Universalmuseum Joanneum GmbH

Das älteste und zweitgrößte Museum Österreichs setzt Maßnahmen gegen die Klimakrise

 

Das Universalmuseum Joanneum wird mit seinen 19 Museen Teil des Netzwerkes Museums For Future, einer globalen Bewegung von Museen, Kulturinstitutionen und ihren Mitarbeiter*innen, die hinter den Forderungen von Fridays For Future steht.


Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

1811 wurde das Joanneum von Erzherzog Johann dem Land Steiermark mit dem Auftrag gestiftet, Zeugnisse der Natur, Kunst und Kultur des Landes zu sammeln und zu erforschen, um damit die geistige und technologische Entwicklung der Steiermark aktiv zu fördern. Dieser Auftrag wird mittlerweile in 22 Sammlungen an 13 Standorten umgesetzt und orientiert sich stets an neuen Erkenntnissen.

„Das Universalmuseum Joanneum sammelt und zeigt nicht nur Zeugnisse der Vergangenheit, sondern widmet sich auch der Zukunft. Aus diesem Umstand heraus ist es für uns selbstverständlich, der großen Gefahr des Klimawandels Rechnung zu tragen, darüber aufzuklären und sich für Veränderungen einzusetzen“, so der wissenschaftliche Direktor Wolfgang Muchitsch.

 

Die menschengemachte Veränderung des Klimas ist seit Jahren wissenschaftlich unumstritten, die Veränderungen sind mittlerweile für alle spür- und sichtbar. Schnellstmögliche und effektive klimapolitische Maßnahmen sind notwendig und alternativlos, um das Pariser Klimaziel und damit eine ökologisch stabile, lebenswerte Zukunft für alle zu erreichen. Nach dem Kunsthaus Graz, das sich bereits seit Frühjahr 2021 zu Museums For Future bekennt, nimmt nun das gesamte Joanneum seine Verantwortung als Institution der Wissenschaft, Bildung und des Diskurses wahr. Das heißt, alle Museen des Joanneums setzen sich im Dienste der Öffentlichkeit für eine zukunftsfähige Gesellschaft ein. Mit dem Bekenntnis zur Declaration ofMuseums For Future ist unter anderem die Unterstützung der Klimastreiksund die Kommunikation der Folgen der Klimakrise für Natur und Mensch verbunden.

 

„Sowohl im Rahmen der Ausstellungs- und Vermittlungstätigkeit als auch im ,Museumsalltag‘ soll stärker auf den Klimawandel und die damit verbundenen Folgen eingegangen werden. Wir werden in Zukunft kontinuierlich daran arbeiten, vor allem bei den Verpackungsmaterialien von Transporten sowie in der Ausstellungsarchitektur nachhaltiger zu werden“, betont die kaufmännische Direktorin Alexia Getzinger. Als großes und gut vernetztes Museum wird das Joanneum im Sinne von Museums For Future tätig werden. Innerhalb der Institution wird auf eine Reduktion von klimaschädlichen Handlungen gesetzt. Außerdem will das Museum als Ort, der aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen aufnimmt und durch Vernetzung und Kommunikation unterstützend wirken kann, Besucher*innen zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit drängenden Fragen anregen: Biodiversität, Klimawandel, Naturschutz, Ressourcen, Nachhaltigkeit und Mobilität sind nur einige Themenfelder, die in aktuellen bzw. vergangenen Ausstellungen zum Diskurs einladen, auf Vergangenheit und Gegenwart ebenso bezogen wie auf zukünftige Herausforderungen. Es ist also in mehrfacher Hinsicht ein großes Anliegen, Teil von Museums For Future zu sein und dem Thema Klimaschutz auch eine museale Bühne zu bieten.


Foto: Kunsthaus Graz/J.J. Kucek

Erste Maßnahmen zum Klimaschutz angelaufen

Im Naturkundemuseum finden seit 2017 rund um den 12. Dezember – das Beschlussdatum des Pariser Abkommens 2015 – die Aktionstage Der Klimawandel und die Steiermark statt: Angebote für Schulen aus der gesamten Steiermark, öffentliche Diskussions- und Informationsveranstaltungen, Fortbildungen für Pädagog*innen und partizipative Formate mit Wissenschaftler*innen stehen auf dem Programm. Dabei sollen die Auswirkungen der Klimakrise bewusst gemacht sowie Strategien und Lösungen für die Zukunft aufgezeigt werden.
Die aktuelle Sonderausstellung Boden in Bewegung. Hangrutschungen im Klimawandel ist ein Kooperationsprojekt mit dem Wegener Center für Klima und globalen Wandel der Universität Graz und weist auf den Einfluss des Klimawandels und Veränderungen in der Landschaft hin.

 

Das Museum für Geschichte ist bemüht, Klima- und ökologische Fragen in Ausstellungen, Veranstaltungen und Exkursionen in verständlicher Weise und mit direktem Bezug zum unmittelbaren Lebensraum zu thematisieren und durch Vermittlung historischer Ereignisse und Sachverhalte zur Orientierung im Kontext der heute brisanten Fragen beizutragen.
Aktionen in der Vermittlung sowie in der Medienkommunikation und der kuratorischen Tätigkeit, die auf die drastischen Folgen des Klimawandels aufmerksam machen wollen, setzt auch das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark.

Das Volkskundemuseum widmet sich in seiner Neuaufstellung 2021 in mehrfacher Hinsicht den Themen Klimawandel, Umwelt und Engagement für den Klimaschutz: Nicht nur in der Ausstellung, sondern auch beim Umbau des Museumsgebäudes wurde darauf geachtet, nachhaltig und ressourcenbewusst – in Bezug auf Materialien, lokale Dienstleister*innen und energieeffiziente bauliche Adaptionen – zu agieren.
 

Mit der Verwendung von energiesparenden Beleuchtungsmitteln, zertifizierten biotechnologischen Reinigungsmitteln und dem Wiederverwenden von Einbauten wie Ausstellungsdisplays, Vitrinen, Monitoren usw. im Rahmen der Ausstellungen setzt Schloss Trautenfels Maßnahmen für den Klimaschutz.
Für das Kunsthaus Graz war die Ausstellung was sein wird im Rahmen der ersten STEIERMARK SCHAU im Frühjahr 2021 Anlass, sich Museums For Future anzuschließen und Vorhaben in Fragen der Nachhaltigkeit und des Energieverbrauchs konkret in Angriff zu nehmen. So wurden etwa Solarpanele auf dem Dach der Needle installiert, die die BIX-Medienfassade mit Energie versorgen, Ausstellungsmobiliar wiederverwendet und mit regionalen Lebensmittelproduzent*innen kooperiert. 


Foto: Kunsthaus Graz/A. Graf

Das Universalmuseum Joanneum wird daher am 24.09.2021 am Klimastreik in Graz teilnehmen. An der BIX-Fassade des Kunsthauses läuft an den Tagen davor das Datum des weltweiten Streiks. Am Tag selbst bleibt die Fassade dunkel. 

______________________________

 

Maßnahmen gegen die Klimakrise im Universalmuseum Joanneum

Declaration of Museums For Future

Museums For Future

 

Weitere Informationen sowie Bildmaterial finden Sie unter: Museums For Future

______________________________

 

Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung und stehen für Fragen gerne zur Verfügung.

 

Mit herzlichen Grüßen

 

Anna Fras
+43/664/8017-9211, anna.fras@museum-joanneum.at

Stephanie Liebmann
+43/664/8017-9213, stephanie.liebmann@museum-joanneum.at

Alexandra Reischl
+43/699/1780-9002, alexandra.reischl@museum-joanneum.at