Universalmuseum Joanneum GmbH

Ausstellung von Günter Brus gemeinsam mit aufstrebenden steirischen Künstlern

 

Ein zentrales kulturpolitisches Ziel, das die Steiermärkische Landesregierung in der Agenda Weiss-Grün verankert hat, ist die Internationalisierung der steirischen Kunst- und Kulturszene. Auf Betreiben von Kulturlandesrat Christopher Drexler und der Führung des Universalmuseums Joanneum ist es gelungen, die US-Metropole New York City, einen der bedeutendsten Kunst-Hotspots der Welt, für steirische Künstlerinnen und Künstler zu erschließen. Im Zuge dessen eröffnete Landesrat Drexler am Donnerstag (5. März 2020) die Ausstellung "Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein…" im Österreichischen Kulturforum New York. Im Zentrum stehen Werke von Günter Brus und die Arbeiten aufstrebender steirischer Künstlerinnen und Künstler.

Gruppenfoto,

Gruppenfoto, v.l. n. r.: Wolfgang Muchitsch (wiss. Direktor UMJ), Marleen Leitner und Michael Schitnig (Kunstkollektiv studio ASYNCHROME), Evamaria Schaller (Künstlerin), Christopher Drexler (Kulturlandesrat), Michael Haider (Direktor ACFNY), Eva Pichler (Künstlerin, zweintopf), Josef Wurm (Künstler) und Roman Grabner (Kurator), ACFNY, 2020, Foto: davidplakkemedianyc

Steirische Ausstellung im Österreichischen Kulturforum New York

Der Titel „Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein…“ will nicht das Ende der Freiheit an die Wand malen, sondern einen gesellschaftlichen Umbruch ins Auge fassen, der sich in den letzten Jahren so konsequent wie schleichend vollzogen hat. Ausgehend von der internationalen Vorreiterrolle von Günter Brus haben sich vier junge Künstlerpositionen mit der gegenwärtigen Struktur der Freiheit in Kunst und Gesellschaft auseinandergesetzt und neue Arbeiten für das Austrian Cultural Forum entwickelt.

 

In den 1960er-Jahren, als Günter Brus mit seinen Aktionen die österreichische Gesellschaft und ihre Vorstellungen von Kunst und Moral herausgefordert hatte, galt Freiheit als kostbares Gut, das erkämpft und gegen jegliche Einschränkung verteidigt werden musste. Die Erfahrungen und Folgen der Nazi-Diktatur saßen meistens noch tief in den Knochen. Es waren Künstler wie Brus, die mit ihren Arbeiten nicht nur die Grenzen der Kunst beständig erweiterten, sondern in steter Auseinandersetzung mit der staatlichen Ordnungsmacht und ungeachtet persönlicher Risiken zur Überwindung der reaktionären gesellschaftlichen Strukturen der Nachkriegszeit beitrugen.

 

Das Ausbrechen aus Konventionen, das Abweichen vom System, das Fremdkörper-Sein in der Gesellschaft, das Analysieren neuer Herrschaftsstrukturen und das in Besitz nehmen ihrer Mechanismen steht im Mittelpunkt der Schau. In dieser sind Arbeiten von Günter Brus (1938 Ardning), Evamaria Schaller (1980 Graz), studio ASYNCHROME (Marleen Leitner, 1986 Graz/Michael Schitnig, 1986 Graz), Josef Wurm (1984 Fürstenfeld) und zweintopf (Eva Pichler, 1981 Judenburg/Gerhard Pichler, 1980 Gurk) vertreten. Das studio ASYNCHROME hat vor Ort eine große Wandzeichnung realisiert. Evamaria Schaller hat verbunden mit bereits existierenden Arbeiten am Eröffnungsabend eine Performance durchgeführt, zweintopf neue Arbeiten entwickelt und im Ausstellungsraum installiert und Josef Wurm neue Bilder gemalt, die gemeinsam mit den Werken von Günter Brus gezeigt werden. Die Ausstellung, die von Roman Grabner (Kurator des BRUSEUMs) konzipiert wurde, ist ab sofort bis Juni 2020 in den Räumlichkeiten des Österreichischen Kulturforums in New York zu sehen.

Eröffnung "Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein ...",

Eröffnung "Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein ...", ACFNY, 2020, Foto: davidplakkemedianyc

„Eines meiner zentralen kulturpolitischen Ziele ist die weitere Internationalisierung der steirischen Kunst- und Kulturszene, um die Sichtbarkeit steirischer Arbeiten zu erhöhen. Mit dieser Ausstellung im Österreichischen Kulturforum in New York, die neben Günter Brus vier junge Künstlerpositionen rund um das Thema „Freiheit“ gestaltet haben, bieten wir aufstrebenden steirischen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zur Vernetzung über Ländergrenzen hinaus und bereiten ihnen ein Sprungbrett in das breite Licht der nationalen und internationalen Öffentlichkeit. Es freut mich ganz besonders, dass uns damit erste Schritte gelungen sind, um die US-Metropole New York City, einen der bedeutendsten Kunst-Hotspots der Welt, für steirische Künstlerinnen und Künstler zu erschließen. Und wir wollen weitere folgen lassen“, betont Kulturlandesrat Christopher Drexler.

 

Michael Haider, Leiter des Österreichischen Kulturforums in New York: „Es ist eine besondere Freude, dass wir die Kunstwerke von Günter Brus zusammen mit Arbeiten junger steirischer Künstlerinnen und Künstler hier im Österreichischen Kulturforum in New York für die kommenden Monate ausstellen können. Vielen Dank an das Universalmuseum Joanneum und vor allem an das Land Steiermark und Kulturlandesrat Christopher Drexler. Er hat die fantastische Kooperation eingeleitet, die wir jetzt mit dieser Ausstellung krönen können und weiter vertiefen wollen.“

 

Wolfgang Muchitsch, wissenschaftlicher Direktor des Universalmuseums Joanneum: „Wir freuen uns, als offizielles Museum des Landes Steiermark durch diese Kooperation mit dem Österreichischen Kulturforum New York nicht nur das einzigartige Werk von Günter Brus in New York City präsentieren zu dürfen, sondern auch vier jungen, steirischen Positionen diese internationale Plattform geben zu können. Ausgehend von Günter Brus‘ aktionistischen Zeichnungen eröffnen die eigens geschaffenen Werke von Evamaria Schaller, Josef Wurm, studio ASYNCHROME und zweintopf neue Perspektiven auf das Thema Freiheit.“

Eröffnung "Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein ...",

Eröffnung "Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein ...", ACFNY, 2020, Foto: davidplakkemedianyc

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"Die Freiheit wird eine Episode gewesen sein …"

Austrian Cultural Forum New York, 11 East 52nd Street,

New York, NY 10022

06.03.–31.05.2020

www.bruseum.at 

www.acfny.org

 

Den ausführlichen Pressetext sowie Bildmaterial finden Sie unter: Freiheit