Kunstblumen

Die seit der Antike bekannten Kunstblumen waren schon im frühneuzeitlichen Italien ein begehrter Exportartikel. In der kalten Jahreszeit waren sie Ersatz für natürliche Blumen und dienten zum Schmuck der Kirchenaltäre.

Von Italien aus fand die Kunstblume ihren Weg nach Frankreich. Sie wurde als Modeartikel Bestandteil der Kleidung. Im 18. Jahrhundert breitete sich der neue Trend in Mitteleuropa aus. Die Kunstblumen wurden nun in eigenen Manufakturen produziert. 

Herstellung

Modeblumen wurden großteils aus textilen Rohstoffen produziert. Mithilfe von Schnittmustern, Schablonen oder Stanzeisen wurden die Blüten- und Laubformen herausgeschnitten. Der Stoff wurde zuvor gefärbt, konnte aber in einem weiteren Arbeitsgang nachkoloriert werden.

Geformt wurden die Blätter mit erwärmten Präge- und Formeisen (z. B. Boule-Eisen) sowie durch Kräuseln und Einrollen. Mit feinem Draht wurden die Blätter dann zusammengefügt. Die Drähte wurden mit farbigem Papier umwickelt und bildeten die einzelnen Blütenstiele. 

Natur Nachahmen

Die Natur ist Vorbild schlechthin. Auch künstliche Blumen sollten der natürlichen Formen- und Farbenvielfalt gleichkommen. Im Gegensatz zu den natürlichen Mustern hatten sie den Vorteil, stets verfügbar zu sein und nicht zu welken.

Um auch im Aroma den echten Blumen nahezukommen, wurden Kunstblumen mit Düften besprüht. So erfreuten sie nicht nur das Auge der Betrachter/innen. Neben der Schönheit der Blüte war auch ihre Aussage entscheidend: Man sprach gerne durch die Blume! 

Museum im Palais

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
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F +43-316/8017-9849
museumimpalais@museum-joanneum.at

 

Öffnungszeiten
Mi-So 10 - 17 Uhr

 

17. April
1. Mai
5. Juni
15. August
26. Dezember

24. bis 25. Dezember