Universalmuseum Joanneum GmbH

Die Abwesenheit des Schnees | Ausstellung, Diskussion, Party und Schneekugelbasteln

 

Von 29. November bis 01. Dezember zeigt das Volkskundemuseum eine interaktive Ausstellung. Im Mittelpunkt steht der Schnee bzw. seine Abwesenheit. WHITE OUT lädt zur Beschäftigung mit diesem Thema ein: ob über Diskussion, Storytelling oder den ironischen Versuch, selbst Schneelandschaften zu produzieren. Zum Auftakt findet am Freitag, 29. November, um 19 Uhr die Eröffnung sowie eine Podiumsdiskussion zur Zukunft des Schnees in Österreich statt. Im Anschluss spielt die Grazer Band Circle A bei der Après-Schnee-Party und der Medienkünstler Peter Hutter spielt mit seiner ganz eigenen Art von Kunstschnee.


© Julia Rohn

Bei der Podiumsdiskussion am Eröffnungsabend, dem 29.11., gehen Klima- und Schneeforscher/innen, Wintersportler/innen, Kulturanthropolog/inn/en und Künstler/innen folgenden Fragen nach: Was ist eigentlich „guter“ Schnee? Wie gehen österreichische Skigebiete mit dem Thema „Schneesicherheit“ um? Wie wird sich die Schneesituation in Österreich entwickeln? Und was bedeutet das für unsere kulturelle Identität, für den Wintersport, für den Tourismus? Gibt es Alternativen zum Schnee?

 

Ein winterliches Naturphänomen und sein Verschwinden

Weiß steht in unserer Kultur symbolisch für die Unschuld. Doch wie steht es heute mit der Unschuld des Schnees? Das winterliche Naturphänomen, tief verknüpft mit österreichischer Landschaftsromantik, Kindheitserinnerungen und natürlich dem heimischen Tourismus, wird durch Klimaveränderungen immer mehr zu einer raren und unberechenbaren Erscheinung. Kleine Liftanlagen, an denen wir als Kinder Skifahren gelernt haben, sind wegen mangelnder „natürlicher Schneesicherheit“ bereits geschlossen. Das passt so gar nicht in eine Welt, in der wir immer alles hier und jetzt haben wollen, in der wir uns daran gewöhnt haben, die Natur mitzugestalten, planbar zu machen und Einnahmen daraus zu erzielen. Zum Glück gibt es schneereiche Täler, die auf Vorbestellung an große Skigebiete liefern, Schneekanonen und Firmen, die damit werben, dass „Winter keine Jahreszeit sein muss“.




Die Ausstellung WHITE OUT
WHITE OUT ist zwischen interaktiver Ausstellung und künstlerischem Labor angesiedelt. Sie beschäftigt sich mit Fragen wie: Was ist ‚guter‘ Schnee? Was bedeutet Schnee für unser Leben, unsere Identität? Wie gehen wir in Zukunft mit der Ressource Schnee um? Und können wir uns eine Zukunft ohne Schnee vorstellen? Im Rahmen des Förderprogramms Wahre Landschaft setzte sich das Projekt mit Schnee und seiner Abwesenheit in einem gerade erst geschlossenen Skigebiet im Land Salzburg auseinander. Nun treten die dort entstandenen Arbeiten in einen Dialog mit dem städtischen Kontext in Graz.
 

Eine ideale Welt in der Schneekugel

Die Schneekugel steht symbolisch für eine in sich abgeschlossene, planbare Welt. Sie repräsentiert eine romantisierte, für den Gebrauch verpackte Vorstellung von Natur, die als Dekorations- oder Erinnerungsobjekt dient. Innerhalb der Kugel besteht Schneesicherheit, man muss sie nur kräftig schütteln. Mit dem Schneekugelbasteln am 30. November von 14 bis 16 Uhr laden die Künstlerinnen Julia Rohn und Hanna Rohn zu einem Dialog über die Bedeutung von Schnee und unsere persönlichen Winterlandschaftsfantasien ein.

TIPP: Beim diesjährigen Klimawandeltag am 12.12.2019 dreht sich im Naturkundemuseum alles um das Thema Klimawandel und Tourismus. Wohin geht die Reise? Von 18–20 Uhr können sich Interessierte bei Vorträgen, Diskussions-Sessions und Stationen informieren.

 

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WHITE OUT. Interaktive Ausstellung von Julia und Hanna Rohn
29.11.–01.12.2019, täglich 14-18 Uhr
Paulustorgasse 11–13a, 8010 Graz
www.volkskundemuseum-graz.at

 

Gefördert durch Land Salzburg (Wahre Landschaft), Land Steiermark und Stadt Graz. Eine Kooperation des TVB Krispl-Gaissau mit dem Volkskundemuseum, Universalmuseum Joanneum.

 

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch, über Ihre Berichterstattung und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

 

Anna Fras
+43/664/8017-9211, anna.fras@museum-joanneum.at
Julia Aichholzer
+43/664/8017-9213, julia.aichholzer@museum-joanneum.at