Schild von Steier – Beiheft

Daniel Modl  Karl Peitler (Hrsg.)

Archäologie in Österreich 1938-1945, SchvSt. Beiheft 8/2020

Beiträge zum internationalen Symposium vom 27. bis 29. April 2015 am Universalmuseum Joanneum in Graz

 

Forschungen zu geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, Band 79

 

Herausgeber:

Universalmuseum Joanneum, Archäologie & Münzkabinett

Historische Landeskommission für Steiermark

Graz 2020

 

ISBN 978-3-903179-24-0

ISSN 2078-0141


800 S., zahlr. Farb- und S/W-Abb., 28 x 22 cm; kartoniert

€ 90,00

Mehr über die Publikation "Archäologie in Österreich 1938-1945"

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Am 17. September wurde im Grazer Archäologiemuseum in Schloss Eggenberg der Tagungsband Archäologie in Österreich 1938–1945 präsentiert. Die 31 wissenschaftlichen Beiträge des Tagungsbandes fußen auf dem im Jahr 2015 veranstalteten Symposium „Archäologie in Österreich 1938–1945“ und zeigen, in welchem Umfang Politik und Ideologie des NS-Regimes die archäologische Forschung und Denkmalpflege in Österreich beeinflussten. Das Buch ist in den Shops des Universalmuseums Joanneum sowie über die Historische Landeskommission für Steiermark und den Phoibos-Verlag erhältlich.

Internationales Symposium als Basis eines Tagungsbands

Vom 27. bis 29. April 2015 veranstaltete das Universalmuseum Joanneum in Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt im Archäologiemuseum Schloss Eggenberg in Graz das internationale Symposium „Archäologie in Österreich 1938–1945“. Mit dem 27. April wurde für den ersten Tag der Konferenz jenes Datum gewählt, an dem im Jahr 1945 – noch vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa – die drei Gründungsparteien der Zweiten Republik die Unabhängigkeit Österreichs erklärt hatten.

Nun legt das Universalmuseum Joanneum gemeinsam mit der Historischen Landeskommission für Steiermark nur wenige Tage nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren, als mit der Kapitulation des Kaiserreichs Japan am 2. September 1945 der Krieg auch im pazifischen Raum beendet wurde, den 800 Seiten starken Tagungsband mit insgesamt 31 Beiträgen vor, darunter auch fünf Aufsätzen, die nicht Teil des ursprünglichen Symposiums waren. Sie stammen von über 40 Fachleuten aus Österreich, Deutschland, Griechenland, den Niederlanden, Slowenien und den USA.

 

Rolle der Archäologie in der NS-Zeit

Die Beiträge zeigen, wie das NS-Regime die archäologische Forschung und Denkmalpflege in Österreich vereinnahmte und wie die heimischen Institutionen und die an ihnen wirkenden Wissenschaftler/innen auf die neue politische Ausrichtung reagierten bzw. von der gesteigerten öffentlichen Wahrnehmung zu profitieren suchten.

Die nunmehrige zeitliche Distanz zu den damaligen Ereignissen und der damit verbundene Generationenwechsel in der Wissenschaft erleichterten die Aufarbeitung der Rolle der Archäologie in der NS-Zeit als Zweck- und Legitimationswissenschaft, gelang es doch gerade in Österreich nach dem Krieg zahlreichen belasteten Archäologinnen und Archäologen entweder durchgehend oder mit einer kurzen Unterbrechung in ihren Positionen zu verbleiben bzw. nach einigen Jahren an der Universität, in einer Forschungseinrichtung, in der staatlichen Denkmalpflege oder in den wissenschaftlich-kulturellen Institutionen der Bundesländer ihre Karrieren weiterzuführen und damit auch die nachfolgende Forscher/innen-Generation zu prägen.

Forschende, Institutionen und Wissenschaftspolitik

Betrachtet man die Lebensläufe der österreichischen Prähistoriker, Archäologen und Althistoriker jener Jahre, wird man biografische Gegensätze erkennen. Man findet Persönlichkeiten, die nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten aus ihren Positionen gedrängt, ihres Dienstes enthoben oder zur Emigration in das Ausland gezwungen wurden, gleichzeitig wird man auf Wissenschaftler stoßen, die trotz ihrer rassistischen/antisemitischen Weltanschauung bzw. ihres starken Engagements für das NS-Regime von der Nachkriegsgesellschaft mit Preisen und Ehrungen ausgezeichnet wurden.

 

Neben Einzelpersonen wie Kurt Willvonseder (1903–1968), der durch seine verschiedenen Funktionen als einer, wenn nicht sogar der einflussreichste Prähistoriker in Österreich während des „Dritten Reiches“ gelten darf, oder Walter Schmid (1875–1951), der über den Zeitraum von fünf politischen Systemen – Monarchie, Erste Republik, Ständestaat, „Drittes Reich“ und Zweite Republik – in der Steiermark als Landesarchäologe wirkte, werden im Tagungsband auch Institutionen und Organisationen wie die Akademie der Wissenschaften, das Österreichische Archäologische Institut oder die Vorläuferorganisation des heutigen Bundesdenkmalamts in den Mittelpunkt gerückt.

 

Darüber hinaus wartet der Band mit Überblicksdarstellungen zu den einzelnen Bundesländern bzw. Reichsgauen auf. Beispielhaft genannt sei hier die Studie von Daniel Modl zur ideologisch-politischen Vereinnahmung der Archäologie im Reichsgau Steiermark und CdZ-Gebiet Untersteiermark, in der die missbräuchliche Verwendung der Archäologie für Ideologie und Propaganda der Nationalsozialisten in der Steiermark und im nordöstlichen Slowenien in der NS-Zeit behandelt wird.

 

Eingeleitet und abgeschlossen wird das Buch durch Beiträge, die über Österreich hinausgehen. Einem Überblick über die Wissenschaftspolitik im „Dritten Reich“ mit Schwerpunkt auf den Geisteswissenschaften folgt eine neue Deutung des berüchtigten „Ahnenerbes“ der SS als eines rassistischen Netzwerkprojekts, das ein die Staatsgrenzen ignorierendes Forschungsnetzwerk aufbauen wollte. Den letzten Beitrag des Tagungsbandes bildet die Umschrift der öffentlichen Podiumsdiskussion „Archäologie in der NS-Zeit –Archäologie heute“, die am 28. April 2015 im Kunsthaus Graz geführt wurde.

Pflanzen – Tiere – Menschen. SchvSt. Beiheft 10/2019

Lebendige archäologische Landschaften der Steiermark und Nordostsloweniens.

 

Herausgeber:

Universalmuseum Joanneum, Archäologie & Münzkabinett

Zavod za varstvo kulturne dediščine Slovenije

Graz - Ljubljana 2019

 

ISBN 978-3-903179-24-0

 

420 S.

Zum Download.

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Barbara Porod – Peter Scherrer

Akten des 15. Internationalen Kolloquiums zum Provinzialrömischen Kunstschaffen, SchvSt. Beiheft 9/2019

Der Stifter und sein Monument: Gesellschaft – Ikonographie – Chronologie.

14. bis 20. Juni 2017 Graz

 

Veröffentlichungen des Instituts für Archäologie der Karl-Franzens-Universität Graz 16

 

Herausgeber:

Universalmuseum Joanneum, Archäologie & Münzkabinett
Graz 2019


ISBN 978-3-903179-13-4

ISSN 2078-0141

 

474 S., zahlr. Farb- und S/W-Abb., 28 x 22 cm; kartoniert

€ 99,00

Georg Tiefengraber

Der Wildoner Schlossberg, SchvSt. Beiheft 7/2018

Die Ausgrabungen des Landesmuseums Joanneum 19851988

Teilband 1: Text

 

Universalmuseum Joanneum, Archäologie & Münzkabinett

Historische Landeskommission für Steiermark

Graz 2018

 

ISBN 978-3-903179-02-8

ISSN 2078-0141

 

304 S., zahlr. Farb- und S/W-Abb., 28 x 22 cm; broschiert

€ 50,00

Georg Tiefengraber

Der Wildoner Schlossberg, SchvSt. Beiheft 7/2018

Die Ausgrabungen des Landesmuseums Joanneum 19851988

Teilband 2: Katalog und Tafeln

 

Universalmuseum Joanneum, Archäologie & Münzkabinett

Historische Landeskommission für Steiermark

Graz 2018

 

ISBN 978-3-903179-02-8

ISSN 2078-0141

 

348 S., zahlr. S/W-Abb., 28 x 22 cm; broschiert

€ 50,00

Archäologische Biographie einer Landschaft an der steirisch-slowenischen Grenze, SchvSt. Beiheft 6

Ergebnisse des grenzübergreifenden Projekts BorderArch-Steiermark

 

Universalmuseum Joanneum, Archäologie & Münzkabinett

Zavod za varstvo kulturne dediščine Slovenije (Center za preventivno arheologijo)

Znanstvena založba Filozofske fakultete Univerze v Ljubljani

Graz, Ljubljana 2015

 

ISBN 978-3-902095-69-5

 

440 S.

Zum Download.

Die Studie zur Publikation

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Barbara Porod Gabriele Koiner (Hrsg.)
Römische Sarkophage, SchvSt. Beiheft 5 
Akten des Internationalen Werkstattgesprächs 11.13. Oktober 2012 (Graz)


Veröffentlichungen des Instituts für Archäologie der Karl-Franzens-Universität Graz 12
Graz 2015

ISBN 978-3-902095-68-8


271 S., zahlr. S/W-Abb., 28 x 22 cm; broschiert  

€ 70,00

Odo Burböck

Ein römerzeitlicher Münzschatz aus Judenburg-Strettweg, SchvSt. Beiheft 2

 

Graz 1984/85

 

108 S., 98 S/W-Taf., 29,7 x 21 cm; broschiert

€ 20,00

Frühmittelalterarchäologie in der Steiermark, SchvSt Beiheft 4/2008

Beiträge eines Fachgesprächs anlässlich des 65. Geburtstags von Diether Kramer

 

Landesmuseum Joanneum GmbH (Hrsg.)

Graz 2008

 

ISBN 978-3-902095-21-3

 

70 S., zahlr. S/W-Abb., 29,7 x 21 cm; broschiert

€ 15,00

Christoph Hinker

Flavia Solva vor der Stadtrechtsverleihung, SchvSt Beiheft 3/2006

Befunde und Funde aus der insula XL

 

Landesmuseum Joanneum GmbH (Hrsg.)

Graz 2006

 

ISBN 3-902095-09-1

 

176 S., zahlr. S/W-Abb., 29,7 x 21 cm; broschiert

€ 29,00

Archäologiemuseum, Schloss Eggenberg

Eggenberger Allee 90
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9560
archaeologie@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
01. November 2020 bis 26. März 2021

geschlossen, von 08. bis 20. Dezember 2020 jedoch im Rahmen einer Führung nach Voranmeldung zugänglich.


27. März 2021 bis 31. Oktober 2021 Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr
01. November 2021 bis 31. März 2022

geschlossen, bis 19. Dezember 2021 jedoch im Rahmen einer Führung nach Voranmeldung zugänglich.



Zusätzliche Termine entnehmen Sie bitte dem Kalender.  

 

5. April 2021
24. Mai 2021
1. November 2021 (

mit gebuchter Führung

)
8. Dezember 2021 (

mit gebuchter Führung

)
26. Dezember 2021 (

mit gebuchter Führung

)

24. bis 25. Dezember 2021
31. Dezember 2021