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41 Tage

Kriegsende 1945 – Verdichtung der Gewalt

13.10.-11.11.2015


Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (IKT Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte), der Karl-Franzens-Universität Graz (Institut für Geschichte), des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport (BM:LVS) und des Universalmuseums Joanneum.

 

Presseführung: 13.10.2015, 10:30 Uhr

Eröffnung: 13.10.2015, 19 Uhr

Laufzeit: 14.10.-11.11.2015

 

Info Ausstellung: +43-664/152 45 03
Info Presse: +43-316/8017-9213 und DW -9211
presse@museum-joanneum.at


 

Zur Ausstellung

 

Am 29. März 1945 betritt die Rote Armee erstmals im Raum Klostermarienberg im Burgenland österreichischen Boden. Damit beginnt vor 70 Jahren die Befreiung Österreichs vom nationalsozialistischen Terrorregime. Bombenkrieg, Plünderungen und Vergewaltigungen durch die Rote Armee sind im kollektiven Gedächtnis die zentralen Bilder zum Kriegsende. Diese Zeit hat aber auch eine verschwiegene Seite: In Österreich fallen in diesen 41 Tagen vom 29. März bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945 noch rund 30.000 Menschen dem NS-Terror zum Opfer.

 

An zwei Schauplätzen im Joanneumsviertel zeigt die Ausstellung zum Kriegsende 1945 in Österreich und in der Steiermark die Verdichtung von Gewalt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges. Im Joanneumsviertel veranschaulichen zwölf ausgewählte Orte – fotografiert von Stefan Oláh – auf zwölf Litfaßsäulen Gewaltverbrechen des NS-Regimes, das bis zur letzten Minute versucht, sein Terrorsystem aufrechtzuerhalten und durch die Verbreitung von Angst und Schrecken letzte Loyalitäten zu erzwingen.

 

Die Ausstellung Kriegsende 1945 in Graz und in der Steiermark im Joanneumsviertel des Universalmuseums Joanneum thematisiert die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes in der Endphase des Zweiten Weltkriegs. Auf das Vordringen der Roten Armee reagiert die steirische Gauleitung mit gesteigerter Gewalt und einer Politik der „verbrannten Erde“. Während es im Osten des Landes zu schweren Kämpfen kommt, geht der Terror des untergehenden NS-Regimes in weiten Teilen des Landes weiter. Bis zum letzten Moment werden Jüdinnen und Juden, Regime-Gegner/innen, abgeschossene westalliierte Flieger und kriegsmüde Soldaten als „Deserteure“ gejagt und ermordet. 41 Momentaufnahmen zeigen die Vielfalt und Ambivalenz der individuellen Erfahrungen und Wahrnehmungen in der Phase des Kriegsendes. Erinnerungen von 41 historischen Persönlichkeiten und Zeitzeug/inn/en aus ganz Österreich und der Steiermark vermitteln ein vielstimmiges Zeitbild des Kriegsendes 1945.

 

Bildmaterial

 

Die honorarfreie Veröffentlichung ist nur in Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstellung gestattet. Wir ersuchen Sie, die Fotografien vollständig und nicht in Ausschnitten wiederzugeben. Bitte betiteln Sie die Fotografien nach den beigestellten Angaben.

Pressekontakt

 

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