Hörstationen

Die Hörstationen in der Dauerausstellung stellen ganz gewöhnliche Dinge des Alltagslebens früherer Zeiten vor. In den Texten werden verschiedene Auswirkungen beleuchtet, die der Gebrauch dieser Dinge um die Wende zum 20. Jahrhundert auf ihre Benutzer/innen hatte und das Zusammenleben zu dieser Zeit prägte.

Gesprochen wird stets aus der Sicht einer Ich-Erzählerin, die es so nie gegeben hat. Vielmehr fließen hier die Erfahrungen aus wissenschaftlich erhobenen oder literarisch festgehaltenen Erinnerungen zusammen.

Anhand der vorgestellten Objekte berichtet die Erzählerin in 10 Episoden von den Erfahrungen, Emotionen und dem sozialen Auftreten einer Gesellschaftsschicht. Bewusst wird mit dieser imaginären Biografie der Blick vom Bauernstand weg auf die überwiegende Menge der besitzlosen Landbevölkerung gelenkt.

Die Hörstationen in der Dauerausstellung im Überblick

Von den Hierarchien bei der Mahlzeit


Ordnung muss sein. Die Sterzschüssel kommt auf den Tisch, darüber das Sterzkreuz und darauf die Schüssel mit den Grammeln, oder was es halt dazu geben hat. In der Schüssel hat jeder in seinem Eck bleiben müssen.  mehr...

Von der Mobilität und dem, was man Heimat nennen könnte


Die Kinder von den armen Leuten waren meistens nicht lange bei den Eltern. Wenn die an Schippl von sechs, sieben Kindern gehabt haben, war nicht für alle genug zum Essen da.  mehr...

Von weiblichen Zeiten und den Orten ohne Intimität


Alleine ist man eigentlich nur gewesen, wenn man einen Weg g’habt hat. Und am Häusl. Sonst war eigentlich immer wer um einen herum, oder es hat immer wer hereinkommen können.  mehr...

Von der Länge der Nacht und dem Segen des Petroleums


"Im Winter ist’s um fünfe finster. Früher hat es ja auf dem Land kein Licht auf dem Hof oder Straßenlaternen gegeben. Aber in der Stube, da war’s hell..."  mehr...

Vom Umgang mit Schmutz und Reinlichkeit


Eigentlich weiß ich nimmer, wie wir es geschafft haben, in dem Dreck, der um uns herum war, dass wir so sauber blieben sind. Wenn’s geregnet hat, ist draußen alles voller Lehm g’wesen, es war ja kein Asphalt auf der Straße. Da ist man oft bis zu den Knöcheln versunken.  mehr...

Von den kleinen Freuden und der ausgleichenden Gerechtigkeit


Am Sonntag oder am Abend, wenn keine Arbeit mehr war, haben wir in der Stube gespielt. Irgendein Spiel hat fast a jeder g’habt, Karten oder sogar ein Dominospiel.  mehr...

Vom männlichen und vom weiblichen Tragen


Das war ja früher bei uns so wie heute in Afrika, dass die Frauen das Wasser in zwei Kübeln an einem Joch auf den Schultern tragen haben, und andere Lasten auf dem Kopf. Vor allem die Sennerinnen. Das ist eine Kunst, ein Balance-Akt.  mehr...

Vom Genießen und der Ahnung von der großen weiten Welt


Einmal hat mein Cousin aus der Stadt eine Dose Zigaretten mitgebracht. Aus Ägypten. Mei, die haben gut gerochen! Und ich bin neben meinem Mann gesessen und hab über die Weingärten g’schaut und sinniert, wo das Zeug wohl herkommt.  mehr...

Von der Liebe oder dem, was man dafür halten könnte


Über Liebe ist ja nicht so viel geredet worden. G’sungen schon, aber das waren ja dann die Worte von wem anderen, die man nicht selbst gefunden hat. Normal hat keiner viel von dem geredet, was innerlich in einem vorgeht.  mehr...

Von der Verbindung über weite Entfernung und die Hilflosigkeit der Worte


Irgendwen hat doch fast ein jeder, den er besonders gern hat. Aber das Leben reißt einen ja oft auseinander. Wenn man wo in Dienst war, hat man sich dann nur selten gesehen.  mehr...

Hörstation im Volkskundemuseum, Dauerausstellung
Dauerausstellung

Volkskundemuseum

Dauerausstellung

01.01.2014-31.12.2020 > Volkskundemuseum

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Volkskundemuseum

Paulustorgasse 11-13a
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9900
volkskunde@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
24. März bis 30. Dezember Mi-So, Feiertag 14 - 18 Uhr
03. April 2019 bis 29. Dezember 2019 Mi-So, Feiertag 14 - 18 Uhr


Führungen für Gruppen und Schulklassen

Di-Fr von 24. März bis 30. Dezember 2018 und
Di-Fr von 3. April bis 29. Dezember 2019
auch außerhalb der Öffnungszeiten nach Voranmeldung

 

22. April 2019
22. April 2019
10. Juni 2019
10. bis 10. Juni 2019 10-17 Uhr
10. Juni 2019

24. bis 25. Dezember
24. bis 25. Dezember 2019