Pauline Viardot und Pierre-Jules Michot in „Alceste“ in der Pariser Oper

Foto: N. Lackner/UMJ

Künstler: André Disdéri

Leben: Paris 1819 – 1889 Paris
Datierung: ca. 1860
Technik:  Sw-Foto (Carte de Visite, ungeschnitten)
Maße: 19,8 x 23,3 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: X/2019

Viardot- García, Pauline (Paris 1821–1910 Paris)

Pauline Viardot-García, eine der vielseitigsten und einflussreichsten Musikerinnen des 19. Jahrhunderts, wurde am 18.7.1821 als Tochter des spanischen Tenors Manuel del Pópulo Vicente García in Paris geboren. Ihre Ausbildung zur Pianistin erhielt sie unter anderem von Franz Liszt. Im Alter von 18 Jahren debütierte sie als Opernsängerin in London.

 

1840 heiratete sie den um viele Jahre älteren Pariser Theaterdirektor und Kunstschriftsteller Louis Viardot, mit dem sie in weiterer Folge vier Kinder hatte. Die gefeierte Mezzosopranistin stand auf allen großen Bühnen Europas und feierte überragende Erfolge.

 

1863 zog sie mit ihrer Familie nach Baden-Baden, wodurch der Kurort zu einer internationalen Kulturstadt avancierte. Im Domizil der Viardots trafen zahlreiche bekannte Musiker, Maler, Dichter und wichtige politische Persönlichkeiten zusammen.

 

Pauline Viardot-García machte sich auch als Gesangslehrerin verdient und förderte zahlreiche spätere Berühmtheiten. Neben dem Gesang sowie ihrer Kompositions- und Lehrtätigkeit bearbeitete und edierte sie auch Werke befreundeter Komponisten, sammelte Volkslieder und veranstaltete musikalische Salons.

 

Viardot-García prägte das Musikleben in Europa – vor allem in Frankreich, Deutschland, England und Russland – nachhaltig. Zu Beginn des Deutsch-Französischen Krieges (1870–1871) zog die Familie Viardot wieder zurück nach Paris, wo Pauline Viardot- García am 18.5.1910 verstarb.

Michot, Pierre-Jules (1832–1896)

Der im Jahr 1832 geborene französische Tenor feierte 1856 am Théâtre-Lyrique Impérial, einem der vier bedeutendsten Opernkompagnien des 19. Jahrhunderts in Paris, in Richard Cœur de Lion von André-Ernest-Modeste Grétry sein Debüt als Opernsänger.

 

1859 erhielt Michot ein Engagement an der Pariser Oper. Dort blieb er bis 1865 und kehrte anschließend an das Théâtre-Lyrique Impérial zurück. Seine Karriere dürfte allerdings keine sonderlich lange gewesen sein, da sein letzter (Gast-)Auftritt bereits im Jahr 1968 in der Oper von Marseille in Verdis Die sizilianische Vesper stattfand.

 

Michot verstarb 1896. Der berühmte Fotograf André Adolphe-Eugène Disdéri fotografierte Michot um 1860 in der Pariser Oper in seiner Rolle in Christoph Willibald Glucks Alceste. Disdéri gilt als Schöpfer des „Carte de Visite“-Formates, des ersten Standardformats der Fotografie. Die Fotos berühmter Sänger/innen und Schauspieler/innen waren schon damals beliebte Sammelobjekte.

Neue Galerie Graz

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