Zwischengoldbecher, 18. Jh.

Zwischengoldgläser weisen eine doppelte Wandung auf, wobei die innere das in Goldradierung ausgeführte Motiv aufweist. Zum Schutz gegen Abrieb wurde eine zweite Wandung aufgesetzt. Die Darstellungen tragen zumeist Genrecharakter, beliebt waren Landschaftsmotive mit lebhaft bewegten, an die Graphik der Epoche anknüpfenden Jagdszenen, Die bereits in der Spätantike bekannte Produktion von Zwischengoldgläsern erlebte in Böhmen in der ersten Hälfte des 18. Jhs. eine erneute Hochblüte. Die Herstellung war sehr kostspielig und mit großen Risiken verbunden, das Ineinanderpassen der beiden Wandungen stellte hohe technische Anforderungen an Glasbläser und –schleifer. Der Ausschuss betrug in der Regel 99 Prozent.

 

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Museum im Palais

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