Universalmuseum Joanneum GmbH

play! im Kunsthaus Graz: Los geht's, du bist dran!

 

play! Translocal: Museum as Toolbox
28.09.-29.10.2017
Kunsthaus Graz, Lendkai 1, 8020 Graz

In Kooperation mit Ludovico und dem lab10 collective

Im Rahmen des EU-Kooperationsprojekts "Translocal: Museum as Toolbox"

Kuratiert und aktiviert von Lidia Cekic, Jasmin Edegger, Katharina Grabner, Ramona Haderer, Christina Hahn, Keyvan Paydar, Sarah Resch, Valerie Taus, Alexandra Trost, Monika Holzer-Kernbichler und Katrin Bucher Trantow.

 

Weitere Informationen sowie Bildmaterial zur Ausstellung finden Sie online unter:

play!

 

Am 27. September wurde das interaktive Ausstellungsprojekt play! im Kunsthaus Graz eröffnet, das gleichzeitig den Abschluss des zweijährigen EU-Projekts Translocal: Museum as Toolbox bildet. Indem sich play! auf verschiedenen Stationen über das gesamte Kunsthaus erstreckt, lädt es zum kunstvollen Spielen mit zeitgenössischen Werken und Games ein: In den Künstlerresidencies des EU-Kooperationsprojekts entstandene Werke werden vor Ort neu kontextualisiert und treten mit ausgewählten Arbeiten, Spielen und dem Kunsthaus selbst in einen Dialog. „Zusammen mit Jugendlichen sind wir in der Konzeption spielerisch auf das Haus zugegangen und haben gefragt: Was ist eigentlich möglich? Und vor allem: Was interessiert junge Menschen, die ins Kunsthaus kommen?“, so Kuratorin Katrin Bucher Trantow bei der Eröffnung, die in Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern der Jugendgruppe des Kunsthauses Graz sowie der Projektpartnerinnen und -partner stattfand.

"play!", Ausstellungsansicht,

"play!" im Kunsthaus Graz. Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

Vereint durch das Interesse an Kunst und den Wunsch, eine inkludierende Ausstellung nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, fanden sich vergangenes Jahr Jugendliche zusammen, um gemeinsam mit den Kuratorinnen und Vermittlerinnen des Kunsthauses über aktuelle Themen nachzudenken. Fünf in den Residencies entstandene Arbeiten bildeten den Anfang und die Basis der Überlegungen über die Bedingungen und die Offerte dieses Ortes als Kunst-, Begegnungs- und Verhandlungsraum. „Das nun fertiggestellte Ausstellungsprojekt zeigt deutlich, dass die Grenzen zur Vermittlung fließend sind. Im Entstehungsprozess war es für uns sehr interessant und schwierig zugleich, das Interesse an Kunst und Kunsthäusern entlang der heterogenen Zielgruppe der 15- bis 25-Jährigen zu erörtern, die an der Schwelle zum Erwachsenwerden stehen“, erklärt Monika Holzer-Kernbichler, Leiterin der Kunst- und Architekturvermittlung.

"play!", Ausstellungsansicht,

"play!" im Kunsthaus Graz. Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

Spielen verbindet
Anker der Ausstellung sind Tools, mit denen Themen wie Kommunikation, Identität, Migration und Selbstrepräsentation in einem künstlerischen Zusammenspiel erlebt und verhandelt werden können. So lädt play! zu einer Reise an den Rand des Vorstellbaren ein und möchte alternative Lösungen des Zusammenkommens und Zusammenwirkens aufzeigen. In diesem Sinne nutzen die mitwirkenden Jugendlichen Freiräume im Kunsthaus, von der Garderobe und den Toiletten bis zur Needle, dehnen Spielregeln der Institution und greifen überall dort, wo es sich anbietet, mit künstlerischen oder spielerischen Setzungen ein – um möglichst viele Menschen zum unterhaltsamen, kritischen und reflektierten Zusammenspiel einzuladen. „Es geht auch um die ,Eroberung‘ des Raumes. Mit den Arbeiten infiltrieren wir das Kunsthaus auf unterschiedlichen Ebenen – einerseits gliedern wir sie in den architektonischen Raum ein und andererseits docken wir mit ihnen an bestehende Werke inhaltlich an“, erzählt Jasmin Edegger, die als Jugendliche an der Ausstellungskonzeption mitwirkte.

Jugendgruppe, Kunsthaus Graz,

Jugendgruppe, Kunsthaus Graz, Foto: Jasmin Edegger

Das Kunsthaus be-spielen

Nicht zuletzt durch das begleitende Rahmenprogramm können jugendliche ebenso wie erwachsene Besucherinnen und Besucher noch bis zum 29. Oktober untereinander sowie mit dem Kunsthaus selbst in Interaktion treten, wie etwa über das interaktive Spiel „Go“ auf der BIX-Fassade. Einmal mehr wird das Kunsthaus Graz so zu einem lebendigen, sozialen Ort der Begegnung.

 

 

Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung und stehen für Rückfragen sehr gerne zur Verfügung.

 

Herzliche Grüße

Anna Fras & Pia Moser