Universalmuseum Joanneum GmbH

Grazer Museum für Geschichte widmet sich dem evangelischen Glauben in der Steiermark

 

„Ein Hammerschlag …“. 500 Jahre evangelischer Glaube in der Steiermark

Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

Bis 08. Jänner 2018

www.museumfürgeschichte.at

 

Weitere Informationen sowie Text- und Bildmaterial zur Ausstellung finden Sie online unter:Ein Hammerschlag

 

Am 14.06.2017 wurde mit „Ein Hammerschlag …“. 500 Jahre evangelischer Glaube in der Steiermark die zweite Sonderausstellung des Museums für Geschichte eröffnet, das mit April 2017 das Museum im Palais abgelöst hat und die Kulturhistorische Sammlung mit den Multimedialen Sammlungen in einem Haus vereint. Zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ widmet sich die neue Sonderausstellung jener Bewegung, die Luthers Thesenanschlag auch in der Steiermark in Gang gebracht hat. „Diese für die Steiermark so zentrale Schau ist auch für das Universalmuseum Joanneum ein Meilenstein und unterstreicht unsere Zuständigkeit für die steirische Landesgeschichte und das Anliegen, Geschichte erfahrbar und bewusst zu machen“, betonte Bettina Habsburg-Lothringen, Leiterin des Museums für Geschichte, bei der Eröffnung.

Im Rahmen des Evangelischen Kirchentags 2017 lädt das Universalmuseum Joanneum heute, am 15. Juni, von 10 bis 17 Uhr zu freiem Eintritt in die neue Ausstellung im Museum für Geschichte ein. 

Ausstellungsansicht "Ein Hammerschlag ...", 2017,

"Ein Hammerschlag ..." 500 Jahre evangelischer Glaube in der Steiermark, Ausstellungsansicht, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

Anlässlich des 500-Jahr-Jubiläums von Luthers Thesenanschlag beleuchtet die neue Sonderausstellung im Museum für Geschichte „Ein Hammerschlag …“ den evangelischen Glauben und die Wirkungsgeschichte der Reformation in der Steiermark. In insgesamt elf Räumen werden mehr als 200 historische Schlüsseldokumente aus Archiven und Bibliotheken im In- und Ausland gezeigt, die besonderen Bezug zu der langen und konfliktreichen Geschichte der Reformation in Graz und der Steiermark haben. Da viele Spuren spezifisch protestantischer Sprach- und Bildwelt in der Region von der bald darauf erfolgten Erneuerungsbewegungen der katholischen Kirche vernichtet wurden, spricht aus den verbliebenen Exponaten eine besondere historische Authentizität.

 

Ergänzt durch interaktive Elemente wie Video- und Audio-Stationen, O-Töne oder einem Quiz über die evangelische und katholische Religion, will die Ausstellung insbesondere auch Fragen im aktuellen Kontext aufwerfen. „Mit Blick auf das Reformationsjubiläum zeigt sich, dass wir heute mit vergleichbaren Fragestellungen hinsichtlich Politik, Macht, Gesellschaft oder der Instrumentalisierung von Religion konfrontiert sind. Mit der Ausstellung streben wir auch eine Sensibilisierung für solche Themen an“, so Ernst-Christian Gerhold, der diese Schau gemeinsam mit Ulrich Becker, Günter Cerwinka und Wiltraud Resch kuratiert hat. Ebenso wie das Kuratorenteam freuten sich bei der Eröffnung auch Joanneums-Direktor Wolfgang Muchitsch und die Museumsleiterin Bettina Habsburg-Lothringen über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den zahlreichen Fachleuten, wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie regionalen Museen, die diese Jubiläumsausstellung möglich gemacht haben.

Gruppenfoto,

Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Museum für Geschichte, Gruppenfoto, v.l.n.r.: Gestalterin Erika Thümmel, Kurator Günter Cerwinka, Kuratorin Wiltraud Resch, Kurator Ulrich Becker, Museumsleiterin Bettina Habsburg-Lothringen und Kurator Ernst-Christian Gerhold, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

Als spannende Erweiterung dehnt sich die neue Sonderausstellung im Museum für Geschichte auf das Grazer Stadtgebiet aus: Wie durch ein Antennensystem wird die Wirkungsgeschichte der Reformation an Orten wie der Stiegenkirche, der alten Universität oder dem Landhaus sichtbar gemacht. Indem man sich selbst zu jenen Orten begeben kann, wo sich die Reformation zugetragen hat, können Interessierte die Steiermark als „Hotspot der Reformationsgeschichte“ hautnah erleben. Diese Tafeln im Außenraum sowie die Ausstellung im Museum für Geschichte wurden von Erika Thümmel und ihrem Team gestaltet. Insgesamt begreift die Sonderausstellung „Ein Hammerschlag …“ Reformation als Prozess und erlaubt somit unterschiedlichste, auch kritische Betrachtungsweisen.

 

Anlässlich des Evangelischen Kirchentags 2017 lädt das Universalmuseum Joanneum heute zu freiem Eintritt in die neue Ausstellung im Museum für Geschichte ein. Das Kuratorenteam steht an diesem Tag für Auskünfte vor Ort zur Verfügung.

 

Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung und stehen für Rückfragen sehr gerne zur Verfügung.

 

Herzliche Grüße

Anna Fras & Pia Moser