Geschichte des Rosegger-Museums Krieglach

Im Mai 1877 erwarb Peter Rosegger durch den Ertrag seiner ersten Bücher einen Acker in Krieglach mit einem Areal von fast einem Joch. Darauf ließ er sich noch im selben Jahr anhand einer von ihm gefertigten Skizze ein Landhaus erbauen. Noch vor dem ersten Spatenstich begann er mit der Bepflanzung des Grundstückes. Schließlich waren es 60 Bäumchen, die sein neues Heim umgaben. Heute spenden noch drei wunderschöne, von ihm gesetzte Linden herrlichen Schatten.

Sein Haus sollte sieben Wohn- und weitere Nebenräume umfassen. Bereits im September 1877 bezog er das erste fertige, aber noch feuchte Zimmer des Hauses und begann darin zu arbeiten. Das Ergebnis war eine besorgniserregende Verschlechterung seines gesundheitlichen Zustandes.

In Krieglach verbrachte er alljährlich von Mai bis Oktober nach „sechs Monate(n) Erdenleben in der Stadt ... sechs Monate Paradies auf dem Lande“. Als die Familie immer größer wurde, ließ Peter Rosegger das Haus erweitern und 1896 sogar ein Holzhäuschen, das sogenannte „Almhaus“ – heute „Studierhäusl“ – im Garten errichtet. Er versprach sich von diesem ganz aus Holz erbauten Haus eine Linderung seines Asthmaleidens, benützte es als Rückzugsort und als Gästehäuschen.

Am 26. Juni 1918 verstarb der Dichter in Krieglach. Seine Witwe Anna bemühte sich um die Sichtung des Nachlasses und verschloss Roseggers Arbeits- und Sterbezimmer, um diese für die Nachwelt zu erhalten. Anna Rosegger lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 1932 in Krieglach. 1943 erwarb das Land Steiermark anlässlich des 100. Geburtstages des Dichters das Haus und machte es 1948 als Gedenkstätte der Öffentlichkeit zugänglich.

1963 verkauften die Erben Roseggers auch das „Almhaus“ beim Landhaus. Es wurde dem Roseggerbund überlassen, der darin von 1968 bis 2013 ein Heimatmuseum betrieb.

Rosegger-Museum, Krieglach

Roseggerstraße 44
8670 Krieglach, Österreich
T +43-3855/2375
info-rosegger@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
01. April bis 31. Oktober Di-Sa, Feiertag 10 - 16 Uhr