Rollenporträts Johann Nestroy

Foto: N. Lackner/UMJ

Künstler: Hermann Klee

Leben: Wien 1820 – 1894 Wien
Datierung: 1861
Technik: 12 SW-Fotos
Maße: je 11 x 7 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: X/35 bis X/46

Johann Nestroy (Wien 1801 – 1862 Graz)

Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy, dessen literarisches Werk als Höhepunkt des Alt-Wiener Volkstheaters gilt, wurde am 7.12.1801 in Wien geboren, wo er Rechtswissenschaften und Philosophie studierte, da er wie sein Vater Jurist werden sollte. Er brach das Studium jedoch ab und ließ sich als Sänger (Bass) ausbilden.

 

1822 begann er eine Laufbahn als Opernsänger am Kärntnertortheater und an der Wiener Hofoper. Ab 1826 arbeitete er am Theater in Brünn und am Schauspielhaus in Graz, wo er 1927 auch seine erste Posse schrieb und selbst spielte. Im Zuge dessen wandte sich Nestroy zunehmend dem komischen Sprechtheater zu.

 

Seine Karriere als Theaterschriftsteller begann ab 1931, als er ein Engagement am Theater an der Wien als Schauspieler und Bühnenautor erhielt. Dort gelang ihm auch der Durchbruch als Dramatiker mit dem Zauberspiel Der böse Geist Lumpacivagabundus, in dem er den Schuster Knieriem spielte.

 

Mit seinen Stücken hatte Nestroy fast immer Erfolg, als Schauspieler gastierte er in vielen Rollen an zahlreichen Theatern der Monarchie und Deutschlands. Ab 1839 schrieb und spielte er auch für das Leopoldstädter Theater, das er in den 1850er-Jahren als Direktor leitete.

 

Seine beiden letzten Lebensjahre verbrachte er in Graz, wo er am 25.5.1862 verstarb. Er liegt in einem Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof begraben. Als Bühnendichter schrieb er 83 Stücke – meist Satiren und Komödien –, die dem Publikum das biedermeierliche Leben mit beißendem Witz vor Augen führten.

Neue Galerie Graz

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