Universalmuseum Joanneum GmbH

Steirisches Denkmal in Reflexion auf die Corona-Pandemie

 

Das Kulturressort des Landes Steiermark und das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark am Universalmuseum Joanneum schreiben mit heute, Dienstag, 14. April 2020, einen Wettbewerb zur Gestaltung von Skulpturen in Reflexion auf die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen in der Steiermark aus. Die Idee für die Umsetzung eines oder mehrerer Corona-Denkmäler wurde von der Kronen Zeitung entwickelt. Das Land Steiermark bringt diese Initiative nun gemeinsam mit der Kronen Zeitung und dem Institut für Kunst im öffentlichen Raum zur Umsetzung. Die künstlerischen Projekte können bis Freitag, 19. Juni 2020, um 11 Uhr per E-Mail an kioer@museum-joanneum.at eingereicht werden.

Vergegenständlichte Erinnerung im öffentlichen Raum

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat uns mit voller Wucht in eine Situation katapultiert, die wir alle noch vor einigen Monaten nicht für möglich gehalten hätten. Niemand kennt die Auswirkungen dieses noch nie dagewesenen Pandemie-Ereignisses. In hoffentlich absehbarer Zeit wird dieses Virus eingedämmt sein. Doch wird die Welt die gleiche sein? Gezeichnet von dieser Pandemie, werden wohl auch gesellschaftliche Veränderungen Platz greifen. Aus dieser unmittelbaren Erfahrung und in Auseinandersetzung mit der Corona-Pandemie sollen Arbeiten im öffentlichen Raum möglichst an mehreren Orten in der Steiermark als „vergegenständlichte Erinnerung“ geschaffen und in Form von Denkmälern errichtet werden.

 

Jury kürt Sieger/innen in zweistufigem Wettbewerb – Denkmal-Eröffnung(en) im Frühjahr 2021

Bildende Künstlerinnen und Künstler mit Steiermark-Bezug sind eingeladen, Ideen für die Gestaltung eines solchen Denkmals an einem ausgewählten Ort in der Steiermark einzureichen. Die Siegerentwürfe werden in einem Wettbewerb ermittelt. Nach einer ersten Phase wird eine Jury eine Shortlist von fünf bis zehn Einreichungen erstellen, die detailliert ausgearbeitet werden sollen. Jene Künstlerinnen und Künstler, deren Einreichungen für diese zweite Phase ausgewählt werden, erhalten eine Entschädigung in der Höhe von 1.500 Euro. Die Eröffnung der umgesetzten Arbeiten – wahrscheinlich in Graz, aber auch in anderen Orten der Steiermark – soll im Frühjahr 2021 erfolgen.

 

Kulturlandesrat Christopher Drexler: „Ich glaube, dass die Corona-Krise die größte Zäsur seit 1989, seit dem Fall der Berliner Mauer, ist. Sie wirkt sich sehr unmittelbar auf die Gesellschaft aus. Deshalb halte ich es für wichtig, nach Überwindung dieser Krise ein steirisches Denkmal oder gar mehrere entstehen zu lassen. Der Wettbewerb, den wir ab heute ausloben, ist auch ein Zeichen an die Kunstschaffenden, die von der aktuellen Situation stark betroffen sind. Mit dem Startschuss zu dieser Aktion wollen wir auch ein Signal für einen ersten künstlerischen Aufbruch aus der Krise setzen. Ich lade daher alle bildenden Künstlerinnen und Künstler der Steiermark ein, sich an diesem wichtigen Prozess der Erinnerung an die vorherrschende Ausnahmesituation zu beteiligen. Ich freue mich auf viele Interpretationen steirischer Denk- und Dankmäler, die wir in der Zeit nach Überwindung dieser Krise verwirklichen wollen.“

 

Oliver Pokorny, Chefredakteur der Kronen Zeitung in der Steiermark: „Es freut mich und ich bin dankbar dafür, dass unsere Idee und Initiative zur Schaffung eines Corona-Denkmals mit Unterstützung des Landes Steiermark so rasch umgesetzt wird. Die aktuelle Pandemie bringt viel Leid mit sich und wird in Zukunft nachhaltig unser Leben verändern – wir dürfen gespannt sein, wie unsere Künstler diesen Einschnitt, diese Zeitenwende interpretieren und gestalterisch umsetzen werden. Schon jetzt ein Danke an alle, die sich an der Ausschreibung beteiligen.“

 

Elisabeth Fiedler, Leiterin des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum: „Wir befinden uns mit der Corona-Pandemie in einer nie dagewesenen Ausnahmesituation. Wir kennen deren Auswirkungen noch nicht. Ausgehend von den sich daraus stellenden Fragen werden Künstlerinnen und Künstler zur Umsetzung öffentlich sichtbarer Zeichen eingeladen.“

 

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Die Details zur Ausschreibung des Wettbewerbs finden Sie hier sowie unter www.kioer.at

 

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Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

 

Mit herzlichen Grüßen

 

Anna Fras

+43/664/8017-9211, anna.fras@museum-joanneum.at

Julia Aichholzer

+43/664/8017-9213, julia.aichholzer@museum-joanneum.at