Vogelkäfig

Dieser hauptsächlich aus Holz gebaute Vogelkäfig mit drehbaren Futtertrögen und einem Eingangstürchen steht als Beispiel für Vogelfängerei. Im abendländischen Kulturkreis werden seit der Antike in allen sozialen Schichten Sing-, Sprech- und Schmuckvögel in Käfigen gehalten. Das Bürgertum erfreute sich am Gesang, für den Adel war Vogelfang Freizeitvergnügen. Schwächeren sozialen Schichten vergangener Jahrhunderte dienten sie als kostenlose Nahrungs- und Erwerbsquelle, so wurde Vogelfang als „Jagd des kleinen Mannes“ bezeichnet.

 

Im oberösterreichischen Salzkammergut ist der Vogelfang Teil des österreichischen immateriellen Kulturerbes. In sogenannten Netzkloben werden heute Kreuzschnäbel, Gimpel, Zeisige sowie Stieglitze schonend gefangen, am 25. November ausgestellt, prämiert und im Frühling wieder freigelassen. Vogelfang ist eine Kombination von Glück, Können, Zufall und Erfahrung. Durch die Auseinandersetzung mit den Tieren entsteht eine sehr emotionale Bindung und dadurch ein sehr liebevoller Umgang mit ihnen. Trotzdem thematisieren Gegner den Tierschutzaspekt, was zu emotional aufgewühlten Diskussionen führt.

 

Inv. Nr. 32105


Patenschaft für, € übernehmen.

Patenschaft zum Warenkorb hinzufügen

Hier können Sie den Vogelkäfig näher betrachten:

Vogelkäfig aus Holz

Bildinformationen

Vogelkäfig aus Holz

Bildinformationen

Vogelkäfig aus Holz

Bildinformationen