Universalmuseum Joanneum GmbH

Lichtinstallation im Museum für Geschichte als Geschenk der Künstlerin

 

Die international bekannte österreichische Künstlerin Brigitte Kowanz schenkte ihre Arbeit Die unendliche Falte ist das Charakteristikum des Barock dem Universalmuseum Joanneum. In der Handschrift der Künstlerin verweist die Lichtinstallation auf ein Zitat des Philosophen Gilles Deleuze. Zu sehen ist die Arbeit im barocken Stiegenhaus des Museums für Geschichte im Palais Herberstein in Graz.

Ansicht, Brigitte Kowanz, "Die unendliche Falte ist das Charakteristikum des Barocks", 2017,

Brigitte Kowanz, "Die unendliche Falte ist das Charakteristikum des Barock", 2017, Foto: Gregor Titze

„Die Arbeit Die Unendliche Falte ist das Charakteristikum des Barock (2007/2016) ist im Museum für Geschichte sowohl räumlich als auch inhaltlich sehr gut aufgehoben. Licht ist Information und Medium der Erkenntnis. So soll die Arbeit nicht nur eine Brücke zwischen der Stadt Graz und dem Museum sondern auch zwischen Geschichte und Gegenwart sein. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, aus der temporären Leihgabe eine dauerhafte Schenkung zu machen“, erklärt Brigitte Kowanz im Februar 2019.

 

Kunstwerk als philosophisches Zitat

Die unendliche Falte ist das Charakteristikum des Barock, 2007/2016, ist ein von Brigitte Kowanz handschriftlich in Neon überführtes Zitat aus dem Buch Die Falte von Gilles Deleuze. Bezeichnenderweise faltet sich dieser Satz am Prunk-Stiegenhaus des Museums für Geschichte empor, dem barocken Deckengemälde entgegen. „Das Private der Handschrift wird hier am philosophischen Problem der Trennung von Seele und Körper in unser Bewusstsein geschrieben“, erläutert Elisabeth Fiedler, Leiterin des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark. „Zurückführend auf die leibnizsche These, die die menschliche Seele als Monade, als in sich geschlossene Einheit, sieht, öffnet Deleuze durch den Begriff der Falte Durchlässe zwischen Leib und Seele“, führt sie weiter aus.

 

Arbeiten der Künstlerin

Bereits im Jahr 2017 entwickelte Brigitte Kowanz auf Einladung des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark eine permanente, öffentlich zugängliche Arbeit im Eingangsbereich des Museums für Geschichte. Die für das Projekt Licht 2017 entstandene Installation mit dem Titel M verbindet historische Architektur mit zeitgemäßer Technologie. Die im Museum für Geschichte befindlichen Themenbeschriftungen, etwa „Schaudepot“, sind ebenfalls Arbeiten der Lichtkünstlerin, die sie bereits zur Eröffnung des Museums dem Haus als Schenkung übergeben hatte.

Ansicht, Brigitte Kowanz "M", 2017,

Brigitte Kowanz, "M", 2017, Foto: Gregor Titze

Brigitte Kowanz

Brigitte Kowanz, geboren 1957, ist eine der international bekanntesten österreichischen Künstlerinnen. Seit 1997 ist sie Professorin für Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Im Zentrum ihrer Arbeit steht seit den 1980er-Jahren die Untersuchung von Raum und Licht sowie Sprache und Schrift. Sie wurde unter anderem 2009 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis für Bildende Kunst und 2015 mit dem Niederösterreichischen Kunstpreis ausgezeichnet. Nach internationaler Ausstellungstätigkeit war sie 2017 gemeinsam mit Erwin Wurm Repräsentantin für Österreich auf der Biennale in Venedig.

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Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie auf unserem Pressedownload unter: Museum für Geschichte

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