Kaiser Ferdinand I.

Foto: UMJ/J. Edegger

Künstler: unbekannt (Österreich)

Datierung: 1834/40
Technik: Öl auf Leinwand
Maße: 231 x 144 cm    
Besitz: Neue Galerie Graz 
Inventarnummer: I/2100 

Kaiser Ferdinand I. von Österreich (Wien 1793–1875 Prag)

Ferdinand „der Gütige“ wurde am 19.4.1793 in Wien als Sohn von Kaiser Franz II./I. und dessen Cousine Maria Theresia, Prinzessin beider Sizilien, geboren. Er litt neben Epilepsie und Rachitis auch an einem Hydrocephalus, der der Grund für die auffällige Disproportion zwischen seinem großen Kopf und schmächtigen Körper war. Auch geistige Minderbegabung wurde ihm nachgesagt.

 

Der Thronfolger blieb lange in weiblicher Obhut und trat erst im Alter von 25 Jahren als offizieller Vertreter seines Vaters in der Öffentlichkeit auf. 1831 wurde Ferdinand auf Anraten Metternichs mit seiner Cousine dritten Grades Maria Anna Prinzessin von Savoyen verheiratet – sie schenkte ihm keine Kinder, doch kümmerte sich ihr Leben lang mit bewundernswerter Haltung um ihren Ehemann.

 

1832 entging er nur knapp einem Attentat, das zeigte, wie trügerisch die Ruhe im biedermeierlichen Österreich war. 1835 folgte Ferdinand seinem Vater auf den Thron – er war während seiner gesamten Amtszeit quasi eine Marionette des Staatsrates, der die Regierungsgeschäfte, denen er nicht gewachsen war, für ihn erledigte.

 

Mit der Märzrevolution von 1848 endete die gewaltsam aufrechterhaltene Ruhe, Ferdinand beziehungsweise die Regierung antwortete auf die Unruhen einerseits mit Gewalt, andererseits aber mit der Gewährung der Pressefreiheit und der Entlassung des Staatskanzlers Metternich, der als Symbol für die Unterdrückung galt. Der Kaiser floh mit seinem Hof zuerst nach Innsbruck und anschließend, als die Lage immer mehr eskalierte, ins mährische Olmütz/Olomouc.

 

Noch im selben Jahr verzichtete Ferdinand zugunsten seines Neffen Franz Joseph auf den Thron und zog sich auf die Prager Burg zurück. Ferdinand verstarb am 29.6.1875 im hohen Alter von 83 Jahren in Prag und wurde in der Kapuzinergruft in Wien begraben.

Neue Galerie Graz

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