Rückentrage

Täglich waren kleinere und größere Lasten zu befördern. Wanderhändler zogen mit Kraxen von Haus zu Haus, Bauern, Knechte, Mägde, aber auch Kinder, transportierten verschiedenste Produkte von einem Ort zum anderen. Je nach Art dieser Lasten, der Länge und des Zustandes der zurückgelegten Wegstrecke oder der Jahreszeit kamen unterschiedliche Methoden und Hilfsmittel zum Einsatz. Am naheliegendsten war es wohl, dass der Mensch das zu befördernde Gut selbst trug. Erfindergeist und handwerkliches Geschick führte zur Entwicklung verschiedenster Tragbehelfe. Die Möglichkeiten reichten von Stricken, Häuten, Tüchern, Netzen, Säcken und einfachen Traghölzern bis zu handwerklich gefertigten Gebinden, Kopf-, Hand- oder Rückentragkörben und Traggestellen.

 

Ein Beispiel aus der Vielfalt dieser Tragbehelfe ist dieses Rückentragegestell aus Holz mit textilen Trageschlaufen. Die Holme sind durch Querstreben verbunden, das Tragbrett durch eine Metallstrebe gestützt und mit einem Stoff belegt. Auch eine Querstrebe ist zur Polsterung mit Stoff umwickelt.

 

Inv. Nr. 902


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