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Graz, 14.07.2026
Mit einem kostenlosen Workshopangebot setzt das Universalmuseum Joanneum ein Zeichen für Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe: Das Projekt „GELD.MACHT.FRAUEN“ stärkt das finanzielle Selbstvertrauen und die Entscheidungskompetenz von Frauen und Mädchen. Umgesetzt wird es in drei Häusern – dem Volkskundemuseum am Paulustor, dem Münzkabinett und dem FLiP im CoSA. Am 16. Juli findet die Auftaktveranstaltung im Volkskundemuseum statt.
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Der Financial Life Park – kurz FLiP – im CoSA bringt jungen Menschen seit Mai 2025 den Umgang mit Geld näher, Foto: stellaswork.at
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Das Projekt verbindet Arbeits- und Geldgeschichte mit praxisnaher Finanzbildung und schafft Räume für Austausch, Reflexion und Empowerment. Durch die Sichtbarmachung weiblicher Rollenbilder sowie praxisnahe Finanzbildung werden geschlechterspezifische Stereotype zu Geld, Arbeit und Verantwortung hinterfragt.
Gefördert wird das Projekt vom Frauenfonds LEA – Let's empower Austria im Rahmen des Förderaufrufs 2025 des Österreichischen Frauenfonds.
Geld ist nicht geschlechtsneutral
Frauen und Mädchen verfügen nach wie vor oft über geringere finanzielle Ressourcen, weniger ökonomisches Wissen und eingeschränkte Entscheidungsspielräume. Ursachen dafür sind tief verankerte Rollenbilder, die Abwertung unbezahlter Carearbeit, häufige Erwerbsunterbrechungen, Teilzeitbeschäftigung sowie der Gender Pay Gap. Historisch gewachsene Ausschlüsse von Frauen aus Eigentum, Vermögen und finanzieller Entscheidungsgewalt wirken bis heute nach. Hinzu kommt, dass gängige Finanzbildung selten an den Lebensrealitäten von Frauen ansetzt und strukturelle Ungleichheiten ausblendet.
„Genau hier wollen wir mit ,GELD.MACHT.FRAUEN‘ ansetzen: Das Projekt spannt einen Bogen von historischen finanziellen Ungleichheiten zu ökonomischen Herausforderungen im Heute – mit dem Ziel, gemeinsam Lösungsansätze zu finden. Ansprechen wollen wir insbesondere Mädchen, junge Frauen und Frauen im Erwerbsalter sowie Multiplikator*innen aus Bildung, Sozialarbeit und Kulturvermittlung“, so Projektleiterin Daniela Krismayer.
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Im Volkskundemuseum am Paulustor zeigen historische Objekte und Lebensgeschichten, wie ungleich Frauenarbeit über Jahrhunderte bewertet wurde. Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek
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Drei Module in unterschiedlichen Häusern des Universalmuseums Joanneum
Umgesetzt wird das Projekt von Daniela Krismayer (im Volkskundemuseum am Paulustor), Ellen Hoppenbrouwers (im Münzkabinett in Schloss Eggenberg) und Birgit Kniebeiß (im FliP im CoSA) gemeinsam mit dem Fachbereich Inklusion und Outreach. Drei Module mit unterschiedlichem Fokus – von Arbeitswelt über Geldgeschichte bis Finanzbildung im Alltag – nähern sich dem Thema aus jeweils eigener Perspektive.
Modul 1 – Frauen in Berufsleben und Arbeitswelt im Volkskundemuseum am Paulustor Im Volkskundemuseum steht das Thema „Frauenarbeit“ im Fokus. Anhand historischer Biografien von Frauen und ihren Berufen fragt der Workshop: Gibt es heute noch „typische“ Frauenberufe? Warum wird Hausarbeit weniger wertgeschätzt als Erwerbsarbeit? Und warum ist Care-Arbeit nach wie vor so ungleich verteilt? Ausgehend von den historischen Beispielen werden die eigene Berufswahl und aktuelle Einkommensunterschiede in den Blick genommen.
Modul 2 – Frauen auf Gold und Silber im Münzkabinett Das Münzkabinett thematisiert Frauen in der Geschichte des Geldes. Im dialogischen Format geht es um die Entstehung des Geldes und die Biografien der dargestellten Frauen: Standen ihre Münzporträts für Macht, für Legitimation, oder waren sie bloße Ausnahme? Von dort schlägt der Workshop den Bogen zu Gender Pay Gap, Gender Pension Gap und Gender Investment Gap in der Gegenwart und macht sichtbar, wie sich historische Ausschlüsse bis heute finanziell auswirken.
Modul 3 – Frauen für Finanzbildung und Selbstermächtigung im FLiP im CoSA Das Modul im Financial Life Park (FLiP) im CoSA verbindet niederschwellige Finanzbildung mit Austausch und Empowerment. In interaktiven Formaten geht es um Geld im Alltag, Berufswahl, Einkommen, finanzielle Unabhängigkeit und Konsum. Praxisnahe Fragen wie „Wie setzt sich ein Haushaltsbudget zusammen?“, „Warum ist ein eigenes Konto wichtig?“ oder „Wie erkenne ich Schuldenfallen?“ schaffen einen unkomplizierten Einstieg. Ziel ist es, Berührungsängste beim Thema Geld abzubauen und Teilnehmerinnen zu ermutigen, selbstbewusst über finanzielle Fragen zu sprechen und Entscheidungen zu treffen.
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Drei Module an drei Standorten mit dem Ziel, finanzielle Kompetenz und Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen zu stärken. Foto: Münzkabinett, Universalmuseum Joanneum/N. Lackner
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Veranstatlungshinweis Am Donnerstag, 16. Juli, von 16 bis 19 Uhr, findet für alle Interessierten die Auftaktveranstaltung zum Projekt im Heimatsaal des Volkskundemuseums am Paulustor statt. Dabei stellt das Projektteam die drei Workshopmodule vor, ergänzt durch weitere Beiträge zu Gender und Gleichstellung. Anschließend bleibt Zeit für Networking mit zukünftigen Kooperationspartner*innen, bevor Gloria Ramic – heuer für den Grazer Frauenpreis nominiert – den Abend musikalisch ausklingen lässt.
Mehr Informationen
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GELD.MACHT.FRAUEN
Auftakt- und Informationsveranstaltung: Do, 16.07.2026, 16 – 19 Uhr im Heimatsaal des Volkskundemuseums am Paulustor
Buchungsanfragen mit Terminvorschlägen an lea@museum-joanneum.at oder telefonisch unter 0699 133 95 251. Die Module (je 1,5 Stunden) sind einzeln oder kombiniert für Gruppen von 10 bis 25 Personen buchbar, vor Ort im Museum oder als Outreach-Format.
Für Individualbesucher*innen werden ab August Fixführungen zu den jeweiligen Themen in den drei Häusern angeboten.
Alle Angebote sind kostenfrei.
Mehr zum Projekt erfahren Sie hier: GELD.MACHT.FRAUEN
Bildmaterial zum Donwload finden Sie hier: BILDMATERIAL
LEA – Let’s empower Austria: Dieses Projekt wird durch den Österreichischen Fonds zur Stärkung und Förderung von Frauen und Mädchen finanziert
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Wir freuen uns auf Ihre Berichterstattung und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung!
Mit herzlichen Grüßen
Daniela Teuschler +43/664/8017 9214, daniela.teuschler@museum-joanneum.at
Stephanie Liebmann +43/664/8017-9213, stephanie.liebmann@museum-joanneum.at
Eva Sappl +43/699/1780-9002, eva.sappl@museum-joanneum.at
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