After Work in der Stahlstadt - Kapfenberger Stadt-Kino

Bereits um die Jahrhundertwende wurde am Lindenplatz in Kapfenberg neben dem „Hammerl-Gasthaus“ ein Kaiserpanorama errichtet. 1910 baute Franz Hammerl an das bestehende Gasthaus einen großen Trakt mit einem Theater- und Ballsaal an. Ein Jahr darauf eröffnete Franz Hammerl in diesem Theatersaal zudem ein Kinematographentheater, in welchem Stummfilme mit Orchesterbegleitung vorgeführt wurden. 1930 wurde schließlich das Lichtspieltheater als Tonkino eröffnet. Anfänglich wurden Filme nur am Wochenende vorgeführt, ab Mitte der Dreißigerjahre gab es bereits täglich Vorstellungen. 1932 ging das Stadtkino in den Besitz von Rudolf Folk über, dessen Familie das Kino – in der dritten Generation – bis 2013 besaß. Danach übernahm die „Diesel Kino“-Gruppe das Unternehmen.

In den ersten Nachkriegsjahren wurde der Betrieb mit einem eigenen Stromaggregat aufrechterhalten. Durch die Entwicklung des Breitwandfilmes und der „Cinemascope-Projektion“ war es 1956 notwendig geworden, die Bildfläche von bisher vier Metern Breite auf elf Meter zu vergrößern. Mitte der Sechzigerjahre begann sich, bedingt durch das Fernsehen, ein Publikumsrückgang bemerkbar zu machen. 1984 wurde der große 650 Personen fassende Kinosaal in zwei Säle geteilt.

 

In Kapfenberg erfreute sich das Publikum noch an drei weiteren Kinos: Die Rio-Lichtspiele (1955 – 1985), die Nord-Lichtspiele am Schirmitzbühel (1958 – 1972) und das Volkskino im Werkshotel Böhlerstern (1918 – 1928 und 1947/48).

Museum für Geschichte

Sackstraße 16
8010 Graz, Österreich
T +43-316/8017-9800
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Öffnungszeiten
Mi-So, Feiertag 10 - 17 Uhr

 

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