Universalmuseum Joanneum GmbH

Künstlerisches Filmpanorama zeigt Vielfalt der Steiermark

 

Der mobile Pavillon ist Teil der STEIERMARK SCHAU und aktuell auf seiner Reise durch die steirischen Regionen. Nach dem Auftakt in Wien und seiner zweiten Station in Hartberg hat er in Spielberg mittlerweile seinen dritten Standort erreicht. Noch bis 25. Juli ist er am Red Bull Ring bei freiem Eintritt zu besichtigen. Der Pavillon ist Teil der ersten großen STEIERMARK SCHAU – Die Ausstellung des Landes. Sie umfasst vier Ausstellungen, drei davon sind in Graz zu sehen. Die nächste Station der von Alexander Kada gestalteten Kunsthalle ist Schladming, insgesamt legt der Pavillon damit 670 Kilometer zurück und durchmisst somit das ganze Land. Neben der außergewöhnlichen Architektur des 800 m2 großen Pavillons ist die 50 Meter lange Panorama-Leinwand im Inneren das Highlight: Ein neues, filmisches Steiermark-Panorama zeigt das Bundesland aus künstlerischer Sicht. Die von Astrid Kury kuratierte Ausstellung fragt, wer wir sind. In Spielberg gibt es ein Extra-Highlight: Hier wird auf der Panorama-Leinwand zusätzlich ein eigens produzierter Film über Jochen Rindts letztes Formel-1-Rennen gezeigt. Gestern wurde der Pavillon im Beisein der Kurator*innen und zahlreicher Mitglieder der Landesregierung im Rahmen einer Festveranstaltung mit Schauspielerin Aglaia Szyszkowitz präsentiert. Musikalisch wurde die Präsentation begleitet von Matthias Forenbacher und seiner Band.

Gruppenfoto vor dem mobilen Pavillon in Spielberg,

v. l. n. r.: Wolfgang Muchitsch (wiss. Joanneums-Direktor), Erich Wolf (General Manager, Projekt Spielberg), Matthias Forenbacher (Musiker), Astrid Kury (Kuratorin), Christopher Drexler (Kulturlandesrat), Alexander Kada (Gestalter), Gabriele Kolar (zweite Präsidentin des Steirischen Landtags), Aglaia Szyszkowitz (Moderatorin), Alexia Getzinger (kaufm. Joanneums-Direktorin), Andreas Themel (Vizebürgermeister von Spielberg), Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

Lichtinstallation und Ausstellungshalle

Der Pavillon ist eine Kunsthalle, die in die Regionen kommt. Das temporäre Gebäude ist selbst bereits eine Lichtinstallation. Möglich macht das eine ausgeklügelte Konstruktion der steirischen Sattler AG, die den Pavillon aus einzigartigen Hightech-Membranen gestaltet hat. Im Innenraum der 800 m2 großen Halle ist eine Ausstellung aus projizierten großformatigen Bildern der Steiermark zu sehen. Wer sind wir? Was zeichnet die Steiermark aus? Oft wird gesagt, die Vielfalt ihrer Kulturlandschaften. Daher konzentriert sich die Ausstellung auf die Themen Vielfalt, Kunst und Landschaft. „Für mich ist die Präsentationsform des Pavillons eine zukunftsträchtige, hinsichtlich des besonderen Raumerlebnisses und des Generierens von beeindruckenden Bildern durch Licht. Es ist ein sehr moderner und dynamischer Ansatz von Gestaltung und Vermittlung, der neue Sehgewohnheiten berücksichtigt und weit über konservative, statische Museumspräsentationen hinausgeht“, erklärt Alexander Kada, Gestalter des mobilen Pavillons.

 

„Kulturland Steiermark präsentiert sich internationalem Publikum“

Kulturlandesrat Christopher Drexler: „Die STEIERMARK SCHAU zählt zweifellos zu den größten und wesentlichsten kulturpolitischen Signalen dieses Jahres in ganz Österreich. Bei der ersten Ausgabe unseres neuen Ausstellungsformates ist die starke Einbindung der steirischen Regionen ein unverzichtbares Element. Ich freue mich daher, dass der mobile Pavillon als Expositur der STEIERMARK SCHAU hier am Red Bull Ring in Spielberg Station machen kann. An den vergangenen beiden Wochenenden, an denen die Formel 1 mit Zehntausenden Besucherinnen und Besuchern hier zu Gast war, konnte sich der mobile Ausstellungspavillon bereits einem breiten internationalen Publikum eröffnen. Die Motorsport-Fans waren begeistert vom eigens für die Station in Spielberg produzierten Filmbeitrag über Jochen Rindt. Damit zeigt auch die Die Ausstellung des Landes in eindrucksvoller Weise, dass die Formel 1 zur Steiermark gehört. Wir können stolz darauf sein, wie besonders sich das Kultur- und Sportland Steiermark in diesen Wochen dem regionalen, nationalen und auch internationalen Publikum hier am Red Bull Ring präsentiert. Ich möchte mich bei den Verantwortlichen der Projekt Spielberg GmbH sowie bei der Stadtgemeinde Spielberg für die Unterstützung und die Ermöglichung dieses Standortes bedanken und lade herzlich ein, den eindrucksvollen mobilen Pavillon der STEIERMARK SCHAU bis 25. Juli hier am Red Bull Ring zu besuchen!“

 

Der Spielberger Bürgermeister Manfred Lenger erklärt: „Mit der STEIERMARK SCHAU wandert 2021 ein vielseitiges Ausstellungsformat ins Murtal. Als multimedialer Schauplatz wird unsere Kulturstadt Spielberg dabei in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt.“




Heimische Landschaften und Gedenken an Jochen Rindt

Für die große Panorama-Leinwand wurden in 24 Kunstbeiträgen Aspekte von steirischen Landschaften erforscht. Sie zeigen außergewöhnliche Panoramabilder der aktuellen Steiermark in einer monumentalen Rundumansicht: insgesamt ein ungewöhnlicher Blick auf das Vertraute, von Mur, Erzberg, Riegersburg oder Spielbergring bis zu Fichtenwäldern, Mooren, Geschäftsportalen, Sozialeinrichtungen, Zugfahrten, Grenzlandschaften oder den Farben des Horizonts. In Spielberg wird darüber hinaus ein eigens produzierter Film über die österreichische Renn-Legende Jochen Rindt gezeigt. Dabei wird sein letztes Formel-1-Rennen ins Panorama gesetzt, realistisch ebenso wie kaleidoskopisch-experimentell.

 

Kunst

Die Steiermark hat eine vielfältige und reiche Kunstszene, die vor allem von den jüngeren Generationen getragen wird. Das Steiermark-Panorama gibt nicht nur einen Überblick über unterschiedliche Landschaften und Landschaftselemente, sondern auch einen exemplarischen Überblick über die aktuelle Kunstszene in der Steiermark, mit Fokus auf Fotografie, Kunstvideo und experimentellen Film.

 

Vielfalt

Ergänzend zum Steiermark-Panorama gibt es sechs filmische Ausstellungsbeiträge, die unser Verständnis von Landschaft vertiefen. Sie zeigen die Vielfalt der Steiermark: in der Sprachenvielfalt ihrer Sprachenlandschaften und in der Artenvielfalt der Kulturlandschaften. Sie stellen die Frage nach kontaminierten Landschaften. Sie beleuchten in thematischen Karten, wie sich die landschaftliche Vielfalt auf den Alltag auswirkt. Und sie befragen Persönlichkeiten des Kulturlandes Steiermark zu ihrer Beziehung zum Land und zu den Landschaften. Außerdem ist ein Filmbeitrag zu den 15 steirischen LEADER-Regionen zu sehen, die Zukunftsräume im großen europäischen Kontext gestalten.

 

Insgesamt haben an der Ausstellung im mobilen Pavillon 78 Künstler*innen (mit Steiermark-Bezug) mitgewirkt. An den Wissensbeiträgen haben 32 Personen direkt über Kooperation und Beauftragung gearbeitet. Kuratorin Astrid Kury: „Ich bin von den Ergebnissen der künstlerischen Forschung sehr beeindruckt und berührt. Die beteiligten Künstler*innen haben Außergewöhnliches geleistet. Schließlich hat noch niemand mit so großflächigen Projektionen gearbeitet. Die künstlerische Qualität ist herausragend und die Tiefe der Auseinandersetzung mit dem Land ist bemerkenswert. Das spektakuläre Panorama hinterlässt sicher bewegende und unvergessliche Eindrücke bei allen Besucher*innen.“

Wesentliche Kooperationspartner*innen sind: Akademie Graz, GIS Steiermark, Schulatlas Steiermark, Verein Clio, Grünes Handwerk, Pavel-Haus, DIAGONALE, Forschungsbereich Plurilingualismus von treffpunkt sprachen der Karl-Franzens-Universität Graz und die 15 steirischen LEADER-Regionen.




Facts & Figures zum Pavillon

  • 5 Standorte: Wien, Hartberg (8. Mai bis 4. Juni), Spielberg (5. bis 25. Juli), Schladming (14. August bis 5. September), Bad Radkersburg (25. September bis 31. Oktober)
  • 800 m2 Ausstellungsfläche
  • 670 zurückgelegte Kilometer
  • 200 m2 Leinwandfläche
  • 78 Künstler*innen

 

Die 24 Kunstbeiträge im Steiermark-Panorama sind auf der 50 Meter langen Panorama-Leinwand im mobilen Pavillon zu sehen. Im Zentrum stehen die Landschaften der Steiermark. Die filmischen Beiträge sind Auftragsarbeiten. Der Film über Jochen Rindt wird nur in Spielberg gezeigt.

 

Das Projekt Stimmen zur Steiermark ‒ Zentrale Positionen aus Kunst und Kultur thematisiert Fragen der Herkunft, der privaten wie künstlerischen Verortung. Welche Rolle spielt es, wo man herkommt, wo man lebt und arbeitet? Welche Beziehung haben Künstler*innen, die entweder vor Ort leben oder die Steiermark verlassen haben, zu ihrem Heimatland? 31 namhafte Persönlichkeiten aus den Bereichen bildende Kunst, Literatur, Regie, Schauspiel und Komposition geben in speziell für die STEIERMARK SCHAU realisierten, kurzen Video-Statements Auskunft über ihren Steiermark-Bezug. Die Videos visualisieren unterschiedliche Zugänge, Meinungen und Haltungen.

 

Die Inhalte des Pavillons entstanden unter Mitwirkung von 78 Beteiligten aus bildender Kunst, Literatur, Komposition, Regie und Schauspiel. Ergänzt werden diese durch mehrere Wissensbeiträge sowie ein Vermittlungsprogramm, das in Kooperation mit der Diagonale, dem Festival des österreichischen Films, entstand.

 

STEIERMARK SCHAU 2021

 

Die STEIERMARK SCHAU nimmt gesellschaftliche Fragen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft auf und bereitet sie aus der Perspektive von Kunst und Kultur auf. Drei Museen des Universalmuseums Joanneum – das Museum für Geschichte, das Volkskundemuseum und das Kunsthaus Graz – setzen sich in ihren Ausstellungen zur STEIERMARK SCHAU mit der steirischen Geschichte und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander. Mit dem 800 m2 großen mobilen Pavillon wird ein Ort geschaffen, der die Ausstellung des Landes auch unmittelbar in die steirischen Regionen bringt.

_______________________________

 

Mobiler Pavillon der STEIERMARK SCHAU
Bis 25. Juli am Red Bull Ring, Spielberg
Täglich 10–18 Uhr, Eintritt frei
Weitere Stationen: Schladming (14. August bis 5. September), Bad Radkersburg (25. September bis 31. Oktober)

Supported by Sattler AG

www.steiermarkschau.at
www.mobilerpavillon.at

 

Weitere Informationen sowie Bildmaterial finden Sie hier: STEIERMARK SCHAU