Universalmuseum Joanneum GmbH

Bereits über 50 Personen in Ausbildung in grenzüberschreitendem Revitalisierungsprojekt

 

Mit dem EU-Projekt EUREVITA bietet das Österreichische Freilichtmuseum Stübing gemeinsam mit Partnerinstitutionen in Österreich und Slowenien Ausbildungsmöglichkeiten für alte und aussterbende Handwerkstechniken an. Die bisher zahlreichen Teilnehmer/innen absolvierten etwa Kurse zum Holzschindelmachen und -verlegen oder zur Herstellung traditioneller Wellnessprodukte. Alle Ausbildungszweige wurden so konzipiert, dass sie am freien Markt – auch im Sinne der Nachhaltigkeit – von Interesse sind. Am 12. Oktober starten nun die letzten Handwerkskurse im Freilichtmuseum.


Foto: Österreichisches Freilichtmuseum Stübing

Revitalisierung alter Handwerkstechniken

EUREVITA, das steht für EU und Revitalisierung, altes Handwerk in neuen Zeiten. Und es ist der Name eines grenzüberschreitenden Projektes, an dem österreichische und slowenische, öffentliche und private Institutionen seit etwas mehr als zwei Jahren gemeinsam arbeiten. Das erklärte Ziel: aussterbende Handwerkstechniken durch praktische Ausbildungen wieder zum Leben zu erwecken und ganz nebenbei noch vielen Menschen eine wertvolle Zusatzqualifikation sowie neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Denn die Ausbildungen wurden so gewählt und entwickelt, dass sie auch auf dem freien Markt Wert haben. Und während Nachhaltigkeit nicht nur als Schlagwort Einzug in die Leben von immer mehr Menschen findet, trifft das Partnerkonsortium aus Berufsförderungsinstitut Burgenland, dem Österreichischen Freilichtmuseum Stübing, dem Nachhaltigkeitsspezialisten Sekem Energy GmbH, dem slowenischen Arbeitsamt und der slowenischen Handwerkskammer den Nerv der Zeit.

 

Beliebte Handwerkskurse

Die angebotenen Ausbildungen erfreuen sich bisher großer Beliebtheit, lange Wartelisten gibt es etwa bereits für die Ausbildung „Hersteller/in traditioneller Wellnessprodukte“. Hier lernen die Teilnehmer/innen von der Kräuterkunde bis zur Herstellung von Salben, Ölen und Naturheilprodukten zahlreiche praktische Anwendungsgebiete natürlich vorkommender Rohstoffe. Die Ausbildung „Holzschindelmacher/in und Holzschindelverleger/in“ eröffnet nicht nur passionierten Heimwerkerinnen und Heimwerkern neue Horizonte, sondern stellt für viele der teils bereits länger arbeitslosen Teilnehmer/innen eine neue Chance auf Erwerbstätigkeit dar. Nachhaltigkeit im Baugewerbe ist definitiv nicht mehr nur ein Schlagwort und die Suche nach qualitativ hochwertigen Holzschindeln für Dachdecker- oder Zimmereibetriebe oft eine Herausforderung.

 

Ausbau des Projekts geplant

Der Erfolg des Projektes spricht für sich: So werden die anvisierten Teilnehmer/innenzahlen bis zum Projektende voraussichtlich weit übertroffen. Auch in anderen Regionen stößt der Projektansatz auf Interesse, zum Beispiel in Ungarn. Mit Partnern aus Szombathely und Zalaegerszeg starteten die österreichischen Partner dort im März den Ausbau von EUREVITA zu einem trilateralen Projekt. Diesen Gedanken weitertragen soll eine eigens gegründete Handwerksakademie, die Ausbildungen in alten Handwerkstechniken über das Projektende hinaus anbieten wird. Wer jetzt noch Interesse an einer der rund einmonatigen Ausbildungen bekommen hat, muss schnell sein. Am 12.10. startet mit „Besen- und Rechenmacher/in“ sowie einem Intensivmodul zum Schindelmachen die letzte Ausbildung mit verfügbaren Plätzen in Stübing.

 

________________

 

Bildmaterial zum Download finden Sie unter: Stübing

 

EUREVITA

Projekt zur Entwicklung einer nachhaltigen, grenzüberschreitenden arbeitswirtschaftlichen Struktur zur Revitalisierung kulturellen Erbes und seltener Handwerksberufe

www.eurevita.eu

www.freilichtmuseum.at

 

Das Projekt EUREVITA wird im Rahmen des „Kooperationsprogramms Interreg V-A Slowenien-Österreich“ vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert und vom Land Burgenland, Land Steiermark sowie mit Eigenmitteln der Projektpartner kofinanziert.

 

Rückfragen und Kontakt:

Paul Olynec, Projektkoordinator

M +386 30 612 360   |   E eurevita@bfi-burgenland.at

________________