Tierkreis

Die großen Ölgemälde an den Wänden des Saales zeigen in Ergänzung des himmlischen Programms die 12 Tierkreiszeichen, die gleichzeitig für die 12 Monate des Jahres stehen. Erzählt werden ihre  mythischen Entstehungsgeschichten, wie sie bereits in Ovids Metamorphosen geschildert wurden.

Jungfrau und Waage

Der Maler schildert die Schrecken des Ehernen Zeitalters. Auf einem von Drachen gezogenen Wagen fährt die Kriegsfurie Bellona über die Erde. In ihrem furchterregenden Gefolge befinden sich alle Laster des Krieges: Zwietracht, Betrug, Verrat und Hochmut vertreiben zusammen mit einem brutalen Krieger alles Gute von der Welt. Fruchtbarkeit und Friede werden von den Klauen der Drachen zerfleischt, Glaube und Hoffnung kauern Schutz suchend in der äußersten Ecke des Gemäldes. Zuletzt verlässt auch die Gerechtigkeit die Welt. Sie wird als Sternbild von Jungfrau und Waage am Himmel erscheinen.

Stier

Zeus verliebt sich in die schöne Königstochter Europa. Um ihr Vertrauen zu gewinnen und sich ihr nähern zu können, verwandelt er sich in einen weißen Stier. Er lässt sich streicheln und mit Blumen bekränzen. Europa fasst Vertrauen und setzt sich auf seinen Rücken. Da entführt sie Zeus übers Meer auf einen neuen Kontinent, der ihren Namen tragen wird. Erst dort gibt er sich als Gott zu erkennen. Der Mythos macht aus der Verkleidung später einen Gehilfen des Gottes, der zum Dank als Sternbild des Stiers an den Himmel versetzt wird. Weissenkircher zeigt in diesem Gemälde die Entführung Europas und deren trauernde Eltern im Vordergrund.

Fische

Vom Riesen Typhon verfolgt, müssen Venus und Amor über den Euphrat fliehen. Dem Mythos zufolge werden sie in Fische verwandelt und können sich dergestalt in Sicherheit bringen. In Weissenkirchers Darstellung jedoch werden die Fische zu Transportmitteln, denen die Göttin und ihr Sohn am sicheren Ufer gerade entsteigen. Als Dank für die Rettung werden die Fische zu Sternbildern.

 

 

Skorpion

Der riesige Jäger Orion hat eine Nymphe der Jagdgöttin verletzt. Auf Rache sinnend schickt ihm Diana einen giftigen Skorpion, der ihn töten soll. Zwar kann der Stachel ihn tödlich verletzen,  jedoch stirbt auch der Skorpion unter einem Fußtritt Orions. Beide finden als Gestirne Platz am Himmel, wo ihre Jagd in Ewigkeit fortdauert.

Schloss Eggenberg

Eggenberger Allee 90
8020 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9532
F +43-316/8017-9555
eggenberg@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten


Prunkräume:
1. April bis 31. Oktober 2017
nur im Rahmen einer Führung zugänglich

 
Führungen: Di-So, Feiertag um 10, 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr (ausnahmsweise Abweichungen möglich) sowie zusätzlich nach Voranmeldung

Schlosspark und Gärten:
November-März: täglich 8-17 Uhr
April-Oktober: täglich 8-19 Uhr