Universalmuseum Joanneum GmbH

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Koki Tanaka. Provisorische Studien (Arbeitstitel)
23.06.-27.08.2017

 

Haegue Yang. VIP’s Union

23.06.2017-02.04.2018

 

Eröffnung der beiden Ausstellungen: 22.06.2017, 19 Uhr
Kuratiert von Barbara Steiner
Kunsthaus Graz, Lendkai 1, 8020 Graz
Information: +43-316/8017-9200

www.kunsthausgraz.at 

 

Erstes Bildmaterial sowie Informationen zu den beiden Ausstellungen finden Sie unter folgenden Links: Koki Tanaka und Haegue Yang

 

Das Kunsthaus Graz präsentiert ab 23. Juni 2017 zwei neue, von Barbara Steiner kuratierte Ausstellungen der international renommierten Kunstschaffenden Koki Tanaka und Haegue Yang.

Koki Tanaka. Provisorische Studien (Arbeitstitel)

Kann man gemeinsam einen Soundtrack komponieren und diesen zu fünft auf einem Piano spielen? Kann man zu siebt einen Protestsong schreiben? Der japanische Künstler Koki Tanaka schafft Situationen – man könnte auch von Versuchsanordnungen sprechen –, die dazu einladen, sich gemeinsam an unmöglich scheinenden Aufgaben zu erproben. Seine Arbeiten kreisen immer wieder um die Frage: Was können wir auf welche Weise gemeinsam erreichen?

 

In Provisorische Studien (Arbeitstitel), Tanakas erster Einzelausstellung in Österreich, zeigt das Kunsthaus Graz Projekte, die um Kollektivität und die Möglichkeiten eines gemeinsamen Handelns kreisen, darunter auch eine neue filmische Arbeit, die den Protest von Menschen gegen die Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Zwentendorf in den späten 1970er-Jahren zum Ausgangspunkt nimmt. Tanakas Interesse hat nicht zuletzt auch zu tun mit dem großen Erdbeben und der Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011 bzw. den nachfolgenden kollektiven Aktionen in Japan, mitunter auch stillen Protesten, gegen Atomkraft. Für alle Projekte Tanakas gilt: Die Mitwirkenden müssen sich untereinander austauschen, Gemeinschaftssinn und Kreativität entwickeln und zugleich neue Regeln des Verhandelns und der Zusammenarbeit ausloten. Neben dem Interesse an kollektiven Formen des Protests interessiert den Künstler auch das Erinnern, die identitätsstiftende Funktion von im Gedächtnis eingebrannten, gemeinsam erlebten Ereignissen und ihre Aktualisierung für die Gegenwart.

Koki Tanaka in der Ausstellung im Kunsthaus Graz,

Auftaktkundgebung in Tulln am 12. Juni 1977 vor dem Marsch auf Zwentendorf, Fotografiert von Friedrich Witzany, Courtesy Sigrid Schönfelder, Foto: Koki Tanaka

Haegue Yang. VIP’s Union

Für VIP’s Union hat die koreanische Künstlerin Haegue Yang „very important persons“ – VIPs – aus Graz und der Steiermark um die Leihgabe eines Stuhls bzw. Tisches ihrer Wahl gebeten. Es sind für das Kunsthaus wichtige Personen, also Menschen, die mit der Institution auf sehr unterschiedliche Weise in enger Beziehung stehen. Auf diese Weise baut sich ein kollektives Porträt des Kunsthauses, das sich aus vielen einzelnen Elementen speist. Jedes Möbelstück ist in seiner Ausdrucksform verschieden und die Gabe basiert auf der Großzügigkeit der Beteiligten.

 

Von der Künstlerin arrangiert, wird die Präsentation von VIP’s Union aus zwei Phasen bestehen. Zuerst, ab dem 22. Juni 2017, sind die Möbel im ganzen Haus zu sehen. In der zweiten Phase, vom 8. Februar bis 2. April 2018, bilden eine Ausstellung im Space02 und eine Katalog-Edition den Abschluss des Projekts. VIP’s Union in Graz steht mit früheren Präsentationen dieser Serie in Verbindung, die in Berlin, Bristol, Antwerpen, Bonn und Seoul realisiert wurden. Es ist somit auch das Porträt einer Kulturlandschaft des jeweiligen Ortes, gleichsam abstrakt, aber auch sehr konkret, weil sich darin verschiedene Geschmacksvorlieben und Vorstellungen in Bezug auf „very important persons“ und ihre Verbindung zu den jeweiligen Kulturinstitutionen als einer möglichen Gemeinschaft abbilden.

Haegue Yang, "VIP's Union", Graz, 2017,

Haegue Yang, "VIP's Union", Graz, 2017, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner