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Österreichisches Freilichtmuseum Stübing > Entdecken > Patenschaft für Museumsobjekte > Emailtafel, Ilsa Suppen
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zierten Emailschilder die Fassaden der Geschäftshäuser. Die Technik des Emaillierens von Edelmetallen war bereits seit der Antike bekannt, doch mit dem Beginn der Industrialisierung zur Mitte des 19. Jahrhunderts gelang es, auch Eisenbleche so zu behandeln, dass die Emailschicht auf dem Trägermaterial haften blieb. Zeitgleich setzte auch jene Entwicklung im Bereich der Konsum- und Luxusartikel ein, die zur Prägung von Markenartikeln wie Persil, Maggi etc. führte. Um die Konsument*innen auf die Waren aufmerksam zu machen, bot sich das Emailschild mit seinen bunten Werbebotschaften optimal an und prägte diesen neuen Zweig der Reklame um 1900. Damalige Marktführer wie Oetker, Henkel oder Maggi erkannten schnell die verkaufssteigernde Wirkung der Emailreklame. Zunächst waren es reine Schriftschilder, die zwei- oder dreifarbig ihre Werbebotschaft ausriefen. Kurz darauf folgten auch Produktabbildungen oder figürliche Darstellungen. Wurden Emailschilder vor dem Ersten Weltkrieg noch aufwendig von Hand hergestellt, so fand die Emailreklame ihren Höhepunkt in den 1920er- und 1930er-Jahren. Der Zweite Weltkrieg brachte diesem Industriezweig ein jähes Ende und die Schilder wurden in den 1950er-Jahren aufgrund der billigeren Produktion von Papierplakaten und des schnelllebigen Konsummarktes aus dem Straßenbild verdrängt. Heutzutage gehören Emailschilder zu begehrten Sammlerobjekten. Was den Deutschen Maggi und den Österreichern Graf, war den Tschechen ILSA – eine Suppenwürze. Dieses Reklameschild stammt aus den 1920er-/30er-Jahren.
Inv. Nr. 4595
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