Tilla Durieux

Künstler: Oskar Kokoschka

Leben: Pöchlarn (NÖ) 1886 – 1980 Montreux (CH)
Datierung: 1920
Technik: Lithografie
Maße: 23,8 x 32,3 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: II/9737

Tilla Durieux (Wien 1880 – 1971 Berlin)

Tilla Durieux wurde als Ottilie Godeffroy geboren, übernahm aber den Namen ihrer französischen Großmutter, da es aufgrund ihrer Berufswahl zum Bruch mit ihren Eltern kam. Sie besuchte die Schauspielschule in Wien und hatte 1902 ihr Debüt in Olmütz, worauf kleinere Engagements in Breslau/Wrocław und Stuttgart folgten. Ab 1903 trat sie an den Berliner Bühnen u.a. unter der Regie von Max Reinhardt und Erwin Piscator auf.

 

Sie heiratete drei Mal: 1904 den Maler Eugen Spiro, 1910 den Kunsthändler Paul Cassirer und 1930 den Industriellen Ludwig Katzenellenbogen. 1933 emigrierte Durieux mit ihrem dritten Ehemann, der jüdischer Abstammung war, nach Ascona in die Schweiz und später nach Zagreb und Opatija im damaligen Jugoslawien. 1941 wurde ihr Ehemann von den Nationalsozialisten verhaftet und im KZ Sachsenhausen ermordet. Daraufhin engagierte sich Durieux in verschiedenen Widerstandsgruppen.

 

1946 wurde das von ihr verfasste Drama „Zagreb 1945“ in Luzern uraufgeführt und 1954 ihr Roman „Eine Tür fällt ins Schloß“ veröffentlicht, in dem sie ihre Lebenserinnerungen niedergeschrieben hatte.

 

Sie kehrte 1952 nach Deutschland zurück und spielte bis kurz vor ihrem Tod 1971 am Theater und in Filmen und arbeitete an Hörspielen. Durieux erhielt zahlreiche Ehrungen für ihr Lebenswerk.

Neue Galerie Graz

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