Universalmuseum Joanneum GmbH

Bereits über 11.000 Wissenschaftler/innen rufen zum Handeln auf

 

Trotz globaler Versammlungen, internationaler Vereinbarungen und Dutzender Warnungen vonseiten der Wissenschaft steigen die Treibhausgasemissionen immer noch rapide an. Dies wirkt sich zunehmend negativ auf das Erdklima aus. Ein US-amerikanisches Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern veröffentlichte daher in der Fachzeitschrift BioScience kürzlich einen deutlichen Aufruf zum Handeln gegen den Klimawandel, der bisher bereits von über 11.000 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern führender Forschungsinstitutionen unterstützt wird. Auch Forscher/innen des Grazer Naturkundemuseums unterzeichneten die Erklärung.

 

Warnung vor dem Klimanotstand

Seit der ersten Weltklimakonferenz in Genf 1979 sind bereits 40 Jahre vergangen, in denen regelmäßig erneut vor den Folgen des fortschreitenden Klimawandels gewarnt wurde. Dennoch gibt es nach wie vor kaum Erfolge bei der Eindämmung der Treibhausgasemissionen – die Klimakrise ist angekommen und schreitet schneller voran, als von vielen Fachleuten angenommen. „Scientists have a moral obligation to clearly warn humanity of any catastrophic threat and to ,tell it like it is.‘ On the basis of this obligation […], we declare, with more than 11,000 scientist signatories from around the world, clearly and unequivocally that planet Earth is facing a climate emergency“, warnen die Autorinnen und Autoren des Artikels World Scientists’ Warning of a Climate Emergency, erschienen in der Fachzeitschrift BioScience.


Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Knopp

Unterstützer/innen auch in Österreich

Unterzeichnet wurde diese drastische Warnung von Tausenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 153 Ländern, unter anderen auch vom Leiter des Grazer Naturkundemuseums Wolfgang Paill: „Wir stehen inmitten eines radikalen Wandels unserer belebten Umwelt. Viele Arten sterben für immer aus, andere kommen aus wärmeren Gefilden zu uns. Das wird zu groben Problemen hinsichtlich der natürlichen Funktionen unserer Ökosysteme führen – für uns Menschen beispielsweise, was die Bereitstellung von ausreichender und gesunder Nahrung betrifft“. Zu den Unterstützerinnen und Unterstützern in Österreich zählen außerdem Forscherinnen und Forscher der Karl-Franzens-Universität Graz, der Universität für Bodenkultur Wien, der Universität Wien oder der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

 

Das erklärte Ziel der Wissenschaftler/innen ist es, anhand relevanter Daten den fortschreitenden Klimawandel abzubilden sowie das Zusammenspiel einzelner, auf den Menschen rückführbarer Treibhausgasfaktoren deutlich zu machen. Um eine nachhaltige Zukunft zu sichern und den Anstieg der Treibhausgasemissionen zu bremsen, schlagen sie Maßnahmen in den Bereichen Energie, Schadstoffe, Umwelt, Ernährung, Wirtschaft und Bevölkerungswachstum vor.

 

Aktionsabend und Thementag im Grazer Naturkundemuseum

Unter dem Titel Der Klimawandel und die Steiermark lädt das Naturkundemuseum Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen zu beschäftigen. Bei freiem Eintritt werden in Vorträgen und interaktiven Stationen am 12. und 13. Dezember im Joanneumsviertel Fakten zum Thema Klima vermittelt und Fragen beantwortet. In diesem Jahr steht in Kooperation mit der BOKU Wien der Tourismus als Mitverursacher sowie Betroffener des Klimawandels im Zentrum.

 

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World Scientists’ Warning of a Climate Emergency

Bildmaterial finden Sie unter: Naturkundemuseum

Die Publikation zur Nachlese finden Sie unter: https://doi.org/10.1093/biosci/biz088

 

Der Klimawandel und die Steiermark

Rund um den Tourismus
Donnerstag, 12.12.2019, 18–22 Uhr

BOKU Wien zu Gast

Freitag, 13.12.2019, 10–15 Uhr
Eintritt frei an beiden Tagen

 

Naturkundemuseum, Joanneumsviertel, 8010 Graz
www.naturkunde.at

 

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Wir freuen uns auf über Ihre Berichterstattung und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

 

Anna Fras
+43/664/8017-9211, anna.fras@museum-joanneum.at
Julia Aichholzer
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