Universalmuseum Joanneum GmbH

Forschungsprojekt soll steirisches analoges fotografisches und audiovisuelles Erbe retten

 

Projekt Landesaufnahme

Ansprechpartner: Walter Feldbacher (Multimediale Sammlungen, +43-699/13347331)

 

Bildmaterial zum Projekt finden Sie unter folgendem Link: Landesaufnahme

Die Multimedialen Sammlungen begeben sich auf eine medienhistorische Spurensuche und setzen dabei auf die Mitarbeit steirischer Museen sowie von Stadt- und Gemeindearchiven. Diese sollen die Fachleute des Joanneums dabei unterstützen, steirische Geschichte in Bild, Film und Ton nachhaltig zu bewahren.  

Landesaufnahme 04

Foto: J. J. Kucek

„Landesaufnahme – Rettung des steirischen analogen fotografischen und audiovisuellen Erbes“ – so heißt das vom „Land Steiermark – Wissenschaft und Forschung“ geförderte Projekt mit dem Ziel, den Bestand an Foto-, Film- und Tonmaterialien in steirischen Sammlungen zu erheben. Die Multimedialen Sammlungen des Universalmuseums Joanneum verfügen selbst über einen sehr großen Bestand, der 2,5 Millionen analoge Fotografien, Film-/Video- und Tondokumente zur steirischen Geschichte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts umfasst. Doch auch in anderen Museen sowie Stadt-, Marktgemeinde- und Gemeindearchiven befinden sich wertvolle Medienschätze, die nun systematisch erfasst werden: Mittels eines detaillierten Fragebogens soll erstmals eine statistische und inhaltliche Auswertung dort vorhandener fotografischer und audiovisueller Bestände erarbeitet werden. Das Ergebnis dieser Untersuchungen wird im Herbst 2016 öffentlich präsentiert. Walter Feldbacher steht Interessierten bei Fragen gerne zur Verfügung (walter.feldbacher@museum-joanneum.at, +43-699/13347331).

 

 

Rettung vor dem Zerfall

Aufgrund ihrer Fragilität und Abhängigkeit von entsprechenden analogen Abspieltechnologien sowie den spezifischen Anforderungen an ihre Lagerung bedürfen Fotografien, Film-/Video- und Tondokumente fachkundiger Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen.

Ihren natürlichen Zerfall zu verlangsamen und deren Inhalte dauerhaft zu sichern, erweist sich immer mehr als wichtige und herausfordernde Aufgabe für Museen, Archive und andere Gedächtnisinstitutionen. Präventive konservatorische Maßnahmen in Mediensammlungen gelten heute als besonders wichtig. Mit der Bestandserhebung möchte man wichtige audiovisuelle Zeugnisse steirischer Geschichte, deren Zustand etwa aufgrund ihrer materiellen Beschaffenheit oder der fehlenden Möglichkeiten richtiger Lagerung bedroht ist, orten und in Kooperation mit den jeweiligen Eigentümern retten. Die Maßnahmen hierzu können von der fachlichen Beratung bis hin zur Übernahme sensibler Bestände reichen. 

 

Über die Multimedialen Sammlungen am Universalmuseum Joanneum

Seit 2011 befinden sich die Multimedialen Sammlungen (ehem. „Bild- und Tonarchiv“) im Joanneumsviertel, wo sie mit einem 17- und einem 4-Grad-Celsius-Klimadepot, einer Medienrestaurierungswerkstatt, einer Digitalisierungsstelle und einer analogen Dunkelkammer bestens ausgestattet sind.

Derzeit arbeitet das Team nicht nur laufend an der physischen Erhaltung und wissenschaftlichen Erschließung von Österreichs umfangreichster regionaler analoger Mediensammlung, die Fachleute sind auch bemüht, weiterhin wichtige steirische Foto-, Film-/Video- und Tondokumente zu sammeln, um diese für die Nachwelt zu bewahren.

 

Nach Jahren der Übersiedelungstätigkeit werden sich die Multimedialen Sammlungen wieder in Form von Ausstellungen, Publikationen und einer digitalen Datenbank der Öffentlichkeit präsentieren und ihre Expertise rund um Fotografie, Film-/Video- und Tondokumente sowie in Fragen der Medienkonservierung und -restaurierung zur Verfügung stellen. 

 

 

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit sehr gerne zur Verfügung!

 

Herzliche Grüße
Christoph Pelzl