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Die Internationalen Brigaden Die Verteidigung der Spanischen Republik führte zu großer internationaler Solidarität: Tausende Freiwillige aus aller Welt kamen, um zu kämpfen. Daraus entstanden die Internationalen Brigaden, die ab 1936 an fast allen wichtigen Fronten eingesetzt wurden. Insgesamt beteiligten sich rund 35.000 Menschen aus 53 Ländern, von denen mehr als ein Viertel ihr Leben verloren. Auch die Beteiligung von Österreicher*innen war groß. In den Internationalen Brigaden waren rund 1.400 österreichische Freiwillige – darunter 34 Frauen – im Einsatz, im Verhältnis zur Einwohner*innenzahl waren sie die am stärksten vertretene Nation. Nach dem Spanischen Bürgerkrieg kamen viele österreichische Freiwillige, die nach dem „Anschluss“ 1938 entweder staatenlos oder Angehörige des „Dritten Reichs“ waren, in französische Lager. Sich in Sicherheit wähnend, kehrten einige in die Heimat zurück, um dort im Widerstand tätig zu werden. Beinahe alle wurden schließlich in Konzentrationslager, vor allem nach Dachau gebracht, aufgrund des Zusammenhalts konnten die meisten von ihnen überleben. Andere schlossen sich den alliierten Truppen an oder kämpften in Partisaneneinheiten.
Umfangreiche Materialsammlung über die Österreicher*innen im Bürgerkrieg Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kehrten die meisten Freiwilligen nach Österreich zurück und kamen bald bei regionalen und nationalen Treffen zusammen. 1965 wurde die „Vereinigung österreichischer Freiwilliger in der Spanischen Republik 1936–1939 und der Freunde des demokratischen Spanien“ gegründet, die im Jahr darauf das erste Buch über die Österreicher in den Internationalen Brigaden herausbrachte: Spaniens Himmel… von Max Stern. Der Vereinigung ist es zu verdanken, dass viel Material über die Österreicher*innen im Bürgerkrieg gesammelt wurde und zur weiteren Verwendung erhalten geblieben ist.
1983 begann der ehemalige Spanienkämpfer Hans Landauer im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) dieses Material zu systematisieren und legte das Spanienarchiv mit den Biografien von 1.400 Österreicher*innen an. Das Ergebnis seiner Recherchen ist neben dem Archiv selbst das 2003 gemeinsam mit Erich Hackl herausgegebene Lexikon der österreichischen Spanienkämpfer 1936-1939, dem 2008 eine überarbeitete Auflage folgte – eine Pionierleistung im Bereich der weltweiten Forschung zum Spanischen Bürgerkrieg. 2008 übernahm Irene Filip die Leitung des Spanienarchivs, seit 2011 sind die Biografien der österreichischen Freiwilligen auf der Webseite des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands einsehbar.
Die Ausstellung „Camaradas“ ist dem Schicksal der freiwilligen Österreicher*innen gewidmet „Die Ausstellung möchte die Erinnerung an die Männer und Frauen wachhalten, die ihr Leben einsetzten für den Kampf gegen einen Faschismus, der ein halbes Jahr nach dem Ende des Bürgerkriegs den Zweiten Weltkrieg auslöste. Etwas, was in so komplizierten Zeiten wie diesen sicher notwendig ist“, so Georg Pichler, Kurator der Ausstellung.
Die Ausstellung zeigt auf 76 Tafeln historische Fotos, großteils aus dem Spanienarchiv, die den Weg österreichischer Freiwilliger im Spanischen Bürgerkrieg nachzeichnen – von der Ausreise über den Einsatz bis zu Verfolgung, Widerstand und Rückkehr. Publikationen, Faltblätter und Hintergrundtexte erklären den Bürgerkrieg und die Rolle der österreichischen Freiwilligen und zeichnen und ihren Kampf gegen den Faschismus nach. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm begleitet, den Anfang macht die Buchpräsentation des rasenden Reporters Egon Erwin Kisch am Samstag, 20. April. Beeindruckt vom Widerstandskampf der Spanischen Republik, blieb Kisch im Land, um über das Leben im Bürgerkrieg und die Menschen in den Internationalen Brigaden zu berichten.
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Camaradas Österreichische Freiwillige im Spanischen Bürgerkrieg 1936–1939 Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz, Foyer Eröffnung: 16.04.2026, 19 Uhr Laufzeit: 17.04.–12.07.2026 Kuratiert von Georg Pichler und Heimo Halbrainer www.museumfürgeschichte.at
Veranstaltungshinweis: 18.04.2026, 11 Uhr Egon Erwin Kisch Der Rasende Reporter im Spanischen Bürgerkrieg Buchvorstellung und Lesung mit Georg Pichler (Kurator der Ausstellung, Universidad de Alcalá, Madrid) und Joachim Gatterer (Universität Innsbruck) Teilnahme kostenlos
Eine Ausstellung von CLIO in Kooperation mit dem Museum für Geschichte
BILDMATERIAL zum DOWNLOAD finden Sie unter folgendem Link: CAMARADAS
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Mit herzlichen Grüßen
Daniela Teuschler +43/664/8017-9214, daniela.teuschler@museum-joanneum.at
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