Hier können Sie den Almschmuck näher betrachten:
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Joanneum
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Farbenfroher Almschmuck wurde beim traditionellen Almabtrieb im Alpenraum verwendet. Dabei handelt es sich um den alljährlichen Viehtrieb von den Sommerweiden auf der Alm zurück ins Tal, der in der Regel zwischen Mitte September und Mitte Oktober stattfindet. Ist der Almsommer ohne Unfälle verlaufen, werden die Rinder feierlich geschmückt, als ein Ausdruck von Dankbarkeit und Freude. Besonders auffällig ist die sogenannte „Kranzkuh“, die die Herde anführt. Ihr Kopfschmuck besteht oft aus einer Krone mit Kreuz, Spiegeln und bunten Bändern. All diese Elemente sollen nicht nur schmücken, sondern auch symbolischen Schutz bieten, etwa durch das Abwehren böser Geister. Almabtriebe mit dieser traditionsreichen Ausschmückung finden heute noch vielerorts statt, besonders im Salzkammergut, im Pyhrnpassgebiet und im Ausseerland.
Der hier gezeigte Schmuck, ein etwa 90 x 20 cm großes, bunt verziertes Band mit zahlreichen Kunstblumen und vier Spiegeln, wurde der Kuh um den Hals gelegt. Längere Bänder dieser Art wurden ihr auch um den Leib geschnallt. Gemeinsam mit dem Kopfschmuck, mit Glocken, Kränzen aus Tannenreisig, Bändern und Papierblumen bildet er einen wichtigen Teil des traditionellen Festtagskleids der Tiere.
Inv. Nr. 3124
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