Mariainsel - Name und Notwendigkeit

Andrea Maurer / Julius Deutschbauer, kuratiert von Bettina Kogler

20.07.2018 19:00-20:30



Ein Projekt von Alfredo Barsuglia für die 6. Wasser Biennale YAHOOS-GARDEN in Fürstenfeld 2018
in Kooperation mit dem Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark.

 

Auf Einladung von Günther Pedrotti, dem Initiator der 6. Wasser Biennale in Fürstenfeld, errichtet der Künstler Alfredo Barsuglia eine Insel auf der Feistritz, die er nach dem häufigsten Vornamen der Region benennt, nämlich Mariainsel. Barsuglia bestellt, gleichsam einem Intendanten eines Kunst- und Kultur-Festivals, sechs Kurator/innen, die die Insel während der Sommermonate 2018 mit Kunst, Performance und Musik bespielen werden.

 

20.7.2018, 19 Uhr

Andrea Maurer / Julius Deutschbauer

Name und Notwendigkeit

kuratiert von Bettina Kogler
bis 29.7.2018

 

 

Eine Installation und Abenteuerlesung mit doppeltem Boden: Der eine liest, die andere legt Hand an Tisch und Wort, Namen und Stuhl. Sessel, Bein und Boden, Namen und Wort sind ein öffentlicher Ort. Jedes Ding hat seinen Namen; jede Sache braucht sein Wort. Die Sache ändert sich, das Wort bleibt. Die eine schlägt ein Buch auf, der andere neigt sich über Sache und Ding. Latte und Leiter, Tisch und Stuhlbein, Seil und Knoten geraten in Schieflage. „Durch verschiedene Arten von Rede wird der Name von Glied zu Glied verbreitet wie durch eine Kette“ (Saul A. Kripke, Namen und Notwendigkeit, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1993, S. 107). Maurer bearbeitet Namen, Worte und Gegenstände, Deutschbauer faselt/rezitiert am anderen Ende der Kette. Hat die Kette denn ein Ende?

Andrea Maurer, 1978 in Salzburg geboren, lebt und arbeitet als bildende Künstlerin, Performerin und Choreografin in Wien. Maurer wurde 2013 für die Installation Gesprächsgegenstände mit dem Salzburger Landespreis für Medienkunst ausgezeichnet. Für die Performance SELBSTZERLEGUNG erhielt sie 2016 den H13 Preis für Performance des Kunstraum Niederösterreich. Die Tageszeitung Der Standard bezeichnete sie als „Meisterin der Sprach- und Bedeutungszerlegung“, deren „Gesprächsgegenstände die Logik der Gebrauchskommunikation mit Witz ad absurdum führen“.

Julius Deutschbauer, 1961 in Klagenfurt geboren, lebt als bildender und Plakatkünstler, Performer, Filmer und Autor in Wien. Performative Arbeiten u.a. im Tanzquartier Wien, Donaufestival, Sophiensäle Berlin, Kampnagel Hamburg, mumok - Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig und bei der Sommerszene Salzburg mit einem Blog - zuletzt 2016 mit dem „Antirassismusvergnügungspark“. Seit 1997 betreibt er die Bibliothek ungelesener Bücher (www.bibliothek-ungelesener-buecher.com). Mit seinen bildnerischen Arbeiten ist er in der Galerie Steinek, Wien und EBENSPERGER, Berlin/Salzburg vertreten.

Bettina Kogler, 1974 in Wolfsberg geboren, war von 1999 bis 2003 als freie Produktionsleiterin für verschiedene freie österreichische Tanz- und Performancegruppen tätig. Zwischen 2003 und 2006 war Kogler die künstlerische Leiterin des Festivals imagetanz und betreute Tanz- und Performanceprojekte im dietheater Wien. Danach war sie bis 2012 als Kuratorin in brut Wien tätig und führte dort das Tanz- und Performancefestival imagetanz fort. Zwischen 2013 und 2017 war sie die künstlerische Leiterin der Abteilung performing arts im WUK und ab 2018 übernahm Kogler die Leitung im Tanzquartier Wien.

Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark

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