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Mit „Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau!“ zeigt das Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden erstmals eine Sonderausstellung des österreichischen Künstlers Wolfgang Hollegha in Deutschland

 

Graz/Wiesbaden, 16.03.2026

 

Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau! im Museum Reinhard Ernst (mre) in Wiesbaden reiste eine steirische Delegation rund um Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl und die beiden Direktoren des Universalmuseums Joanneum Marko Mele und Josef Schrammel nach Deutschland. Die erste große Deutschlandpremiere des Ausnahmekünstlers knüpft an die erfolgreiche Hollegha-Ausstellung der Neuen Galerie Graz an und führt das Werk des bedeutenden österreichischen Malers in einem internationalen Kontext weiter.

mre-Direktor Oliver Kornhoff, Kurator der Neuen Galerie Graz Günther Holler-Schuster, kaufmännischer Geschäftsführer des Universalmuseums Joanneum Josef Schrammel, mre-Kuratorin Lea Schäfer, Daniel Hollegha, Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Universalmuseums Joanneum Marko Mele feiern gemeinsam die Eröffnung der Ausstellung im Museum Reinhard Ernst, v. l., Foto: Museum Reinhard Ernst/Marc Jacquemin

Die Delegationsreise nach Wiesbaden findet ihren Ausgangspunkt in der Ausstellung Es gibt allerdings Unaussprechliches. Der Maler Wolfgang Hollegha des österreichischen Malers Wolfgang Hollegha, die vom 4. April bis 2. November 2025 in der Neuen Galerie Graz gezeigt wurde. Die Schau widmete sich dem vielschichtigen Werk eines Künstlers, der die abstrakte Malerei in Österreich entscheidend geprägt hat, und bot einen umfassenden Einblick in Holleghas Auseinandersetzung mit Farbe und Form.

 

Die Ausstellung in Wiesbaden, die am 12. März 2026 in leicht adaptierter Form im Museum Reinhard Ernst eröffnet wurde, knüpft an die Präsentation der Neuen Galerie Graz an. Gezeigt werden vorwiegend Werke aus dem Familienbesitz Holleghas. Dass diese Kooperation zustande kam, ist der Leidenschaft des Sammlers Reinhard Ernst zu verdanken: Er wurde auf Hollegha und somit auf die Ausstellung in der Neuen Galerie Graz aufmerksam und äußerte den Wunsch, die Ausstellung auch in Wiesbaden zu präsentieren.

Das Museum Reinhard Ernst zeigt vorwiegend Kunstwerke aus der Sammlung seines Gründers. Seit mehr als 40 Jahren baut Ernst eine profilierte Sammlung abstrakter Kunst auf. Auf zahlreichen Reisen durch Europa, Asien und die USA entwickelte sich sein besonderes Interesse für den amerikanischen abstrakten Expressionismus. Die Sammlung umfasst unter anderem Werke der „New York School“, deren Vertreter*innen entscheidende Impulse für die Entwicklung der abstrakten Malerei gaben.

 

Auch Hollegha kam auf Einladung von Clement Greenberg im Jahr 1959 nach New York und fand sich plötzlich in Gesellschaft von Maler*innen wie Morris Louis, Helen Frankenthaler, Kenneth Noland, Jules Olitski oder Barnett Newman. Die Ausstellung im mre ermöglicht somit eine „Wiederbegegnung“ mit Holleghas historischen Weggefährt*innen.

"Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau!" ist die erste große Sonderausstellung in Deutschland, die dem österreichischen Ausnahmekünstler Maler Wolfgang Hollegha gewidmet ist, Foto: Museum Reinhard Ernst/Marc Jacquemin

Die Delegationsreise nach Wiesbaden, initiiert von Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl, stand ganz im Zeichen des kulturellen Austauschs und der internationalen Sichtbarkeit der Steiermark: „Dass diese Ausstellung hier in Wiesbaden stattfindet, ist kein Zufall. Sie ist aus der Kooperation mit der Neuen Galerie Graz entstanden und steht für einen wunderbaren Brückenschlag zwischen unseren Regionen. Hessen und die Steiermark verbindet seit Jahrzehnten eine enge Freundschaft – politisch, wirtschaftlich und wissenschaftlich. Umso mehr freut es mich als Kulturlandesrat, dass nun auch ein kultureller Brückenschlag gelungen ist und sich daraus eine künstlerische Freundschaft zwischen unseren Bundesländern entwickelt“, so der Kulturlandesrat.

 

Die steirische Delegation mit mre-Direktor Oliver Kornhoff (2. v. r.) und Stifter Reinhard Ernst (Mitte) im Museum Reinhard Ernst, das 2024 eröffnet wurde und Ernsts Sammlung abstrakter Kunst zeigt, Foto: Universalmuseum Joanneum

Die Delegationsreise nach Wiesbaden unterstreicht die internationale Vernetzung des Universalmuseums Joanneum und die kulturelle Strahlkraft der Steiermark. Mit der Präsentation im Museum Reinhard Ernst wird Wolfgang Holleghas Werk einem internationalen Publikum zugänglich gemacht und in einen neuen kunsthistorischen Dialog eingebettet.

 

Günther Holler-Schuster, Kurator Neue Galerie Graz: „Für mich ist Wolfgang Hollegha die steirische Größe nach 1945 – gerade weil er in gewisser Weise so wenig ‚österreichisch‘ wirkt. Diese Großformate, diese Freiheit und diese unglaubliche Lockerheit in der Malerei – das war bei Hollegha etwas völlig Neues. Genau das macht sein Werk heute so aktuell. Man kann seine Bilder auch ohne die Zeit sehen – sie könnten ebenso gut von einem jungen Maler stammen. In Wolfgang Hollegha lebte bis zuletzt ein junger Geist.“

Marko Mele und Josef Schrammel, Geschäftsführer Universalmuseum Joanneum: „Die Präsentation der Ausstellung in Wiesbaden knüpft an die erfolgreiche Schau in der Neuen Galerie Graz an und führt die Auseinandersetzung mit dem Werk von Wolfgang Hollegha in einem internationalen Kontext weiter. Hollegha zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der österreichischen Nachkriegskunst und steht zugleich in engem Dialog mit den zentralen Positionen der abstrakten Malerei in den USA. Dass seine Arbeiten nun im Museum Reinhard Ernst gezeigt werden, ermöglicht eine besondere Begegnung mit jenen Künstler*innen, mit denen er bereits historisch verbunden war. Zugleich unterstreicht diese Kooperation die enge kulturelle Vernetzung zwischen österreichischen und deutschen Institutionen.“

 

Begleitet wurde die Delegation vom Aufsichtsratsvorsitzenden des Universalmuseums Joanneum Siegfried Nagl, dem Kuratoriumspräsidenten des Universalmuseums Joanneum Hermann Schützenhöfer sowie von Vertreter*innen des Universalmuseums Joanneum und der Medien. Ein besonderes Highlight war die kulinarische Begleitung durch Johann Lafer, der die Steiermark auch als Genussregion präsentierte. Zudem unterstützte Unternehmer Hans Roth die Ausstellung mit einer Bildpatenschaft.

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Bildmaterial zur Ausstellungseröffnung in Wiesbaden, sowie historisches Bildmaterial finden Sie HIER

 

Presseinformationen zur Ausstellung Es gibt allerdings Unaussprechliches. Der Maler Wolfgang Hollegha in der Neuen Galerie Graz aus dem Jahr 2025 finden Sie HIER.

 

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Ich freue mich über Ihre Berichterstattung und stehe für Rückfragen gern zur Verfügung!

 

Mit herzlichen Grüßen

 

Daniela Teuschler
+43/664/8017-9214, daniela.teuschler@museum-joanneum.at