler internationale Banknoten zu einem Bildfeld von Orchideen und bezieht sich auf die „Orchid Series“ Singapurs, in der die Nationalwährung bewusst ohne menschliche Figuren gestaltet wurde. Die Orchidee erscheint hier als Hybridform und Symbol kultureller Pluralität sowie als Modell kontrollierter Koexistenz.

In In God We Trust (2015) wird das Motto des US-Dollars zum Ausgangspunkt einer großflächigen Tapete aus Banknotenfragmenten, deren florale Motive nationale Pflanzensymbole darstellen und globale Wertsysteme kartieren. Die Serie Kunst = Kapital² (2026) überträgt marxistische Wertlogik (M–C–M’) auf Kunstwerke, die auf Banknoten dargestellt sind. Indem er diese detailreich mit Kugelschreiber rekonstruiert, wird ein geschlossener Kreislauf zwischen Geld, Bild und künstlerischer Produktion sichtbar.

In den Frottages (2026) werden Münzen aus dem Münzkabinett botanisch neu geordnet und als Abreibungen sichtbar gemacht, wodurch geografisch und historisch getrennte Systeme eine unerwartete visuelle Harmonie bilden.

In Fleur de Sal (2026) schließlich werden Salzkrusten auf florale Münzmotive übertragen – so verbindet sich Salz als historisches Zahlungsmittel mit natürlichen Kristallisationsprozessen. Gemeinsam formen die Arbeiten ein systemisches Denken über Wert, Natur und Repräsentation, in dem Geld, Pflanze und Bild ineinander übergehen.

 

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Einblicke

Viel Florales bietet der gesamte Standort Schloss Eggenberg im Rahmen des Jahresthemas BLOOM im Universalmuseum Joanneum und Kunsthaus Graz.

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Karl Peitler, Leiter des Münzkabinetts und Kurator der Ausstellung, Ryts Monet, Künstler der zeitgenössischen Intervention und Marc Philipp Wahl, Co-Kurator der Ausstellung

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Der Künstler Ryts Monet vor seiner Arbeit im Münzkabinett in Schloss Eggenberg

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Ausstellungsansicht "Die blühende Sprache des Geldes. Florale Motive auf Münzen und Banknoten" im Münzkabinett, zu sehen die zeitgenössische Kunstintervention von Ryts Monet

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Ryts Monet. In God We Trust. Digitale Collage, auf Tapete gedruckt. 2015

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Ryts Monet. Frottage. Buntstifte auf Papier. 21 × 29,7 cm. 2026

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Ausstellungsansicht "Die blühende Sprache des Geldes. Florale Motive auf Münzen und Banknoten" im Münzkabinett

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Ausstellungsansicht "Die blühende Sprache des Geldes. Florale Motive auf Münzen und Banknoten" im Münzkabinett

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Ausstellungsansicht "Die blühende Sprache des Geldes" im Münzkabinett, zu sehen die zeitgenössische Kunstintervention von Ryts Monet

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Schilling, Groschen und Cent

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Ausstellungsansicht "Die blühende Sprache des Geldes. Florale Motive auf Münzen und Banknoten" im Münzkabinett

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Ausstellungsansicht "Die blühende Sprache des Geldes" im Münzkabinett, zu sehen die zeitgenössische Kunstintervention von Ryts Monet "Fleur de Sal", 2026 (salt crystals and coin)

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Ausstellungsansicht "Die blühende Sprache des Geldes" im Münzkabinett, zu sehen die zeitgenössische Kunstintervention von Ryts Monet "Fleur de Sal", 2026 (salt crystals and coin)

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Ausstellungsansicht "Die blühende Sprache des Geldes. Florale Motive auf Münzen und Banknoten" im Münzkabinett

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Ausstellungsansicht "Die blühende Sprache des Geldes. Florale Motive auf Münzen und Banknoten" im Münzkabinett

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