Temporäre Projekte


Die Wand

2013

10.05.-26.07.2013



Die Installation “DIE WAND” bildet den Auftakt des diesjährigen Jahresprogrammes der jungen Kulturinitiative DIE MÜHLE Schwarzau in der Südoststeiermark. Die - einer klassischen Werbetafel nachempfundene - Wand an der B73 in unmittelbarer Nähe der Mühle wird im Laufe des Programmjahres von 3 KünstlerInnen gestaltet. In “Grundrisse einer besseren Welt” überführt der Philosoph Ernst Bloch den Begriff der Sozialutopie in eine praktisch-aktive, handlungsorientierte Form. Die Sozialutopie arbeite als ein Teil der Kraft, sich zu verwundern und das Gegebene so wenig selbstverständlich zu finden, dass nur seine Veränderung einzuleuchten vermag. Der Prozess der Verwirklichung gipfelt schliesslich in der Konkreten Utopie, in dem die näheren Bestimmungen des Zukünftigen tastend und experimentierend hervorgebracht werden.


DIE WAND: Dem Konsum von materiellen Gütern wird der Konsum von Kunst entgegengestellt. Die klassische Werbetafel, welche zum Ziel hat, ein Mankobewusstsein in den RezipientInnen hervorzurufen, um diese letztlich zum Kauf von Waren zu animieren, wird zweckentfremdet. Im Gegensatz dazu kündigt sich das Kunstwerk auf der Wand selbst an, ohne weitere Absichten zu verfolgen.

 

Ziel ist, allen BewohnerInnen, PassantInnen und Vorbeifahrenden den niederstschwelligsten Zugang zur Kunstrezeption zu ermöglichen. Die - aufgrund der Rezeptionsgewohnheiten - entstehenden Irritationen sind erwünscht und beabsichtigt.

 

 

Eröffnung

Freitag, 10.05.2013, 16 Uhr

 

Treffpunkt
DIE MÜHLE
Ort für zeitgenössische Kunstformen
space for contemporary artforms
Schwarzau 23
8421 Schwarzau im Schwarzautal 

 

Kerstin Rajnar_frau mag rosa pink, 10.05.2013, 16 Uhr

Josef Schützenhöfer, 26.07.2013, 19 Uhr

Nicole Pruckermayr, 27.09.2013, 19 Uhr

Im Winter liebe ich ein Ordnungsgefühl - Wasserprojekt von Günther Pedrotti, 27.09.2013, 19 Uhr

Um diese Welt in eine Ordnung zu bringen müssen wir alle natürliche Bewegung unterbrechen. Wir teilen sie in Strom und Unterbrechung und bringen sie in einen Rhythmus, bei dem wir den Takt vorgeben. Durch diesen Takt erscheint alles Regellose berechenbar...
Das Stauen scheint einen Gutteil des Faszinosums der Wasserkraft auszumachen, bei dem es zwangsläufig zu einer Veränderung der Verhältnismäßigkeiten kommt. Durch diese Tätigkeit verwandeln wir das Vorgefundene in Gewolltes, und das gestaute Wasser hat nun keine Macht mehr, uns in seiner Bewegung mitzureißen. An seiner beruhigten Oberfläche spiegelt sich eine beglückende Klarheit. 

Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark

Marienplatz 1/1
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9265
kioer@museum-joanneum.at

 

Näheres zur Ausstellung und weiterführende Materialien