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Kunst Handwerk

14.11.2019-16.02.2020


Kuratiert von: Barbara Steiner

Presseführung: 13.11.2019, 11 Uhr
Eröffnung: 14.11.2019, 19 Uhr
Laufzeit: 15.11.2019–16.02.2020

 

Info Ausstellung: +43-316/8017-9200
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Zur Ausstellung

In den letzten Jahren ist das Interesse zeitgenössischer Künstler/innen am Material, an (kunst-)handwerklichen Verfahren, am Experimentieren mit Material und Techniken auffällig gewachsen. Dabei entstehen Arbeiten, die sich auf kunsthandwerkliche, volkstümliche, künstlerische Traditionen sowie zeitgenössische und technologische Diskurse gleichermaßen beziehen. Der Umgang dieser Künstler/innen mit vormodernem, tradiertem bzw. lokalem Wissen, mit diversen Materialien und Verfahren ist nicht abschottend, sondern öffnend – hin zu anderen Kulturen, zur modernen und zeitgenössischen Kunst, zu aktuellen Diskursen und zu digitalen Entwicklungen.

 

Kultur wird als Fluss von vielfältigen synchron und diachron gespeisten und miteinander verknüpften Einflüssen und Elementen verstanden, als ein Prozess, in dem sich lokale Formen des Wissens und globaler Wissenstransfer verschränken. Die Bedeutung und Wertschätzung des Handwerks als ein wesentlicher Bestandteil materieller Kultur und kultureller Identität und vor allem das Gemeinschaft stiftende Potenzial von kunsthandwerklichen Traditionen wird mit sozialen und ökonomischen Verhältnissen in einer globalisierten Welt zusammengedacht. Mit diesem Ansatz fordern Künstler/innen auch – quasi als Nebeneffekt – gegenwärtige politische Instrumentalisierungen von Heimat, Volk, Volkskunst und Tradition heraus. Die Arbeiten zeigen, wie sehr sich lokale Identifikationen und globale Entwicklungen längst ineinander geschoben haben. Sie fragen aber darüber hinaus – ohne Verklärung –, wie sich unter den gegenwärtigen ökonomischen Verhältnissen noch ein „handwerkliches“ Verhältnis der Arbeitenden zu den Gegenständen ihrer Arbeit denken und umsetzen lässt. Dieser Ansatz setzt sich nicht nur über kulturelle Grenzen hinweg, sondern verbindet auch analoge und digitale Welten. Es scheint sogar so zu sein – so die These –, dass der globalisierte Blick für handwerkliche Spezifika und den potenziellen Verlust an altem und lokalem Wissen sensibilisiert.

 

Mit Werken von Azra Akšamija, Plamen Dejanoff, Olaf Holzapfel, Jorge Pardo, Slavs and Tatars, Haegue Yang, Johannes Schweiger.

Bildmaterial

Die honorarfreie Veröffentlichung ist nur in Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstellung gestattet. Wir ersuchen Sie, die Fotografien vollständig und nicht in Ausschnitten wiederzugeben. Bitte betiteln Sie die Fotografien nach den beigestellten Angaben.

Werke der Ausstellung zum Download finden Sie hier Expand Box

Abbildungen


Haegue Yang, "Triple Vita Nestings", Institute of Modern Art, Brisbane, Australien, 2018,
Haegue Yang, "Triple Vita Nestings", Institute of Modern Art, Brisbane, Australien, 2018,

Foto: Carl Warner


Haegue-Yang-Triple-Vita-Nestings.jpg (0.85 MB)

Plamen Dejanoff, "Foundation Requirements", Ausstellungsansicht, 2014, Ursula Blicke Foundation, Kraichtal,
Plamen Dejanoff, "Foundation Requirements", Ausstellungsansicht, 2014, Ursula Blicke Foundation, Kraichtal,

Courtesy des Künstlers, Galerie Emanuel Layr Wien / Rom, Ursula Blicke Foundation, Kraichtal


Plamen-Dejanoff.jpg (0.58 MB)

Pressekontakt

 

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