Alfred Hrdlicka / Fritz Martinz

05.10.2018-17.02.2019


Kuratiert von: Angelika Katzlberger und Günther Holler-Schuster

Presseführung: 03.10.2018, 11 Uhr
Eröffnung: 04.10.2018, 19 Uhr
Laufzeit: 05.10.2018–17.02.2019

 

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Zur Ausstellung

Durch die Schenkung Suschnigg ist ein großes Konvolut an Werken von Alfred Hrdlicka in die Sammlung der Neuen Galerie Graz gekommen – Skulpturen ebenso wie grafische Arbeiten. Hrdlickas Werk, das einem expressiven Realismus zuzurechnen ist, geht von der Kreatürlichkeit aus, vom Existenzialismus und von einem starken sozialen Gefühl. Hrdlicka selbst hat seine Arbeit nahe am Sozialistischen Realismus gesehen. Er gehörte neben Georg Eisler und Fritz Martinz zu den Realisten der Nachkriegszeit, die gesellschaftliche Dynamiken und Utopien mit dem Trauma des gerade zu Ende gegangenen Krieges verbanden. Fritz Martinz (1924, Bruck a. d. Mur – 2002, Wien) war mit Hrdlicka befreundet. Sie bilden auch den Kern einer realistischen Kunst in Österreich, die stark vom Antifaschismus und Erlebnis des Krieges ausgeht. Körperliche Gewalt findet sich in beiden Œuvres explizit und grundsätzlich. Martinz ist, vereinfacht ausgedrückt, in der Malerei das Äquivalent zu Hrdlicka. Er ist in der Steiermark nahezu unbekannt, was es auch reizvoll macht, sein Werk in der Neuen Galerie Graz zu zeigen – noch dazu, wenn man über ein so umfangreiches Konvolut an Arbeiten von Alfred Hrdlicka verfügt. Auch im Kontext des Beginns der NS-Herrschaft in Österreich vor 80 Jahren kann diese Schau im Jahr 2018 als Gedenkausstellung gesehen werden.

Bildmaterial

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Abbildungen


Alfred Hrdlicka, "Orpheus II", 1963,
Alfred Hrdlicka, "Orpheus II", 1963,

Bronze, Neue Galerie Graz, Foto: Universalmuseum Joanneum


Hrdlicka Orpheus II.JPG (1.78 MB)

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