Universalmuseum Joanneum GmbH

Traditionelles Brauchtumsgebäck wiederentdecken

 

Die Besucher/innen des Österreichischen Freilichtmuseums Stübing werden am 27. Oktober in die hohe Kunst des Zopfflechtens – ob 4er-, 6er- oder 8er-Zopf – eingeweiht und erfahren Tipps und Tricks rund um den perfekten Allerheiligenstriezel. Märchen für Groß und Klein lassen die Wartezeit auf den frisch gebackenen Striezel wie im Flug vergehen. Mhmm …  wie herrlich es schon duftet!


Foto: Österreichisches Freilichtmuseum Stübing

Der Allerheiligenstriezel zählt zu den bekanntesten Brauchtumsgebäcken Österreichs. Am 27. Oktober haben die Besucher/innen des Österreichischen Freilichtmuseums Stübing die Möglichkeit, unserer Bäuerin beim Striezelbacken im historischen Ofen über die Schulter zu blicken oder gleich selbst Hand anzulegen.
Bevor man sein Können am Teig ausprobiert, wird zuerst das Flechten des Striezels mit Stoffbahnen geübt. Sobald die Flechttechnik perfektioniert wurde, geht es an das kunstvolle Flechten des Striezels. Ob 4er-, 6er- oder gar ein 8er-Zopf – alles ist möglich!
Märchen für Groß und Klein sorgen dafür, dass die Minuten, bis der fertig gebackene Allerheiligenstriezel aus dem Holzofen kommt, wie im Flug vergehen. Mhmm … einfach herrlich, so ein frisch gebackener Striezel!

 

Woher kommt der Brauch des Allerheiligenstriezels?
Früher wurde zu Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November) der Allerheiligenstriezel als Armenbrot übergeben. Der Allerheiligenstriezel wurde stellvertretend für die Verstorbenen an Kinder und Arme verteilt, die dafür im Gegenzug für die Toten beteten. Der Allerheiligenstriezel sollte an die Verbindung zwischen Leben und Tod, Heiligen und Nichtheiligen sowie Anfang und Ende erinnern.

Allerheiligen war früher in vielen Regionen der „Godntag“, an dem die Patentante oder der Patenonkel zu Besuch kam und dem Patenkind als Geschenk einen Allerheiligenstriezel mitbrachte. Vielfach wurde in das Gebäck auch eine Silbermünze eingebacken. In manchen Teilen Österreichs ist es auch heute noch Brauch, dass der Taufpate bis zur Firmung zu Allerheiligen eine „Godensach“ (Patengeschenk) bringt.

 

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Allerheiligenstriezel backen. Traditionelles Brauchtum rund um Allerheiligen
Sonntag, 27. Oktober 2019, 9–14 Uhr

Österreichisches Freilichtmuseum Stübing, 8114 Stübing

 

www.freilichtmuseum.at

 

Bildmaterial finden Sie auf unserem Pressedownload unter: Stübing

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Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung, Ihren Besuch und stehen für Rückfragen sehr gerne zur Verfügung.

 

Herzliche Grüße

Yvonne Jando
+43/3124/53700, yvonne.jando@museum-joanneum.at

Anna Fras
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