Vom vulgo „Purrweber“ zum Kaufhaus „Textil-Purr“ in Groß St. Florian

Schon vor 1900 betreibt Wilhelm Purr eine Handweberei in dem von ihm erworbenen Haus Groß St. Florian Nr. 13. Viele ältere Kunden kennen noch den Vulgonamen „Purrweber“. 1919 eröffnet sein Sohn Kunibert, ein gelernter Kaufmann, gemeinsam mit seiner Ehegattin Sophie eine Gemischtwarenhandlung und legt neben dem Handel mit Lebensmitten, Futtermitteln und Brennstoffen im Jahre 1921 das Schwergewicht seines Angebotes auf Textilien (Meterwaren und Bekleidung).


Frau Cäcilia Marchel, die erste Mitarbeiterin der Firma Purr, wurde fast 100 Jahre alt. Sie fertigte händisch Steppdecken an, die wegen ihrer besonderen Qualität noch bis zum heutigen Tag nicht in Vergessenheit geraten sind. Nach dem Tod von Kunibert Purr im Jahre 1945 baute dessen Gattin gemeinsam mit ihrem Sohn Kuno das Geschäft wieder von Anfang an mühsam und solide auf. Nach mehrmaligem Umbau (Portalumbauten 1949 und 1951) erweiterten sie das Geschäft auf 180 m².


1968 übernahm Reinhold Purr das Textilgeschäft und baute dieses im Laufe der Jahre gemeinsam mit seiner Gattin Helene auf ca. 400 m² modern und übersichtlich aus. Mit der Pensionierung von Reinhold Purr 2004 wurde der Betrieb eingestellt.


Quelle: aus 60 Jahre Textil-Purr in Groß St. Florian

Museum für Geschichte

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Öffnungszeiten
Mi-So, Feiertag 10 - 17 Uhr

 

22. April
10. Juni

24. bis 25. Dezember
31. Dezember