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Graz, 25.03.2026
Wie möchten wir im Alter leben? Welche Rolle spielen Wohnen, Gemeinschaft und persönliche Erinnerungen? Und was sagt der Umgang mit diesen Themen über eine Gesellschaft aus, die zunehmend älter wird? Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung Altersgeschichten. Vom Wohnen, Leben und dem, was zählt, die ab 26. März 2026 im Volkskundemuseum am Paulustor zu sehen ist.
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Johannes Maier initiierte das Projekt und kuratierte die Ausstellung gemeinsam mit dem Team des Volkskundemuseums, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek
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Die Ausstellung im Stöckelsaal des Volkskundemuseums am Paulustor ist das Ergebnis des neunmonatigen partizipativen Projekts Altersgeschichten – Wohnen und Leben gemeinsam erforschen, das das Team des Volkskundemuseums im Jahr 2025 initiiert hat: In Workshops, Gesprächen und Lehrveranstaltungen wurden gemeinsam mit Besucher*innen, Institutionen und Projektpartner*innen Perspektiven auf das Thema Alter(n) gesammelt, diskutiert und weitergedacht. Ausgangspunkte dafür waren persönliche Objekte und Erinnerungen der Workshopteilnehmer*innen, aus denen zentrale Themen der Ausstellung entwickelt wurden – etwa Wohnen und Zusammenleben, Mobilität, Kommunikation und gesellschaftliche Teilhabe. Die Objekte der Ausstellung bilden dabei Träger von Erinnerungen, Erfahrungen und Wissen.
„Für uns als Team ist Altersgeschichten etwas ganz Besonderes. Über den gesamten Projektzeitraum hinweg haben wir persönliche Erinnerungen, Geschichten und Gegenstände gesammelt, die Einblicke in individuelle Lebenserfahrungen von den unterschiedlichsten Menschen geben. Die Vielfalt der Themen und Zugänge sowie die Zusammenarbeit mit den Teilnehmer*innen waren eine große Bereicherung und zeigen, wie Museen zu Räumen für gemeinsames Nachdenken über gesellschaftliche Entwicklungen werden können“, so Kurator und Projektleiter Johannes Maier.
Themen der Ausstellung: Wohnen, Pflege und soziale Teilhabe
Fragen nach Gesundheit und Pflege, sozialer Teilhabe, politischer Verantwortung und gesellschaftlichem Wandel sind eng mit Wohn- und Lebenssituationen verbunden. Das höhere Lebensalter folgt keinem einheitlichen Wohnmodell. Neben dem Verbleib in der eigenen Wohnung existieren zahlreiche alternative Modelle wie Wohngemeinschaften aus Jung und Alt, Mehrgenerationenprojekte oder Pflegeeinrichtungen. Dazu wurden beispielsweise Video-Interviews geführt, die Einblicke in die Wohn- und Lebensrealitäten von Menschen geben sollen. Die Geschichten der Teilnehmer*innen zeigen, dass Wohnen im Alter eng mit Fragen von Zugehörigkeit, Sicherheit und Identität verbunden ist.
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Die Ausstellung vereint persönliche Objekte der Projektteilnehmer*innen mit ausgewählten Exponaten aus der volkskundlichen Sammlung, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek
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Seit den 1970er-Jahren sinken in der Steiermark die Geburtenraten, während die Lebenserwartung steigt. Bis 2050 wird in mehreren steirischen Bezirken voraussichtlich mindestens ein Drittel der Menschen 65 Jahre oder älter sein. Dieser demografische Wandel erhöht den Bedarf an Pflege und medizinischer Versorgung, wobei ein großer Teil der Betreuung aktuell von Angehörigen geleistet wird. Gleichzeitig beeinflussen Faktoren wie finanzielle Sicherheit, soziale Einbindung, Altersarmut oder Einsamkeit maßgeblich die Lebensqualität im Alter. Historische Objekte aus der Sammlung – wie etwa Medizin und Salben von früher wie auch von heute – zeigen, dass diese Themen uns gesellschaftlich bereits seit Langem begleiten.
Darüber hinaus thematisiert die Ausstellung gesellschaftliche und politische Fragen des Alterns. Altern ist kein Randthema, sondern eine zentrale Zukunftsfrage, die jedoch häufig mit politisch unpopulären Maßnahmen einhergeht. Debatten über das Pensionsantrittsalter, die Finanzierung der Pflege oder Altersarmut sichern nur selten zusätzliche Wähler*innenstimmen, gehören aber zu den Themen, die in den Workshops immer wieder angesprochen wurden. Ältere Menschen wollen nicht nur versorgt werden, sondern auch mitgestalten, was auch das Interesse, an dieser Ausstellung mitzuwirken, gezeigt hat. Am Ende der Ausstellung lädt ein interaktiver Bereich dazu ein, über die Zukunft des Alterns und Zusammenlebens nachzudenken.
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Die Ausstellung zeigt auch Videointerviews mit den Projektteilnehmer*innen, in denen sie von ihrer Wohnsituation und ihrem Alltag erzählen, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek
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Altersgeschichten
Vom Wohnen, Leben und dem, was zählt
Laufzeit: 26.03.2026–06.01.2027
Eröffnung: 25.03.2026, 18:00 Uhr
Ort: Volkskundemuseum am Paulustor, Stöckelsaal
www.volkskundemuseum-graz.at
Ab April finden Führungen durch die Ausstellung Altersgeschichten statt, darunter der Überblicksrundgang Alt erzählt! Alter zählt! sowie die Kuratorenführung mit Johannes Maier.
Bildmaterial zum Download finden Sie unter: ALTERSGESCHICHTEN
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Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung und stehen für Rückfragen sehr gerne zur Verfügung!
Mit herzlichen Grüßen
Daniela Teuschler
+43/664/8017-9214, daniela.teuschler@museum-joanneum.at
Stephanie Liebmann
+43/664/8017-9213, stephanie.liebmann@museum-joanneum.at
Eva Sappl
+43/699/1780-9002, eva.sappl@museum-joanneum.at
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