Franz II./ I., 1812

Franz II./ I., Biskuitporzellan, Kaiserliche Porzellanmanufaktur, Wien, Modelleur: Elias Hütter, 1810, KHS, Inv.-Nr. 0576, Foto: UMJ/V. Delic

Franz II./I. (reg. 1792-1835, ab 1804 als Franz I. von Österreich) erscheint hier in schlichter Toga in der Art eines altrömischen „pater familias“. Sie ist Ausdruck eines absoluten, keinerlei Reformbereitschaft duldenden Herrschaftsverständnisses und spiegelt die Selbsteinschätzung als strenger, aber gerechter Gesetzgeber nach antikem Vorbild wider. Zum Ausdruck kommt dies auch in der Devise des Kaisers: „Iustitia fundamentum regnorum“ (= Gerechtigkeit ist die Grundlage der Reiche“). Die besondere Lebensnähe des Porträts, das auf einem Modell des Wiener Bildhauers Johann Nepomuk Schaller beruht, geht ebenfalls auf römische Muster zurück. Der betont prunklose Aufzug soll Sparsamkeit und Selbstlosigkeit des sich gerne volksnah gebenden Monarchen demonstrieren und entspricht dem Tugendideal des Klassizismus. Die Büste fand entsprechende Verbreitung: Ein weiteres Exemplar befindet sich im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

 

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Museum für Geschichte

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Das Museum für Geschichte hat am Montag 25. Juni 2018 von 10.30 bis 12.30 Uhr im Rahmen der Ausstellungseröffnung Im Zeitalter der Extreme. Demokratie im Widerstreit mit Diktaturen 1918/2018 ausnahmsweise geöffnet. 

 

24. bis 25. Dezember