Künstlerporträts: Rirkrit Tiravanija, Elizabeth Peyton

Foto: N. Lackner/UMJ

Künstler: Rudi Molacek

Leben: Kindberg 1948, lebt in Berlin und im Burgenland
Datierung: 1994
Technik: 33 SW-Fotos
Maße: je 24,5 x 19,5 cm
Besitz: Neue Galerie Graz
Inventarnummer: X/1656 bis X/1688

Rirkrit Tiravanija (Buenos Aires 1961, lebt in New York, Berlin und Chiang Mai)

 

Rirkrit Tiravanija wurde 1961 als Sohn eines thailändischen Diplomaten und einer Kieferchirurgin in Buenos Aires geboren und wuchs in Äthiopien, Thailand, Malaysia und Kanada auf. Er studierte zunächst Geschichte an der Carleton Universität in Ottawa, später Kunst am Ontario College of Art in Toronto (1980–84), am Banff Center (1984), an der School of the Art Institute of Chicago (1984–86) und nahm am Whitney Independent Studies Program in New York (1985–86) teil.

1991 heiratete Tiravanija die Künstlerin Elizabeth Peyton, nach ihrer Trennung Ende der 1990er-Jahre kam es im Jahr 2004 zur Scheidung.

 

In seiner Arbeit überschreitet Tiravanija durch Formen des sozialen Engagements immer wieder die Grenze zwischen Kunst und Leben, so etwa bei gratis zugänglichen Verköstigungen in Kunstgalerien und Museen. Ihn interessieren soziale Aspekte der Architektur und Strukturen des (Zusammen-)Lebens von Menschen. In Thailand gründete Tiravanija eine ökologisch orientierte landwirtschaftliche Kommune. Derzeit ist er Professor an der Kunstfakultät der Columbia University.

 

Seine Arbeiten sind in zahlreichen internationalen Ausstellungen präsent, unter anderem in Einzelausstellungen im MoMA in New York (1997), in der Wiener Secession (2002), in der Serpentine Gallery in London (2005) und im Musée d‘Art Moderne de la Ville de Paris (2005).

 

 

Elizabeth Peyton (Danbury 1965, lebt in New York und Berlin)

 

Elizabeth Peyton wurde 1965 in Danbury in Connecticut geboren. Sie besuchte von 1981 bis 1987 die New Yorker School of Visual Arts.

 

1991 heiratete Elizabeth Peyton ihren Künstlerkollegen Rirkrit Tiravanija. Auf die Trennung Ende der 1990er-Jahre folgte 2004 die Scheidung.

 

Peyton malt fast ausschließlich Porträts und nutzt dafür neben Zeichnungen die Techniken des Aquarells sowie der Ölmalerei. Ihre Ölgemälde werden von kräftigen und leuchtenden Farben dominiert und im Anschluss mit einer glänzenden Lasur überzogen. Vorlagen für ihre Bilder sind Schnappschüsse von Freunden, Plattencover, Fotos aus Magazinen oder Standaufnahmen aus Musikvideos. Neben Personen aus ihrem Umfeld bildet Peyton auch historische Persönlichkeiten oder berühmte Menschen ab, die sie zumeist nicht persönlich kennt, so zum Beispiel Andy Warhol, Leonardo DiCaprio, Kurt Cobain, Prinzessin Diana, Prinz Harry, David Bowie, Napoleon Bonaparte, David Hockney, Oscar Wilde, Friedrich II. und Ludwig van Beethoven. Wichtig ist für sie dabei der Lebensweg einer Person und wie inspirierend dieser auf andere wirkt. Ihr Interesse gilt vor allem Menschen, die etwas erschaffen, ob in Literatur, Kunst oder Musik.

 

Seit 2015 ist Peyton Professorin für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf.

Neue Galerie Graz

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