Universalmuseum Joanneum GmbH

Klimawandel und Tourismus: Wohin geht die Reise?

 

Heuer findet am 12. Dezember im Grazer Joanneumsviertel wieder die Veranstaltung Der Klimawandel und die Steiermark statt, die in diesem Jahr den Tourismus in den Fokus rückt. Als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit sind die Folgen des Klimawandels spürbar und betreffen unseren Alltag. Die heurige Keynote hält Ulrike Pröbstl-Haider (Boku Wien), die sich in ihrer Forschung u. a. mit dem Zusammenspiel von Umweltschutz, Raumplanung, Regionalentwicklung und Tourismus beschäftigt.

 

Im Zentrum steht die Frage des Einflusses der Klimaveränderungen auf den Tourismus: Welche Veränderungen werden in der Zukunft nötig sein? Welche Chancen könnten sich ergeben? Zahlreiche Vorträge, Diskussions-Sessions und Stationen informieren an diesem Abend von 18 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt über den Klimawandel generell und seine Auswirkungen auf den Tourismus. Begleitend dazu finden am 11., 12. und 13. Dezember von 9 bis 14 Uhr auch Programme für Schulen statt.


Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Knopp

Der Tourismus und das Klima

Gerade die Tourismusbranche ist von den Auswirkungen des Klimawandels direkt und indirekt betroffen. In diesem Sektor hat er Auswirkungen auf Aktivitäten im Sommer sowie Winter und damit Einfluss auf Reiseverhalten, Bedürfnisse von Gästen etc. Welche Folgen gibt es hier? Entstehen neben den Herausforderungen auch neue Chancen bei rechtzeitigem Handeln? Sei es die Gefährdung touristischer Infrastruktur sowie natürlicher touristischer Attraktionen an den Küsten, die Verkürzung der Wintersportsaisonen und die Minderung der Rentabilität einiger Skigebiete/-orte oder Folgen für Naturtourismus durch Beeinträchtigung von Artenvielfalt oder Wanderbewegungen von Organismen – die Ausformungen sind vielfältig. Anpassungen können (meist nur) kurzzeitig Abhilfe schaffen, sind aber oft kostenintensiv und verursachen häufig wiederum höhere Emissionen. Dazu kommt, dass das Verhalten der Reisenden nicht allgemeingültig vorhersehbar ist. Die Reaktionen der Touristinnen und Touristen auf die Folgen des Klimawandels gehen in verschiedenste Richtungen: Beispielsweise erstarkt der „last chance tourism“ oder aber bisherige Reiseziele werden zugunsten neuer, umweltfreundlich erreichbarer Ziele gemieden. Trotz diverser Anpassungen und neuer Möglichkeiten lassen sich negative Ereignisse nicht vollständig ausgleichen.

 

Der Klimawandel und die Steiermark

Seine Folgen sind bereits spürbar und in der wissenschaftlichen Literatur unbestritten – die Rede ist vom Klimawandel. Er gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Im Rahmen der Reihe „Schauplatz Natur“ nimmt sich das Naturkundemuseum seit drei Jahren dieses Themas an. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten wichtiger Forschungsinstitutionen sowie mit der Stadt Graz und dem Land Steiermark soll diese globale Entwicklung speziell in Hinblick auf die Auswirkungen für Graz und die Steiermark beleuchtet werden. Das Naturkundemuseum wird dabei zum Ort für Information, Austausch und Aufklärung. Auch Fragen aus der Bevölkerung werden hier beantwortet.

 

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Weitere Informationen und Bildmaterial finden Sie unter: Schauplatz Natur 2019

 

Der Klimawandel und die Steiermark. Tourismus im Fokus
Eine Veranstaltung aus der Reihe Schauplatz Natur
Donnerstag, 12.12.2019, 18–20 Uhr
Eintritt frei
Naturkundemuseum, Joanneumsviertel, 8010 Graz
www.naturkunde.at

 

In Kooperation mit: CCCA, Climate Change Centre Austria, Graz; Karl-Franzens-Universität Graz, Wegener Center für Klima und Globalen Wandel; Klimabündnis Steiermark; Land Steiermark, Referat Energietechnik und Klimaschutz; Naturschutzbund Steiermark; Stadt Graz, Umweltamt; Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark; Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Meteorologie; Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung; ZAMG, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Graz

 

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