Universalmuseum Joanneum GmbH

Der Herbst im Zeichen der „Weltenbummler“

 

Vortragsreihe „Weltenbummler“ im Naturkundemuseum

Mit Christian Komposch, Sandra Aurenhammer, Franz Essl und Wolfgang Rabitsch

20. Oktober, 10. und 24. November 2016, jeweils um 18:30 Uhr

Auditorium, Joanneumsviertel, 8010 Graz

Eintritt frei

www.naturkunde.at

 

Weitere Informationen sowie Bildmaterial zur Ausstellung finden Sie unter folgendem Link: Weltenbummler

Das Naturkundemuseum lädt im Rahmen der Sonderausstellung Weltenbummler im Oktober und November zu einer Veranstaltungsreihe mit drei spannenden Vorträgen. Ausgehend von der Ausstellung, die sich mit Arten beschäftigt, welche sich durch menschliches Zutun bei uns angesiedelt haben, sprechen die Wissenschaftler/innen über „zugezogene“ Tiere und Pflanzen und die damit verbundene „biologische Globalisierung“.

Zum Auftakt am 20. Oktober 2016 sprechen der Grazer Biologe Christian Komposch und die Grazer Biologin Sandra Aurenhammer über Insekten in der Steiermark: Was hat ein Marienkäfer aus Asien in unseren Breiten für Auswirkungen und sind schwarze Witwen und andere Spinnen wirklich so gefährlich? Am 10. November beschäftigt sich Franz Essl (Universität Wien) im zweiten Vortrag mit den Folgen der biologischen Globalisierung, präsentiert neue Forschungsergebnisse und zeigt auf, dass der Mensch wesentlich zur weltweiten Verbreitung von Tieren und Pflanzen beiträgt, etwa durch Handel, Transport oder Schifffahrt. Den Abschluss der Vortragsreihe macht der Evolutionsbiologe Wolfgang Rabitsch vom Umweltbundesamt am 24. November. Er spricht darüber, wie Flusspferde in Kolumbien und Wolfsschnecken in Hawaii ansässig werden konnten.

 

Schwarze Witwen am Grazer Uhrturm? Asiatische Marienkäfer in den Weinbergen!
Spinnentier- und Käfer-Aliens in der Steiermark
Donnerstag, 20. Oktober, 18:30 Uhr

Vortrag von Christian Komposch und Sandra Aurenhammer

 

Meist ungeliebt, gefürchtet und wenig willkommen – Spinnentiere und Insekten tun sich schwer, unsere Herzen zu erobern, deutlich erfolgreicher setzen sie sich in unseren Wohnungen fest. Kaum ein Haus, das nicht von Spinnen, Weberknechten und Käfern besiedelt wird. Wie ernst sind die Warnungen vor Schwarzen Witwen zu nehmen, stehen wir tatsächlich knapp vor einer Weberknecht-Invasion und warum sind selbst die putzigen Marienkäfer aus dem Osten eine schlimme Plage?

Die biologische Globalisierung: Neue Arten erobern die Welt

Donnerstag, 10. November, 18:30 Uhr

Vortrag von Franz Essl

 

Die Welt rückt zusammen. Dies gilt auch für Tiere und Pflanzen, die heute in großer Anzahl und über weite Distanzen durch die Tätigkeit des Menschen verschleppt werden und sich dann auf anderen Kontinenten ansiedeln können. Diese "biologische Globalisierung" hat mannigfache Auswirkungen – für die Natur, aber auch für uns Menschen. Franz Essl beleuchtet in seinem Vortrag die Folgen der biologischen Globalisierung. Dabei greift er auf neueste Forschungsergebnisse zurück und präsentiert in anschaulicher Weise spannende Beispiele sowie überraschende Zusammenhänge.

 

Über Flusspferde in Kolumbien und Wolfsschnecken in Hawaii

Bekanntes und weniger Bekanntes zu gebietsfremden Tierarten

Donnerstag, 24. November, 18:30 Uhr

Vortrag von Wolfgang Rabitsch

 

Gebietsfremde Tierarten können in allen Regionen der Erde festgestellt werden. Die Geschichten, die hinter diesen biologischen Invasionen stecken, sind oft merkwürdig und manchmal kurios, aber immer spannend und lehrreich. Im Vortrag werden ausgewählte Beispiele aus allen Kontinenten und unterschiedlichen Lebensräumen vorgestellt. Zur Sprache kommen bekannte Invasionen, wie Kaninchen, Aga-Kröte und Dromedare in Australien, oder der Nilbarsch im Viktoriasee, aber auch weniger bekannte Beispiele, wie Ameisen auf den Weihnachtsinseln, Rotfeuerfische in der Karibik, Flusspferde in Kolumbien oder Schnecken in Hawaii. Im Vortrag werden auch die im Lauf der Geschichte wechselnden Motive und verschiedene Einschleppungsmechanismen angesprochen sowie einige ausgewählte allgemeine invasionsökologische Muster vorgestellt, wie zum Beispiel der Brückenkopf-Effekt oder die zeitliche Verzögerung zwischen Einbringung und Ausbreitung der Arten. Abschließend werden die aktuellen politischen Rahmenbedingungen in Europa sowie mögliche zukünftige Entwicklungen diskutiert.

Wir freuen uns über Ihre Notiz und stehen bei Rückfragen sehr gerne zur Verfügung.

 

Mit herzlichen Grüßen

Anna Fras