Universalmuseum Joanneum GmbH

Sport und Kunst sind kein Widerspruch: Wir laden zum Fitnessparcours von Aldo Giannotti

 

The Museum as a Gym. Fitnessparcours im Kunsthaus Graz

Eröffnung: 12. Juni 2016, 11 Uhr

Laufzeit: 12.06.-21.08.2016

Treffpunkt: Foyer, Kunsthaus Graz

In Sportbekleidung sind Teilnahme und Eintritt frei!

Fitnessparcours mit Aldo Giannotti und Body- und Vitaltrainer Jan Urbanek

 

Weitere Informationen zum Projekt sowie Bildmaterial finden Sie unter: The Museum as a Gym

Das Projekt The Museum as a Gym ist eines von zwei Siegerprojekten des Wettbewerbs für das Offene Haus. Dazu wurden acht nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler eingeladen, das Kunsthaus Graz zu „infiltrieren“, um Grenzen und Barrieren aufzubrechen. Der italienische Künstler Aldo Giannotti, der in Wien lebt und arbeitet, wirft mit seinem Projekt einen augenzwinkernden Blick auf das Kunsthaus Graz. Er befragt die Kunstinstitution auf ihre Fitnesstauglichkeit und lädt die Besucherinnen und Besucher ein, sich in ihr nicht nur – wie gewohnt – geistig, sondern auch körperlich zu betätigen. Zur Eröffnung findet einmalig ein Fitnessparcours mit dem Künstler und dem Body- und Vitaltrainer Jan Urbanek statt. Danach kann das Publikum bis 21. August mithilfe von Giannottis Handlungsanweisungen das Kunsthaus als „Fitnessstudio“ erleben.

Aldo Giannotti, The Museums as a Gym, "Museums Attendands",

Courtesy des Künstlers und projektraum viktor bucher

Interaktion mit dem Raum

Durch den offenen Charakter des Kunsthauses und des dynamischen Projekts The Museum as a Gym entsteht eine körperliche Begegnung zwischen Besucherinnen und Besuchern und dem Gebäude., . Einer der Architekten des Kunsthauses Graz, Peter Cook, meinte, dass ein Gebäude genauso wie eine Person umso interessanter wird, je tiefer wir darin eintauchen und je besser wir es kennenlernen. Diese Idee greift Giannotti auf und lädt das Publikum dazu ein, sich auf den Raum einzulassen und diesen durch eine körperliche Erfahrung zu erobern.

 

Mensch und Gebäude

Wie ein roter Faden zieht sich das Thema der Beziehung von Menschen zu ihrer Umgebung durch das Werk von Aldo Giannotti. In diesem Fall untersucht er die Struktur und Funktionsweise des Kunsthauses als sozialen Raum. Sowohl im Fitnessstudio als auch im Ausstellungsraum herrschen Regeln vor, die jedoch sehr unterschiedlich sind. Mit Leichtigkeit und Ironie spielt er auf gemeinsame Marketingstrategien an – wie etwa die Stammpublikums- und Mitgliedschaftswerbung –, die beide Institutionen verbinden.

Auf einer weiteren Ebene wird das Kunsthaus einem Stresstest unterzogen und auf seine funktionale Belastbarkeit sowie soziale Elastizität geprüft. Die Infrastruktur des Kunsthauses – dessen symbolische Muskulatur – erschließen sich die Besucher/innen durch aktive Erkundung und persönlichen Einsatz.

Bei dieser körperlichen Vermessung der Institution öffnen sich dem Publikum Möglichkeiten, die den Museumsbesuch durch überraschende Elemente erweitern. Gleichzeitig regt sie dazu an, die Rolle zu hinterfragen, die ein Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst in der Interaktion unterschiedlicher Sozialkörper spielt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Ihre Teilnahme am Fitnessparcours!

 

Herzliche Grüße

Anna Fras