Lederwaren

Die Gerbung dient der Herstellung des Leders, das dann weiter zu Schuhen, Taschen und Kleidung verarbeitet wird. Die Gerbung verhindert die Zersetzung der Häute und gibt ihnen Stabilität. Wegen den unangenehmen Gerüchen und dem hohen Wasserbedarf war die Gerberei in eigenen Vierteln angesiedelt. Diese lagen nach Möglichkeit in der Nähe des Wassers. Obwohl das Gerberhandwerk wichtig für die Ledergewinnung war, hatte es vor allem wegen der strengen Gerüche einen schlechten Ruf.

 

Herstellung

Bei der Lederherstellung werden die frischen Häute zuerst im Wasser eingeweicht und dann getrocknet. Dem folgt das Äschern: Die Häute werden in Bottiche mit Kalk und Pottasche eingelegt. Auf dem Schabebaum werden die gelockerten Haare sowie Fleisch- und Fettreste entfernt. Das Ergebnis ist eine bearbeitete Haut, die als Blöße bezeichnet wird. Der eigentliche Gerbprozess war das zeitintensive Einlegen der Blöße in eine sogenannte Lohe (= Blätter und Baumrinde). Nach einem Auswaschen und Trocknen wurde das fertige Leder zugerichtet. Es wurde unter anderem geglättet, gefalzt, gespalten und die Ränder wurden abgeglichen.

 

Wenn Arbeit krank macht

Bei der Herstellung feiner Lederwaren wird die körperliche Überbeanspruchung selten bedacht. Doch mit der Produktion von Dingen sind oft Berufskrankheiten verbunden. Bereits das Gerben wirkte sich früher negativ auf die Gesundheit aus. Die Gerber waren stets giftigen Substanzen und Feuchtigkeit ausgesetzt. Der Arzt Johann Christian Gottlieb führte 1780 Krankheiten von Gerbern auf die „Fäulnis der Substanzen“, die schlechte Luft und das faule Wasser zurück. Dem Gerben folgte das Schneidern und Schustern. Einige Objekte wurden noch zusätzlich gefärbt. Im Schneiderhandwerk wurde häufig die krumme Haltung belächelt. Beim Färben konnte die Haut durch die Verwendung giftiger Mittel angegriffen werden.

 

Museum für Geschichte

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Öffnungszeiten
Mi-So 10 - 17 Uhr

 

26. Dezember
2. April 2018
1. Mai 2018
21. Mai 2018

24. bis 25. Dezember
1. Jänner 2018
24. bis 25. Dezember 2018