Universalmuseum Joanneum GmbH

Gedenktag zur Pogromnacht am 9. November und Gedenkjahr 2018 zur Okkupation Österreichs 1938

 

Bertl & Adele. Zwei Grazer Kinder im Holocaust
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 25. Jänner 2018
Eine Ausstellung von Ruth Kaufmann, Luka Girardi und Thomas Szammer, Gestaltung von Uwe Kohlhammer
Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz
www.museumfürgeschichte.at

 

Aus Anlass des Gedenktages zur Pogromnacht am 9. November 1938, die sich heuer zum 79. Mal jährt, und in Hinblick auf das Gedenkjahr 2018 zur Okkupation Österreichs und der Novemberpogrome möchten wir darüber informieren, dass ab 26. Jänner 2018 die Ausstellung Bertl & Adele. Zwei Grazer Kinder im Holocaust, eine Ausstellung des „HAUS DER NAMEN Holocaust- und Toleranzzentrum Österreich“, im Museum für Geschichte zu sehen sein wird. „Wir freuen uns über diese Ausstellung im Museum für Geschichte, das seine Zuständigkeit in der Geschichtsvermittlung sieht. Dazu gehört auf jeden Fall auch die jüdische Geschichte der Steiermark“, meint Joanneums-Direktor Wolfgang Muchitsch.

Porträts von Bertl & Adele, © HTZFoto L‘OBS (Collection P. Caila)

Die Ausstellung

Die Jahre der NS-Herrschaft bedeuteten auch in der Steiermark Terror, Verfolgung und die Ermordung Tausender Menschen. Die Ausstellung Bertl & Adele zeigt den Holocaust am Beispiel zweier Grazer Kinder: Bertl, den seine Flucht durch drei Kontinente führte und der überlebte, sowie Adele, die in Auschwitz ermordet wurde. Berühmtheit erlangten die Koffer und persönlichen Gegenstände der Adele Kurzweil, die auf einem Dachboden in Frankreich nach der Deportation der Familie erhalten geblieben sind. Ausgewählte Stücke werden ab 26. Jänner erstmals in Graz zu sehen sein werden. Die Schau besteht aus 3 Teilen: „Jüdische Geschichte und Gemeinde“, „Entwicklung und Folgen des Holocausts“ sowie „Toleranzförderung und interkulturelle Kommunikation“. Diese Ausstellung ist das erste langfristige Angebot des Universalmuseums Joanneum zum Thema Nationalsozialismus.

 

HAUS DER NAMEN Holocaust- und Toleranzzentrum Österreich

Das HAUS DER NAMEN als Zentrum für Holocausteducation und Toleranzförderung vermittelt die Themen „Jüdische Geschichte und Kultur“, „Holocaust“ sowie „Toleranz“. Damit übernimmt es eine wichtige Aufgabe in der Wissensvermittlung zur jüdischen Vergangenheit in der Steiermark und zum Holocaust sowie im Aufzeigen der Notwendigkeit und Möglichkeit gesellschaftlicher Toleranz. Zur Ausstellung Bertl & Adele bietet das Museum für Geschichte zukünftig auch ein umfangreiches Vermittlungsprogramm zur Aus- und Weiterbildung für Vermittler/innen, Lehrer/innen und Schulen an. „Wir freuen uns über die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Universalmuseum Joanneum sowie Wolfgang Muchitsch, der sich persönlich für die Sache sehr engagiert. Ihm liegt die Informierung von Kindern und Jugendlichen genauso am Herzen wie uns. Besonders wichtig ist uns die Förderung von Empathie und Mitgefühl“, betont Ruth Kaufmann, Präsidentin vom Haus der Namen.

 

Das „HAUS DER NAMEN Holocaust- und Toleranzzentrum Österreich“ wird weiterhin getragen vom Verein für Holocaustgedenken und Toleranzförderung und will auch in Zukunft seine Ziele mehr denn je weiterverfolgen. „Hass ist oftmals eine treibende Kraft in vielen Gesellschaften. Die Geschichte sowie der Holocaust werden häufig gelehrt, aber nur selten wird daraus gelernt. Wir fühlen uns dem Ziel einer toleranten, friedlichen Gesellschaft verpflichtet“, meinen die Projektverantwortlichen. Das „HAUS DER NAMEN Holocaust- und Toleranzzentrum Österreich“ sieht seinen Beitrag zur Gesellschaft darin, Menschen Geschichte im Wissen und Gefühl zu vermitteln, um dadurch Bewusstsein, Verantwortung und Toleranz zu fördern und Wege für die Zukunft aufzuzeigen. Weitere Informationen finden Sie online unter: www.hausdernamen.at

 

Ich freue mich über Ihre Berichterstattung und stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung.

 

Herzliche Grüße

Anna Fras